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Von Schnittwunden und Kratzern bis hin zu schmerzhaften Brandwunden: In deiner Küche kann dir schnell etwas passieren, besonders, wenn du viel und gerne kochst. Selbst wenn du gut aufpasst, besteht bei den ganzen scharfen und heißen Kochgeräten ein gewisses Risiko, dass du dir wehtust. Dann ist es gut zu wissen, wie du mit kleinen Unfällen umgehst und wo mögliche Gefahren lauern. Vor allem für Kinder kann das Spielen in der Küche gefährlich werden. Statistisch gesehen verletzen sich Kinder tatsächlich am häufigsten zu Hause.

Hier findest du Tipps, was du bei typischen Küchenunfällen tun kannst. Wenn du dir jedoch Sorgen machst, du könntest dich ernsthaft verletzt haben, solltest du natürlich deinen Arzt oder deine Ärztin aufsuchen.

Mit einer Unfallversicherung startest du unbesorgt in den Tag und bist im Alltag sowie in deiner Freizeit rundum abgesichert.

Die Vorbereitung ist das A und O in der Küche

Manchmal geht es in der Küche hektisch zu. Vielleicht hast du gerade nur wenig Zeit zum Kochen oder die Kinder strampeln bereits mit den Füßen, da sie sehnsüchtig auf das Abendessen warten. Viele Unfälle in der Küche passieren durch Zeitdruck, Unvorsichtigkeit und mangelnde Vorbereitung. Auch wenn du gerade im Stress bist, nimm dir beispielsweise die Zeit, deinen Arbeitsplatz vorzubereiten. So reduzierst du die Unfallgefahr in der Küche. In der Kochausbildung lernen bereits Lehrlinge, dass das sogenannte „Mise en place“ eine Grundvoraussetzung für einen reibungslosen Ablauf in der Küche ist.

So reduzierst du die Unfallgefahr in der Küche

  • Beginne mit dem Kochen an einem aufgeräumten Arbeitsplatz und sorge dafür, dass nichts herumsteht vorüber du womöglich stolpern könntest.
  • Lege alles was du zum Kochen brauchst, z.B. Zutaten oder Kochutensilien, bereit.
  • Schneide anschließend alle Zutaten zurecht bevor du mit dem eigentlichen Kochen beginnst und bereite alle weiteren Schritte vor.
  • Räume deinen Arbeitsplatz danach wieder auf und beginne erst dann mit der weiteren Zubereitung des Essens.

Behältst du diese Tipps im Hinterkopf, stellst du sicher, dass du alles zur Hand hast. Du musst nicht plötzlich vom oberen Küchenfach in die nächste Schublade greifen, wobei etwas umgestoßen oder herunterfallen könnte.

Nicht immer lässt sich ein Küchenunfall vermeiden

Trotz guter Vorbereitung und Vorsicht kann es passieren, dass du dich in der Küche verletzt. Deshalb solltest du immer ein Erste-Hilfe-Set oder eine gutausgestattete Hausapotheke griffbereit haben.

Im Folgenden erklären wir dir, was bei kleineren Verletzungen in der Küche zu tun ist.

Wenn du dich in der Küche verbrennst oder verbrühst

Brandwunden gehören zu den häufigsten Küchenverletzungen. Hobbyköchen ist oft gar nicht klar, was bei der Zubereitung einer Mahlzeit alles gefährlich heiß werden kann. Überkochendes Wasser, aus Versehen an einen heißen Topf gefasst, Fettspritzer abbekommen, eine Dampfwolke aus der Mikrowelle oder dem Schnellkochtopf – schon bildet sich eine schmerzhafte Brandblase.

Wenn das passiert, kannst du den Schmerz lindern, indem du die verletzte Stelle unter fließendes, aber nicht zu kaltes Wasser hältst. Größer als deine Hand sollte die zu kühlende Stelle allerdings nicht sein, denn sonst riskierst du womöglich eine Unterkühlung. Halte die Stelle sauber und decke die Wunde keimfrei ab. Wechsle den Verband oder das Pflaster regelmäßig, damit die Wunde während der Heilung sauber bleibt und es nicht zu Infektionen und Narben kommt.

Nimm medizinische Hilfe in Anspruch, wenn die Verbrennung großflächig ist bzw. die Wunde oder Brandblase nicht heilt.

Wenn du dich beim Kochen schneidest

Gemüse hacken, die Messer spülen oder den Mixer reinigen: In der Küche kannst du schnell einmal versehentlich an eine Klinge fassen oder dir in den Finger schneiden. Bei starker Verschmutzung reinigst du die Schnittstelle vorsichtig mit klarem Wasser. Reinige die Wunde gegebenenfalls auch mit einem Desinfektionsmittel, um einer Entzündung vorzubeugen. Decke die Wunde dann mit einem sauberen Verband oder Pflaster ab und drücke leicht auf die Stelle, bis die Blutung stoppt. Du musst eine kleine Schnittwunde nicht unbedingt höher lagern. Es sei denn, die Blutung ist sehr stark. Eine vorbeugende Maßnahme gegen eine Tetanusinfektion, die selbst bei kleinen Verletzungen eine Gefahr darstellen kann, ist eine entsprechende Schutzimpfung.

Nimm medizinische Hilfe in Anspruch, wenn die Wunde sehr tief ist, wenn sie deiner Meinung nach genäht werden muss oder länger nicht zu bluten aufhört.

Nach einem Sturz: Wenn du in der Küche ausrutschst

Beim Kochen geht es oft hektisch zu. Du musst alles Mögliche gleichzeitig im Auge behalten. Da schafft man es bei aller Sorgfalt nicht immer, verschüttete Flüssigkeiten sofort aufzuwischen. Doch die kleine Pfütze vom Wasserkocher oder der ausgelaufene Pfannkuchenteig machen den Boden rutschig und können zu schlimmen Stürzen führen.

Solltest du einmal ausrutschen, vergewissere dich zuerst, dass du wirklich unverletzt bist. Ein kurzer Check, ob Arme und Beine noch heil sind und auch die Stelle, auf der du gelandet bist. Erst dann kannst du versuchen, wieder aufzustehen. Wenn du meinst, alles sei okay, richtest du dich über Hände und Knie langsam wieder auf und hältst dich bei Bedarf an einem Stuhl oder am Tisch fest. Setze dich einen Augenblick lang hin und achte darauf, wie es dir geht. Wenn wirklich alles in Ordnung ist, kannst du wieder an die Arbeit gehen. Vergiss aber nicht, die rutschige Stelle zu reinigen, damit es nicht wieder passiert.

Nimm medizinische Hilfe in Anspruch, wenn du dir den Kopf gestoßen hast und dich schwindlig fühlst oder denkst, dass du dir etwas gebrochen haben könntest.

Wenn es in der Küche spritzt und etwas ins Auge geht

Eine Augenreizung ist eine der schmerzhaftesten Verletzungen beim Kochen. Lass die Arbeit besser liegen, wenn du kaum richtig sehen kannst. Am häufigsten passiert dieses Missgeschick, wenn man Chilis hackt und sich aus Versehen an die Augen fasst. Aber auch Dampf aus dem Kochtopf oder dem Ofen kann die Augen reizen. Wasche dir zunächst gründlich die Hände und spüle dann die Augen vorsichtig mit kaltem Leitungswasser aus. Nicht zu stark drücken oder reiben. Lege eine Pause beim Kochen ein, bis der Schmerz nachlässt.

Nimm medizinische Hilfe in Anspruch, wenn die Schmerzen zunehmen oder du längere Zeit Sehstörungen hast.

Fazit

Unfälle in der Küche passieren, die Unfallgefahr kann aber mit ein paar einfachen Maßnahmen reduziert werden. Solltest du dich trotzdem einmal in der Küche verbrennen, schneiden oder anderwertig verletzten, solltest du  Verletzung umgehend behandeln. Ein Besuch beim Arzt ist dann ratsam, wenn weitere Beschwerden auftreten oder die Verletzung nicht abklingt.

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