Sport zu treiben hält uns fit und gesund – egal, in welchem Alter. Ebenso wichtig wie die Bewegung selbst ist aber auch die richtige Vorbereitung darauf, um Verletzungen zu vermeiden. Dies gilt sowohl für Hobby- als auch für Profisportler.
Jährlich werden über sechs Millionen Europäer aufgrund von Sportverletzungen im Krankenhaus behandelt. 40 % der Verletzungen treten außerhalb des Vereinssports auf.
In etwa einem Drittel der Fälle sind Jugendliche und Erwachsene zwischen 16 und 24 Jahren betroffen, wovon 60 % Sport als Hobby betreiben. Verletzungen im Haushalt, in der Freizeit und beim Sport machen 73 % aller im Krankenhaus behandelten Fälle aus.
44 % aller im Krankenhaus behandelten Verletzungen gehen aus Team-Ballsportarten hervor, wobei sich die meisten Menschen beim Fußball verletzen.
Was können wir also tun, um uns bei unserer Lieblingssportart nicht weh zu tun?

Ihr Körper

Es spielt keine Rolle, wie fit Sie sich fühlen oder wie oft Sie trainieren möchten – Aufwärmen ist Pflicht. Vor dem Training sollten Sie sich ungefähr zehn Minuten dehnen, um die Muskeln aufzuwärmen. Überstürzen Sie dabei jedoch nichts. Sie sollten behutsam starten und die Intensität langsam steigern. Ebenso wichtig wie das Warm-up ist das Cool-down bzw. das Abwärmen. Auch wenn Sie am liebsten schnell duschen gehen würden, sollten Sie das Training fünf bis zehn Minuten mit leichten Übungen oder Gehen ausklingen lassen.

Hören Sie auf Ihren Körper, kennen Sie Ihre Grenzen und seien Sie besonders in höherem Alter geduldig mit sich. Wenn Sie eine neue Sportart ausprobieren oder länger nicht trainiert haben, sollten sie es langsam angehen lassen und Ihre Kraft und Ausdauer schrittweise steigern. Nach dem Training sollten immer Dehnübungen auf dem Programm stehen.

Denken Sie zudem daran, ausreichend Wasser zu trinken. Flüssigkeitsmangel kann die mentale und körperliche Fitness deutlich reduzieren.

Planung und Vorbereitung

Bei einigen Sportarten ist eine gewisse Ausrüstung erforderlich, um verletzliche Stellen des Körpers zu schützen. So kann das passende Schuhwerk zum Beispiel verhindern, dass Sie umknicken und sich den Knöchel verstauchen. Häufig gibt es auch bestimmte Techniken, die man erlernen kann, um das Risiko für Verletzungen der Muskeln, Sehnen und Knochen zu senken.

Fitnessstudio: Lassen Sie sich von Experten zur richtigen und sicheren Verwendung der Geräte beraten.

Radfahren: Verwenden Sie gepolsterte Fahrradhandschuhe, überstrecken Sie Ihre Handgelenke nicht, variieren Sie das Gewicht, das auf Ihren Händen lastet und dehnen Sie Hände und Handgelenke vor dem Radfahren.

Golf: Sie sollten vor jedem Spiel ein geeignetes Aufwärmprogramm mit Dehnübungen für den Oberkörper und einigen Übungsschlägen absolvieren. Beginnen Sie mit dem Wedge und beenden Sie die Aufwärmroutine mit dem Driver.

Laufen: Stellen Sie sicher, dass Ihre Socken richtig sitzen und dick genug sind, um Blasen und Hautreizungen zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass Ihre Schuhe die für Sie optimale Dämpfung, Passform und Stabilität bieten.

Sie sind nicht Superman oder Wonder Woman. Erholungsphasen während des Trainings gehören einfach dazu. Planen Sie auch zwischen den Trainingseinheiten genügend Zeit zur Regeneration ein. Sie sollten Ihrem Körper mindestens an einem Tag in der Woche bzw. in einem Monat pro Jahr eine Pause gönnen.

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