Würdest du dich als umweltfreundlichen Verbraucher bezeichnen? Es gibt viele Möglichkeiten, das eigene Konsumverhalten bewusst und nachhaltig zu gestalten. Du kannst zum Beispiel lokal einkaufen, auf verarbeitete Lebensmittel verzichten und weniger Fleisch essen. Darüber hinaus solltest du auf deinen Plastikkonsum achten. Was den Umweltschutz betrifft, leistet man mit jeder Veränderung, die man im Alltag vornimmt, einen Beitrag! Mit einfachen Maßnahmen wie dem Kauf einer wiederverwendbaren Wasserflasche oder eines Stoffbeutels kann man Großes bewirken.

Aus einer aktuellen YouGov-Umfrage geht hervor, dass mehr als die Hälfte der Deutschen dazu bereit wäre, für Lebensmittel mit umweltfreundlicher Verpackung mehr zu bezahlen. Über 70 % der Befragten gaben an, sie wären bereit, höhere Preise für Lebensmittel mit biologisch abbaubarer Verpackung zu bezahlen – ein klarer Beleg für die Bedeutung von Nachhaltigkeit in der heutigen Zeit. Zudem versucht jeder zweite Deutsche, weniger Plastikmüll zu produzieren.

Es wird dich vielleicht überraschen, aber durch ein starkes Umweltbewusstsein kann man langfristig Zeit und auch Geld sparen. Wir zeigen dir einige Tipps, um dich auf diesem Weg zu unterstützen.

Iss weniger Fleisch

Ernähre dich überwiegend von pflanzenbasierten Lebensmitteln. Wenn du Fleisch essen willst, kaufe es in kleinen Mengen bei guten lokalen Metzgern. Sie beziehen in der Regel ihr Fleisch aus ökologisch verträglichen Quellen und haben daher qualitativ hochwertige Fleischprodukte wie Rindfleisch oder Geflügel aus Weidehaltung im Angebot. Man spart nicht nur Geld, indem man weniger Fleisch isst, sondern man lebt auch gesünder. Lebensmittel wie Gemüse, Linsen, Bohnen und Nüsse lassen sich einfach und schnell in leckere Gerichte verwandeln. Getrocknete Hülsenfrüchte kann man meistens sogar als Vorratspackung zum niedrigen Preis kaufen.

Kaufe lokal ein

Versuche, möglichst lokal und saisonal einzukaufen, zum Beispiel beim Bauern- oder Wochenmarkt. So reduzierst du deine CO2-Bilanz. Das frischeste Obst und Gemüse bekommst du direkt vom Bauer und unterstützt dabei kleine Betriebe – eine eindeutige Win-Win-Situation. Oft geht lokales Einkaufen mit der Unterstützung einer Familie und damit des eigenen Wohnorts einher. Außerdem bekommt man so leckere saisonale Kost, die man oft nicht im Supermarkt findet. Letztendlich ist der Einkauf bei einer "gesichtslosen" Supermarktkette kein Vergleich zum freundlichen Plausch beim lokalen Händler.

Verschwende nichts

Lebensmittelverschwendung ist ein riesiges Problem. Viele Lebensmittel sind oft länger genießbar, als es das Mindesthaltbarkeitsdatum angibt. Wenn ein Nahrungsmittel abgelaufen ist, schaue es dir an, rieche daran und probiere eventuell ein wenig davon. Du wirst so feststellen, wenn es nicht mehr gut ist. Oftmals lassen sich auch Reste und übriggebliebenes Essen weiterverarbeiten oder am nächsten Tag aufessen. Kaufe nur so viel ein, wie du brauchst. Mehrere kleine Einkäufe pro Woche können dir dabei helfen. Solltest du doch einmal zu viel gekauft haben: viele Lebensmittel kann man gut einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt wieder auftauen.

Verwende einen Stoffbeutel

Wenn du einkaufen gehst, nimm einen wiederverwendbaren Stoffbeutel mit. Plastiktüten sind unnötig – bewahre den Stoffbeutel am besten in deiner Tasche oder deinem Rucksack auf, damit du sie beim Einkaufen immer griffbereit hast. Achte darauf, Lebensmittel mit weniger Plastikverpackung zu kaufen und wähle am besten Bio-Läden und Supermärkte, die eine große Palette an umweltfreundlichen Optionen und Einkaufsmöglichkeiten anbieten. Dazu gehört beispielsweise die Möglichkeit, eigene Behälter mitzubringen, um darin frische Lebensmittel von der Wurst- oder Käsetheke sowie trockene Lebensmittel wie Haferflocken oder Mehl einpacken zu lassen. So produzierst du keinen zusätzlichen Verpackungsmüll und kannst jeden Einkauf mit gutem Gewissen erledigen.

Vermeide verarbeitete Lebensmittel

Verarbeitete Lebensmittel solltest du meiden. Sie sind oft in Plastik verpackt, enthalten versteckten Zucker und viele Konservierungsstoffe. Ganz zu schweigen von den häufig viel zu hohen Preisen. Das Beste, was man für seine Gesundheit, das eigene Budget und die Umwelt tun kann, ist, so oft wie möglich zu Hause zu kochen. Es ist schön zu entdecken, was für leckere Gerichte man zu Hause zaubern kann, wenn man frische, saisonale Zutaten nutzt. Achte auch darauf, wie du deine Nahrungsmittel aufbewahrst. Nicht alles gehört in den Kühlschrank, manches bleibt an dunklen Orten länger frisch. Informiere dich und sorge dafür, dass frische Lebensmittel länger haltbar bleiben.

Schaffe dir eine wiederverwendbare Wasserflasche an

Wann immer möglich, sollte man Einwegplastik vermeiden. Laut dem CIEL (Zentrum für Internationales Umweltrecht) machen Einwegartikel 40 % der jährlich weltweit produzierten Plastikmenge aus. Wenn man in eine robuste, wiederverwendbare Wasserflasche investiert, produziert man zum Einen weniger Müll, zum Anderen ist es eine gute Möglichkeit, sich dazu zu motivieren, mehr Wasser zu trinken.

Suchst du nach Tipps, um Plastik bei deinen Lieblingsgetränken zu vermeiden? Viele Kaffeeliebhaber verwenden inzwischen Mehrwegbecher anstelle von Einwegbechern für den Kaffee zum Mitnehmen. Dafür bieten viele Cafés ihren Kaffee sowie Nachfüllungen zum reduzierten Preis an, wenn man einen Mehrwegbecher benutzt. Ein großer Anreiz, sich einen anzuschaffen. Zudem sind Mehrwegbecher in den verschiedensten Farben und Mustern erhältlich. So kannst du ganz nach deinem Geschmack Geld sparen und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

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