Auch wenn sich mittlerweile schon die ersten Sonnenstrahlen zeigen, muss man bei Frühlingsbeginn oft noch mit kühleren Temperaturen unter 10 Grad rechnen. Outdoor-Sportler haben dann nicht nur mit Wind und Wetter zu kämpfen, sondern oft auch mit trockener und juckender Haut. Wir geben Tipps, wie du damit umgehen kannst und verraten dir, welche Pflege deine Haut jetzt braucht.

Einfluss von Kälte und Wind auf die Haut

Regelmäßiger Sport ist nicht nur gut für die eigene Fitness und das Wohlbefinden, sondern sorgt auch für eine schöne Haut. Bewegung und Sport straffen die Haut, stärken das Bindegewebe und regen den Stoffwechsel an. Die Durchblutung der Haut verleiht ihr einen rosigen Teint.

Beim Laufen im Freien oder beim Radfahren ist die Haut aber auch einigen Belastungen ausgesetzt. Wind, Kälte und UV-Strahlen können zu Schäden und Irritationen der Haut führen. Gerade im Frühjahr oder Herbst stellt der Wetterumschwung mit viel Regen, Wind und kalten Temperaturen die Haut vor zusätzliche Herausforderungen. Die kühlen Außentemperaturen und Schwankungen in der Luftfeuchtigkeit begünstigen, dass der pH-Wert der Haut aus dem Gleichgewicht gerät und in den alkalischen Bereich rutscht. Die Haut verliert dabei Wasser und trocknet weiter aus. Sportler, die ihr Training oft im Freien ausüben, leiden deshalb an kalten Tagen häufig an irritierter und spröder Haut. Sie wird trocken und empfindlich.

Häufiges Duschen nach dem Training irritiert den Schutzmantel der Haut zusätzlich. Hautprobleme, wie z.B. Trockenheit oder Juckreiz, sind da keine Seltenheit. Eine richtige Pflege der Haut ist notwendig.

Hautpflege und Sport: Was hilft gegen trockene und juckende Haut?

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Du solltest ihr als Sportler deshalb etwas Aufmerksamkeit schenken und dafür sorgen, dass sie die Pflege bekommt, die sie benötigt.
 
Viel Trinken und gesunde Ernährung

Der Körper verliert durch Schwitzen beim Sport an Flüssigkeit. Das macht sich auch auf der Haut bemerkbar. Sie trocknet aus und es fehlt Feuchtigkeit. Darum solltest du nach dem Training deine Wasserspeicher wieder auffüllen und ausreichend trinken. Besonders gut eignen sich Wasser, ungesüßte Tees oder Fruchtschorlen. Sie geben der Haut die verlorene Feuchtigkeit zurück.

Eine gesunde Ernährung hilft von innen. Natives Olivenöl, Nüsse und saisonales Obst sind die perfekte Basis für einen strahlenden Teint. Grünes Gemüse und Salate schenken viel Feuchtigkeit und sind ein Schutzschild vor Irritationen und Stressoren. Hochwertiges Eiweiß bildet Kollagen und macht die Haut fit für die Kälte. Omega-3-Fettsäuren halten die Haut schön elastisch.

Pflege vor und nach dem Sport

Die Haut regeneriert sich über Nacht. Es ist deshalb nicht notwendig vor dem Training Haut-Öle oder Cremes aufzutragen, die die Poren verstopfen. An kühleren Tagen empfiehlt es sich dennoch vor dem Training an der frischen Luft eine fetthaltige Creme als extra Schutzschicht auf die Haut aufzutragen. Diese unterstützt die hauteigene Schutzbarriere. Die Haut sollte dabei aber atmen können. Verzichte deshalb auf eine Creme mit Paraffin als Inhaltsstoff. Wer an einem sonnigen Frühlingstag trainiert, sollte eine Creme mit UV-Filter auftragen, da Sonnenstrahlen schon stark genug sein können und du den ersten Sonnenbrand des Jahres bekommen kannst. Vor allem Ski- und Snowboardfahrer sollten besondere Vorsicht walten lassen, da die Höhensonne in den Bergen noch aggressiver ist.

Nach dem Sport meldet sich trockene Haut meist mit einem unangenehmen Spannungsgefühl. Sie juckt, schuppt und fühlt sich spröde an. Der pH-Wert der Haut sollte prinzipiell bei etwa 5,5 liegen. Um diesen Wert und den natürlichen Schutzfilm der Haut aufrechtzuerhalten, solltest du zu pH-neutralen Duschgels und Feuchtigkeitscremes greifen. Achte auch darauf, dass du nicht zu lang oder zu warm duschst. Ein kurzer Duschvorgang mit lauwarmem Wasser ist völlig ausreichend und schont die Haut. Trockene deine Haut nach dem Duschen sanft mit einem sauberen Handtuch ab ─ nicht Rubbeln. Nach dem Duschen oder Baden ist ein gehaltvolles, rückfettendes Fluid mit Urea oder Glycerin eine Wohltat für strapazierte Haut.

Sonnenschutz und richtige Kleidung

Beim Sport im Freien solltest du darauf achten, dass deine Kleidung deinen Körper ausreichend bedeckt und vor Sonneneinstrahlung schützt. Sie sollte nicht zu eng anliegen und an der Haut reiben. Das führt zu Hautirritationen und Juckreiz. Sorge dafür, dass deine Haut unter der Sportbekleidung atmen kann. Atmungsaktive Kleidung eignet sich am besten. Auch wenn es eventuell etwas frisch draußen ist, solltest du dich nicht zu warm kleiden. Die Wärme sorgt nur dafür, dass du unnötig viel schwitzt und Flüssigkeit verlierst. Mehrere dünne Kleidungsschichten im Zwiebelprinzip sind optimal.

Deine Gesichtshaut kannst du mit einem (Schlauch-)Tuch oder einem Schal schützen. Sie schirmen den kalten Wind ab und machen das Atmen der eisigen Luft erträglicher. Beim Laufen oder auf dem Fahrrad schützen Handschuhe deine Hände zusätzlich vor Kälte und Wind. In der Frühlingssonne sorgt eine leichte Sonnenschutzcreme (LSF 15) auf empfindliche Hautpartien wie Ohren, Nase, Lippen, Haaransatz, Handrücken und Hals dafür, dass deine Haut vor UV-Strahlung der Sonne geschützt ist.

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