In der dunklen Jahreszeit machen wir es uns gern drinnen mit Heizung und elektrischem Licht gemütlich. Doch irgendwann müssen wir raus. Wir müssen zur Arbeit, mit dem Hund Gassi gehen oder die guten Vorsätze beim Joggen und Sport umsetzen. Gut für den, der dann für ausreichend Licht sorgt. Im Gegensatz zum Auto haben wir keine Scheinwerfer, um gut gesehen zu werden. Noch dazu gibt die Wintergarderobe vor allem dunkle Kleidung her.

Gefährlich, denn 42 Prozent der Deutschen tun gar nichts, um von anderen Verkehrsteilnehmern wie Autos oder Radfahrern besser gesehen zu werden. Wie ist das bei euch? Rüstet ihr euch mit Stirnlampe und Armbändern gegen die Dunkelheit, um sicher nach Hause zu kommen oder gehört ihr zu den dunklen Schatten der Winterlandschaft?

So wichtig ist es gesehen zu werden

Der Unterschied zwischen hell und dunkel ist gravierend: Während normale Fußgänger erst in 25 Metern Entfernung erkannt werden, sind Menschen mit Reflektoren an der Kleidung bereits auf 150 Metern Distanz zu sehen. Viel mehr Zeit zum Bremsen also. Die ist auch nötig: Der Bremsweg eines nur 50 km/h fahrenden Autos auf nasser Straße beträgt jedoch schon rund 20 Meter, bei Glatteis fast 100 Meter.

Reflektoren schützen im Dunkeln

Höchste Zeit also für ein bisschen Licht! Immerhin jeder zweite Deutsche macht es richtig und nutzt eine Form von Beleuchtung. 26 Prozent der Bundesbürger tragen Kleidung mit integrierten Reflektoren. 19 Prozent befestigen Reflektoren selbst auf der Jacke. Damit erhält das am häufigsten empfohlene Produkt auch die meisten Nennungen.

Die Farbe der Sicherheit: Neon

15 Prozent der Deutschen setzen auf Kleidung in modischen Neonfarben. Grelles gelb, orange oder grün hilft bei schlechten Sichtverhältnissen wie Nebel. Allerdings sollte Neon möglichst mit anderen Leuchtmitteln oder Reflektoren kombiniert werden. Zwölf Prozent legen eine Warnweste an. Genauso viele tragen leuchtende Arm- oder Fußbänder. Die Wirkung der erhellten Gliedmaßen ist nicht zu unterschätzen. Labortests zeigen, dass die Leuchtintensität des Scheinwerfers im Seitenwinkel rapide abnimmt.

Es werde Licht! Stirnlampe aufsetzen

Die sicherste Variante ist jedoch noch wenig verbreitet: Nur neun Prozent sorgen selbst für Erleuchtung und setzen eine Stirnlampe auf. Die Lichtquelle am Kopf hat den Vorteil, dass sie auch die passive Sicherheit erhöht: Sie wird viel früher wahrgenommen als ein Reflektor an der Bekleidung. Das gilt auch auf beleuchteten Wegen.

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