Wer die ersten Anzeichen einer Erkältung verspürt, greift schnell zu Orangen oder Vitamin-C-Brausetabletten. Denn Vitamin C, das wohl berühmteste aller Vitamine, gilt als wahrer Booster für unser Immunsystem. Doch auch andere Vitamine verdienen unsere Aufmerksamkeit: Sie sorgen für Wohlbefinden, gesundes Aussehen, Fitness sowie gute Stimmung. Wir stellen dir die wichtigsten Vitamine von A bis E vor:

Vitamin A sorgt für gute Sicht

Vitamin A ermöglicht unter anderem eine gute Sicht und die Reparatur von Zellen im Körper. Der bekannteste Vertreter dieser Stoffgruppe ist Retinol. Wer sich gezielt mit ausreichend Vitamin A versorgen möchte, greift regelmäßig zu Milchprodukten, Karotten, Fenchel oder Grünkohl.

Da Vitamin A fettlöslich ist, braucht der Körper immer Fett, um das Vitamin verwerten zu können. Leber enthält besonders viel Vitamin A. Doch kommt sie regelmäßig auf den Teller, ist die Gefahr der Überdosierung hoch. Bei Gemüse kannst du jedoch bedenkenlos zugreifen: Die hier enthaltene Vitamin-A-Form führt nicht zur Überdosierung. Ein Vitamin-A-Mangel kommt nur sehr selten vor. Anzeichen sind beispielsweise schuppige und trockene Haut sowie Sehstörungen. Schwangere haben einen erhöhten Vitamin-A-Bedarf.

Die große Gruppe der B-Vitamine

Zu den berühmtesten Vertretern der B-Vitamine gehört Vitamin B12. Es ist an der Bildung von roten Blutkörperchen beteiligt, unterstützt die Zellteilung, schützt das Nervensystem und kann einer Immunschwäche vorbeugen. Zwar stellt der Körper Vitamin B12 nicht selbst her, doch er speichert das Vitamin für einige Jahre. Insbesondere Vegetarier und Veganer, aber auch Schwangere, Alkoholkranke und ältere Menschen können einen Mangel an Vitamin-B12 haben.

Ein Vitamin B12-Mangel ist u.a. erkennbar an Müdigkeit, Appetitlosigkeit, ständiger Blässe, Leistungsabfall sowie (Schleim-)Hautproblemen. Einige der Anzeichen ähneln einem Eisenmangel. Langfristige Folgen von zu wenig Vitamin D können Depressionen, Demenz, Impotenz, Unfruchtbarkeit oder Herzkreislauf-Probleme sein.

In hoher Dosis ist Vitamin B12 beispielsweise in Seelachs oder Rotbarsch enthalten. Doch grundsätzlich genügt es, wenn tierische Nahrungsmittel regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Hin und wieder ein Frühstücksei, ein Glas Milch oder Fleisch können bereits ausreichend sein. Veganer und Menschen, die selten tierische Produkte verzehren, sollten beim Arzt darum bitten, ihr Blut auf Vitamin-B12- und Eisenmangel zu testen.

Die Vitamine in unserem Körper arbeiten zusammen. So kann beispielsweise Vitamin B9 – besser bekannt als Folsäure – ohne Vitamin B12 nicht seine volle Wirkung entfalten. Folsäure spielt jedoch eine wichtige Rolle in der Entwicklung bei Föten oder Kindern, hat Einfluss auf das zentrale Nervensystem und kann beispielsweise Entzündungen vorbeugen.

Abschließend möchten wir dir den berühmtesten Schönmacher unter den B-Vitaminen vorstellen: Vitamin B7. Es ist vor allem unter dem Namen Biotin bekannt und sorgt unter anderem für schöne Haut und Haare sowie starke Finger- und Fußnägel. Darum ist es besonders häufig in Nahrungsergänzungsmitteln zu finden. Doch statt zu teuren Kapseln kannst du zu hervorragenden Biotin-Quellen wie Bananen, Haferflocken und Erdnüssen greifen.

Vitamin C – Schutzschild gegen Infekte

Schon vor Hunderten von Jahren lagerten Seefahrer Zitronen an Bord. Denn Zitrusfrüchte beinhalten besonders viel Ascorbinsäure, kurz: Vitamin C. Vitamin C schützt vor dem gefürchteten Skorbut. Ein Vitamin-C-Mangel kann sich in Form von häufigen Infekten oder Zahnfleischbluten äußern. Neben Zitrusfrüchten gelten zum Beispiel Paprika, Brokkoli und Sanddorn als gute Vitamin-C-Quellen. Zwar ist ein Mangel selten, doch insbesondere Raucher haben einen erhöhten Bedarf.

Sonnen-Vitamin D stärkt Knochen und Psyche

Unser Körper benötigt Sonnenlicht, um Vitamin D zu bilden. In Ländern in Mittel- und Nordeuropa ist die Sonnenstrahlung in der dunklen Jahreszeit oftmals nicht stark genug. Problematisch ist die Tatsache, dass die Symptome eines Mangels nicht offensichtlich sind.
Mögliche Symptome sind: erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, schlechte Wundheilung, Rachitis bei Kindern und bei einem länger andauernden Mangel Osteoporose. Auch hinter Müdigkeit, Depressionen oder Rückenschmerzen kann sich ein Vitamin-D-Mangel verbergen.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D. Bevor du jedoch wahllos zugreifst, sprich lieber mit deinem Arzt und lasse deinen Vitamin-D-Spiegel im Blut bestimmen. Fisch, Käse, Pilze oder Eier enthalten Vitamin D – alternativ kannst du 15 Minuten täglich Sonne tanken. Dabei gleichen sonnenreiche Tage die regnerischen aus, da der Körper Vitamin D speichern kann.

Vitamin E gegen freie Radikale

Zittern, Konzentrationsstörungen und Müdigkeit können auf einen Vitamin-E-Mangel hinweisen. Allerdings kommt ein solcher nur sehr selten vor. Dennoch empfiehlt es sich, auf ausreichend Vitamin E in der Ernährung zu achten. Denn es unterstützt den Zellstoffwechsel im Körper und gilt als wertvolles Antioxidans. Das fettlösliche Vitamin ist unter anderem in Vollkornprodukten, Sonnenblumenöl und Nüssen enthalten.

Unser Tipp: Ein Mangel an Vitaminen zeigt sich zu Beginn oft in unspezifischen Symptomen. Achte auf eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft. So machst du die meisten Nahrungsergänzungsmittel überflüssig. Insbesondere fettlösliche Vitamine beinhalten die Gefahr einer Überdosierung. Bist du schwanger, Raucher oder alkoholkrank, kann dein Vitaminbedarf höher sein. Bei Verdacht auf einen Mangel empfiehlt sich der Gang zum Arzt.

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