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Fotos, Musik, Texte, Verträge und Rechnungen: In digitaler Form nehmen sie wenig Platz ein und sind jederzeit verfügbar. Doch die Daten können verloren gehen. Zum Beispiel bei einem Hackerangriff oder infolge eines Wasserschadens. Spätestens dann wird einem der Wert der digitalen Daten schmerzlich bewusst. Wo sind sie also sicher aufgehoben?

Backup: Welches Speichermedium ist sinnvoll?

Grundsätzlich kommt es dabei auf die Datenmenge an. Welcher Datenträger für dich geeignet ist, hängt aber auch von deinen persönlichen Umständen ab. Ob du beispielsweise für die Sicherung der Daten eines Unternehmens zuständig bist oder nur deine privaten Fotos und E-Mails sichern möchtest. Nachfolgend stellen wir dir die unterschiedlichen Medien für dein Backup vor.

  • Externe Festplatte

Dieses Speichermedium für ein Backup ist das wohl am häufigsten genutzte Medium zur Datensicherung. Achte auf ausreichende Speicherkapazität und sichere deine Daten mit einem Schreibschutz. Am besten liegt die Festplatte an einem Ort, an dem du sie immer schnell wiederfindest. Noch sicherer ist das Speichern der Daten auf zwei oder drei externen Festplatten, die du in unterschiedlichen Räumen oder Wohnungen aufbewahrst. So können Daten über ein paar Jahrzehnte aufbewahrt werden.

  • Magnetbänder

Dieses Speichermedium wird hauptsächlich in Unternehmen für ein Backup genutzt, da es eine ausgesprochen hohe Speicherkapazität hat. Magnetbänder sind allerdings recht teuer und für den Privatgebrauch weniger geeignet.

  • Optische Medien

Dazu gehören CDs, DVDs oder Blu-Ray-Disks. Die Lebensdauer dieser Art von Speichermedium ist bei sachgemäßer Lagerung sehr lang. Ein lästiger Nachteil für Disks mit hoher Speicherkapazität ist die sehr langsame Schreibgeschwindigkeit. In Zukunft dürften auch die Abspielgeräte technisch so fortgeschritten sein, dass das Lesen später Probleme machen könnte.

  • Cloud

Dieser Speicherplatz ist digital über eine Internetverbindung verfügbar. Dabei legst du deine Dateien auf den Servern professioneller Anbieter ab. Und kannst so online von überall auf sie zugreifen. Der Zugang wird meist durch ein Passwort geschützt. Wie du ein besonders starkes Passwort erstellst, erfährst du hier. Vor allem für Fotos, die über das Handy aufgenommen werden, sind Clouds eine gute Alternative. Weil sie unkompliziert mit anderen Menschen geteilt werden können. Der Nachteil: Besonders sensible Daten könnten unbemerkt in fremde Hände gelangen. Aus Sicherheitsgründen solltest du sie nicht in einer Cloud speichern oder zumindest darauf achten, einen Provider in Europa zu wählen.

Virenschutz nicht vergessen

In der heutigen Zeit, in der jeder online unterwegs ist und der Computer permanent mit dem Internet verbunden ist, reicht ein bloßes Backup nicht mehr aus. Neben dem Duplizieren und Sichern deiner Daten auf dem einen oder anderen Speichermedium solltest du auch deinen Rechner schützen, indem du zum Beispiel eine Antiviren-Software installierst. Deinen WLAN-Anschluss solltest du ebenfalls sichern. Wie das geht, erfährst du hier.

 Wie können Daten überhaupt verschwinden?

Nicht nur Datenklau kann schaden, es gibt noch viele andere Fälle, bei denen immenser Verlust droht. Zum Beispiel ein Brand im Haus, ein Blitzschlag oder schlicht und ergreifend das Löschen aus Versehen. Oder aus irgendeinem Grund wird die Sicherung unterbrochen und die Daten sind futsch. Der Klassiker kann jedem passieren: Wasserschaden durch die umgekippte Tasse, die eben noch neben dem Gerät stand. Für Fälle wie diesen greift unsere Hausratversicherung, bei der die Datenrettungskosten inkludiert sind.

Auch Smartphones sind inzwischen wichtige Datenträger für Dokumente in unserem Alltag. Bei einem Absturz sind deine Daten meist weiterhin verfügbar.

Tipp: Ist nichts mehr zu retten und dein Computer oder deine Festplatte ist hinüber, berücksichtige unsere Tipps zur Entsorgung deines Altgerätes.

Strategie zur Datensicherung

Der wohl häufigste Grund für Datenverlust ist Vergesslichkeit. Deshalb wird die sogenannte 3er-Regel von Experten empfohlen, denn dreifach hält besser. Das bedeutet, du hast einmal die Daten, mit denen du arbeitest. Dann ein eigenes Backup und schließlich eine weitere Sicherung, die an einem Ort außerhalb des Büros oder deiner Wohnung gelagert ist. Hier bietet sich ein Banksafe oder ein verlässlicher Freund an.

Tipps:

  • Verschaffe dir einen Überblick: Speichere ausschließlich die wirklich bedeutsamen Daten, die für dich unersetzlich sind. Daten, die du dir von woanders wieder beschaffen kannst, müssen nicht archiviert werden.
  • Nutze für deine Datensicherung einmal beschreibbare Medien. Oder sorge für einen Schreibschutz, damit nichts aus Versehen überschrieben werden kann.
  • Speichere die Daten in gängigen Dateiformaten ab. Damit ist die Lesbarkeit auch nach Jahren gewährleistet.
  • Verzichte auf eine Verschlüsselung der Daten. Geht das Passwort verloren, ist alles umsonst.
  • Es gibt spezielle Software, die den Speichervorgang auf dein Medium automatisch übernimmt. So werden keine Daten vergessen. Und es spart dir Zeit.
  • Mache für die dritte Datensicherung einen Zeitplan. So kannst du regelmäßig Daten ergänzen und deine Speicherorte auf den aktuellen Stand bringen.

Fazit

Daten zu sichern ist mit einem Plan und der passenden Backup-Strategie kein Hexenwerk. Vergiss nicht, auch Daten können einen hohen Vermögenswert darstellen und bei Verlust zu erheblichen Einbußen führen. Auch dann, wenn du etwa für den Verlust der Daten von anderen verantwortlich bist.

Mit einer Vermögenssicherungspolice sind deine privaten Vermögenswerte im Fall der Fälle abgesichert.

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