Wenn es draußen kälter wird, ist es wieder Zeit, die Heizung anzumachen. Die Versuchung ist dabei groß, die Heizkörper dauerhaft laufen zu lassen. Weniger zu heizen spart allerdings nicht nur Geld, sondern ist auch eine gute Methode, um Energieverschwendung zu vermeiden. Es gibt einige Möglichkeiten, um es diesen Winter schön warm zu haben, Heizkosten zu sparen und gleichzeitig einen Beitrag für die Umwelt zu leisten.

Halte die Wärme im Haus

Je mehr Heizwärme man im Haus hält, desto weniger muss man erzeugen. Daher lohnt es sich, alle Türen im Haus mit Dichtungsstreifen zu versehen. Man kann z.B. eine angezündete Kerze verwenden, um undichte Stellen zu finden, an denen Wärme entweichen kann – die Kerzenflamme zeigt dabei den Luftzug an.

Auch der geschickte Einsatz von Gardinen, Vorhängen und Rollos hilft dabei, die Wärme drinnen zu halten. Lass die Vorhänge tagsüber offen, um Sonnenstrahlen einzufangen, und schließe sie bei Sonnenuntergang, um die Wärme im Raum zu halten.

Die richtige Isolierung ist entscheidend. Wenn möglich, denke über die Anschaffung von Fenstern mit Doppelverglasung für dein Zuhause nach. Wenn das keine Option für dich ist, gibt es andere Möglichkeiten. Lass zum Beispiel die Wanddämmung deines Hauses von einem Fachmann überprüfen und bei Bedarf optimieren. Auch die richtige Isolierung des Warmwasserbereiters trägt maßgeblich zu einem effizienten Heizbetrieb bei.

Verbrauche weniger Heizwärme

Wenn du es gewohnt bist, zu Hause in T-Shirt und kurzer Hose herumzulaufen, solltest du dich mit dem Gedanken anfreunden, in der kalten Jahreszeit dicke Pullis und Socken zu tragen und dich mit kuscheligen Decken zu wärmen. Schließlich ist Körperwärme kostenlos! Kochen und duschen musst du in jedem Fall. Lasse dabei die Küchen- oder Badezimmertüren geöffnet, um die erzeugte Wärme im Rest des Hauses oder der Wohnung zu verteilen. Achte beim Kochen darauf, dass du die Dunstabzugshaube wirklich nur dann einsetzt, wenn starke Gerüche oder stark qualmende Dinge im Spiel sind. Ansonsten zieht die Anlage die ganze warme Luft aus deiner Wohnung nach draußen und du musst doppelt zahlen: Stromkosten für die Dunstabzugshaube und mehr Heizkosten, um eine konstante Temperatur zu halten.

Gehe geschickt mit dem Thermostat um

Du kannst das Thermostat ruhig herunterdrehen – wenn du unsere Tipps befolgst, wirst du es nicht annähernd so hoch einstellen müssen wie früher. Überprüfe, wie viel Wärme jeder Raum wirklich benötigt und für wie lange. Beispielsweise ermöglicht ein kühleres Schlafzimmer einen erholsameren Schlaf. Wenn du den ganzen Tag auf der Arbeit bist, macht es keinen Sinn, die Wohnung ganztägig voll zu heizen. Auch hier kann ein Thermostat, das du individuell einstellen kannst, helfen. Stelle es so ein, dass erst kurz vor deinem Feierabend mit dem Heizen begonnen wird. So sparst du Heizkosten und hast es trotzdem gemütlich warm, wenn du nach der Arbeit heimkehrst. Ein programmierbares Thermostat oder intelligente Heizgeräte können ebenfalls helfen. Die Anschaffungskosten für diese Geräte sind durch die erzielte Energieeinsparung schnell amortisiert.

Natürlich willst du deine Bemühungen nicht durch ein ineffizientes Heizungssystem untergraben lassen. Daher sollte ein Fachmann regelmäßig deine Heizung warten. Sollte einmal deine Heizung im Winter ausfallen, so ist unter Umständen eine Mietminderung möglich und du darfst beim Vermieter deine Miete kürzen.

Zu guter Letzt: Sieh dich nach einem neuen Stromanbieter um – möglicherweise zahlst du dort weniger als bei deinem jetzigen Anbieter. In vielen Fällen lohnt sich ein Stromanbieterwechsel!

Alle Journal-Artikel