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Gute Bremsen und eine funktionierende Beleuchtung sind essenziell für ein verkehrssicheres Fahrrad. Doch gerade bei älteren Modellen funktionieren Klingel, Beleuchtung und Bremsen vom Fahrrad oft nicht mehr einwandfrei. Ohne diese sicherheitsrelevante Ausstattung ist das Fahren im Straßenverkehr allerdings nicht gestattet.

Diese Dinge machen dein Fahrrad verkehrssicher

Nach der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) muss ein verkehrssicheres Fahrrad mit Folgendem ausgestattet sein.

  • Zwei Bremsen, die voneinander unabhängig funktionieren. Für Kinder sind Fahrräder mit Hand- und Rücktrittbremsen empfohlen.
  • Mit einer Klingel, die deutlich hörbar ist. Hupen, Radlaufglocken oder Melodieklingeln sind nicht zulässig.
  • Vorne muss eine von der StVZO akzeptierte Beleuchtung vorhanden sein. Diese hat eine Zulassungsnummer nach dem Schema „K 12345“ und eine Lichtstärke von mindestens 10 Lux. Fahrradlampen können entweder über einen Dynamo, Akku oder eine Batterie mit Strom versorgt werden. Der Lichtkegel des Vorderlichts darf fünf Meter vor dem Fahrrad maximal halb so hoch wie der Scheinwerfer selbst über dem Boden sein. So vermeidest du, andere Verkehrsteilnehmer zu blenden.
  • Außerdem ist es für verkehrssicheres Fahren Pflicht, vorne einen weißen Rückstrahler angebracht zu haben. Dieser kann auch in der Lampe integriert sein.
  • Hinten gehören eine rote Lampe, nicht niedriger als 25 Zentimeter über dem Boden, sowie ein roter, nicht dreieckförmiger Z-Rückstrahler angebracht.
  • Blinkende Lichter oder weitere Lampen am Fahrrad sind verboten.
  • An den Rädern müssen jeweils zu 180 Grad versetzt zwei gelbe Reflektoren, auch Katzenaugen genannt, zwischen den Speichen klemmen. Als erlaubte Alternative gelten reflektierende weiße Streifen an den Reifen oder Speichenreflektoren an den einzelnen Speichen.
  • Die Pedale müssen zur allgemeinen Sicherheit im Straßenverkehr rutschfest und festverschraubt sein. Außerdem dürfen jeweils vorne und hinten Pedal-Rückstrahler nicht fehlen.

Ein Fahrrad, das nicht die oben genannten Kriterien erfüllt, gilt als nicht sicher und darf daher nicht im Straßenverkehr gefahren werden. Du musst selbst prüfen, ob dein Rad verkehrssicher ist, da es im Gegensatz zu motorisierten Fahrzeugen keine Zulassungspflicht und keinen TÜV gibt. Solltest du dir unsicher sein, kann eine Fahrrad-Werkstatt die Sicherheit für den Straßenverkehr kontrollieren.

Welches Zubehör außerdem empfehlenswert ist

Nicht zwingend erforderlich, aber trotzdem empfohlen ist folgendes Zubehör an deinem Fahrrad:

  • Ein Fahrradständer zum unkomplizierten Abstellen
  • Schutzbleche an beiden Rädern, um Flecken an der Kleidung zu verhindern
  • Einen Kettenschutz, um zu vermeiden, dass die Kleidung zwischen die Kette gerät. Dadurch kannst du Stürzen vorbeugen
  • Für Kinder werden Sicherheitslenker mit verdickten Enden empfohlen. Dies dient zum Schutz vor Sturzverletzungen
  • Wenn Kinder noch nicht sicher Fahrrad fahren können, sind Stützräder empfehlenswert

Diese Strafen drohen bei mangelnder Fahrrad-Ausstattung

Sollte deine Klingel nicht funktionieren oder fehlen, musst du für dein nicht verkehrssicheres Fahrrad ein Bußgeld von 15 Euro zahlen. Bei defekter oder fehlender Beleuchtung kostet der Verstoß gegen die StVZO 20 bis 30 Euro. Fehlende Reflektoren kosten dich 10 Euro. Mangelhaft oder nicht funktionierende Bremsen bescheren dir ein Bußgeld von 20 bis 25 Euro.

Darüber hinaus zahlen Versicherungen im Falle eines Unfalls nicht (vollständig), wenn das Fahrrad nicht verkehrssicher war. Darüber hinaus kann die Polizei in diesem Fall das Rad beschlagnahmen.

Wie du dein Fahrrad selbst reparieren kannst

Ohne technisches Know-how geht es leider nicht. Sollte dein Fahrrad einen Schaden haben, etwas an deinem Rad locker sein oder nicht funktionieren, musst du dir zuerst einen Überblick verschaffen. Was ist die Quelle des Defekts? Wenn du identifiziert hast, was du bei deinem Fahrrad anpassen musst, kannst du mit vorhandenen Kenntnissen direkt loslegen oder zunächst einmal recherchieren. Wenn du unsicher bist oder mit deinen Reparaturversuchen scheiterst, solltest du eine Fahrrad-Werkstatt aufsuchen.

Folgende Werkzeuge benötigst du im Allgemeinen, um dein Rad zu reparieren:

  • Einen Drehmomentschlüssel zum Lösen und Festziehen von Muttern und Bolzen
  • Unterschiedliche Innensechskantschlüssel und Schraubenzieher, um Schrauben zu lösen und festzuziehen
  • Eine Fahrradpumpe mit Druckmessgerät (der Luftdruck bei Touren- und City-Rädern sollte etwa 3 bis 4 bar betragen. Denn maximale möglichen Druck findest du auf den Seitenwänden der Mäntel)
  • Kettenöl, um die Kette zu schmieren und Reibung zu minimieren
  • Flickzubehör oder einen Ersatzschlauch, um einen Platten zu beheben
  • Einen Reifenheber, um die Reifen von der Felge zu lösen
  • Ein Fahrrad-Multitool für kleinere Reparaturen unterwegs

Das Fahrrad über die Hausrat versichern

Fahrräder sind in den zurückliegenden Jahren immer beliebter geworden. Diese Beliebtheit zeigt sich aber leider auch in steigenden Diebstahlszahlen. Ein Fahrrad-Diebstahl ist in vielen Fällen nicht nur ärgerlich, sondern bei neuen, teuren Modellen auch finanziell erheblich belastend. Dagegen schützt dich die Hausratversicherung der Generali. Mit der zuwählbaren Fahrrad Plus erhältst du einen noch besseren Schutz gegen Vandalismus und Schäden. Damit du mit deinem Rad oder (nicht versicherungspflichtigem) E-Bike verkehrssicher und geschützt unterwegs bist.

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Fazit:

Du musst selbst darauf achten, dass dein Fahrrad verkehrssicher ist. Dafür kannst du es entweder selbst kontrollieren oder es in eine Fahrrad-Werkstatt bringen. Ein Fahrrad, das nicht die entsprechenden Bedingungen erfüllt, ist im Straßenverkehr nicht zulässig. Bei Verstoß drohen Bußgelder und im Falle eines Unfalls kann es sein, dass die Versicherung nicht vollständig die Schäden übernimmt.

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