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Wer den Frühjahrsputz ernst nimmt, den kann oft keiner aufhalten. Richtigen Putzteufeln ist es egal, wie weit oben und schwer erreichbar Staub oder Spinnenweben sein mögen. Sie klettern auf wacklige Leitern, erklimmen Tische und balancieren auf Fensterbänken. Und warum? Alles nur, um endlich mal wieder richtig sauber zu machen. Leider endet so viel Putzlust nicht selten mit blauen Flecken oder Schlimmerem. Verkehrsunfälle erscheinen uns oft als Unfallschwerpunkt, aber tatsächlich passieren gut zwei Drittel aller Unfälle im eigenen Haushalt oder während der Freizeit. Wir geben dir Tipps, mit denen du dein Zuhause zur Frühlingszeit von A bis Z auf Vordermann bringen kannst. Und wie du Gefahren beim Putzen vermeidest. Wer das Großereinemachen klug plant, spart viel Energie und gelangt schneller zum Ziel.

Den Frühjahrsputz organisieren – Schritt für Schritt

Bevor du energiegeladen zum Schrubber greifst, mache dir einen Putzplan für deinen Frühjahrsputz. Denn die richtige Reihenfolge spart Kraft und Zeit. Erstelle dir beispielsweise deine persönliche Checkliste für den Frühjahrsputz, damit das Putzen nicht in Stress ausartet. Die Putz-Etappen kannst du auf mehrere Tage oder beispielsweise zwei Wochenenden verteilen. Deine Checkliste solltest du nach und nach abarbeiten. Prüfe außerdem vorab, ob du alle notwendigen Putzmittel sowie Lappen, Staubtücher und Küchenrolle im Haus hast. Mit Checkliste und System wird das Putzen dir weniger Arbeit bereiten. Apropos Putzmittel: Informiere dich vor dem Frühjahrsputz über umweltfreundliche Putzmittel.

Schritt 1: Entrümpeln

Am besten startest du vor dem Frühjahrsputz mit einer kleinen Inventur, vielleicht kannst du einiges entrümpeln? Denn wer sich von Überflüssigem trennt, hat weniger zu putzen und kann leichter Ordnung halten. Widme dich nach und nach einzelnen Bereichen und nimm dir nicht zu viel vor. Zum Beispiel an einem Tag den Kleiderschrank, am anderen Tag das Arbeitszimmer, am nächsten die Küchenschränke. Natürlich kannst du die entsprechenden Schränke und Regale dabei gleich auswischen. Wenn du dich von gut erhaltenen Sachen trennst, kannst du diese spenden, verschenken oder verkaufen. Online-Auktionshäuser, Tierheime, Kleidersammlungen oder soziale Projekte in deiner Umgebung freuen sich vielleicht über Dinge, die du nicht mehr gebrauchen kannst.

Schritt 2: Fenster, Türen und Lampen reinigen

Im nächsten Schritt steht das Wischen im Vordergrund. Verhilf allen Fenstern zu neuem Glanz und kümmere dich anschließend um alle Türen. Denn auch an den Türoberflächen und -rahmen sammelt sich mit der Zeit Schmutz, der entfernt werden will.

Wenn du die Leiter schon einmal da hast, kannst du in diesem Schritt auch sämtliche Lampen abstauben. Das Gardinenwaschen gehört ebenfalls zum Putz-Programm.

Tipp: Der Frühling ist ein guter Zeitpunkt, um bei Bedarf Fliegenschutzgitter oder Pollenschutzvliese an den Fenstern zu montieren.

Schritt 3: Die Küche und das Bad grundreinigen

Im nächsten Schritt kannst du ins Detail gehen – am besten in der Küche und im Bad. Hier gibt es einige Stellen, die man im Alltag wenig beachtet. Beim Frühjahrsputz kannst du die Geschirrschränke und Besteckschubladen auswischen. Es bietet sich auch an, den Kühlschrank zu reinigen und bei Bedarf das Gefrierfach abtauen zu lassen. Reinige die Dunstabzugshaube und die Schrankoberflächen gründlich. Wenn du den Vorratsschrank noch nicht in Schritt 1 kontrolliert hast, ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen. Im Bad solltest du neben Spiegel, Dusche, Badewanne und Toilette auch Fliesen und Boden ordentlich reinigen.

Erfahre hier, an welchen Orten im Haushalt sich Bakterien, Keime und Viren wohlfühlen.

Schritt 4: Zimmer für Zimmer

Nun hast du das Gröbste bereits hinter dir. Im vorerst letzten Schritt deines Putzplans kannst du Zimmer für Zimmer nochmal kritisch unter die Lupe nehmen. Im Schlafzimmer bietet es sich an, die Winterbettdecken zu reinigen und gegen leichte Sommerdecken zu tauschen. Im Badezimmer kannst du nun auch die Handtuchregale oder den Waschbeckenunterschrank reinigen. Abschließend saugst und wischst du die Böden – auch unter dem Sofa oder dem Bett.

Schritt 5: Dein strahlendes Zuhause genießen

Der Frühjahrsputz ist geschafft – du kannst stolz auf dich sein! Jetzt ist eine gute Gelegenheit, mit kleinen Deko-Elementen den Frühling einziehen zu lassen. Zum Beispiel mit Kissenbezügen in Pastellfarben für dein Sofa. Auch ein schöner Frühlingsstrauß trägt zum Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden bei. Besonders viel Spaß macht das Einkaufen von kleinen Deko-Artikeln, wenn du sie durch den Erlös deiner entrümpelten Sachen verdienen konntest.

Viele Hände schnelles Ende: Alle putzen mit

Wer zusammen mit anderen wohnt, sollte alle mit einspannen, wenn es an das Großereinemachen geht. Teile zum Beispiel deinen Kindern altersgerechte Aufgaben zu. Das reicht vom einfachen Sortieren von Spielzeug bis hin zum Staubwischen auf den unteren Schrankebenen.

Wer in einer Wohngemeinschaft lebt, sollte ebenfalls alle Mitbewohner für die Putzaktion begeistern. Tipp: Mittlerweile sind zahlreiche Apps erhältlich, die in WG-Haushalten oder großen Familien bei der Aufgabenverteilung helfen.

Unfälle beim Frühjahrsputz vermeiden

Um Unfälle in Küche und Co. zu vermeiden, solltest du beim Großputz ein paar Grundregeln beachten. Besonders unfallgefährlich sind beispielsweise alle Aktionen in der Höhe. Klar kannst du die Deckenlampe entstauben, wenn du den wackligen Küchenstuhl auf den Tisch wuchtest und nach oben kletterst. Eine vernünftige Trittleiter bietet dir allerdings eine sicherere Hilfe. Diese sollte rutschfeste Füße haben und stabil genug sein, um dich und einen Putzeimer zu tragen. Wer auf einer gewöhnlichen Leiter waghalsig auf der Treppe balanciert, riskiert sein Leben. Dafür gibt es Spezialleitern und nur die solltest du benutzen, um Stürze zu verhindern. Noch besser ist es, mit beiden Füßen fest auf dem Boden zu bleiben. Mit einer Teleskopstange schickst du den Putzlappen dann alleine in die Höhe.

Hier sind einige Tipps im Überblick, um Putzunfälle im Haushalt zu vermeiden:

  • Stelle dich nur auf sichere Tritte oder Leitern – nicht auf Fensterbänke, Stühle oder Tische.
  • Ziehe festes Schuhwerk an, damit du nicht ausrutschst oder in wackeligen Hausschuhen umknickst.
  • Gardinen aufhängen ist zu zweit leichter und ungefährlicher – einer steht auf dem Stuhl, der andere reicht an und sichert.
  • Das Staubsaugerkabel solltest du direkt nach der Nutzung wieder einrollen, ansonsten wird es zur Stolperfalle.
  • Bei Kindern im Haushalt ist Folgendes wichtig: Halte Putzmittel außer Reichweite und unter Verschluss. Geeignete Orte sind hohe oder abschließbare Schränke. Erhalte in folgendem Beitrag die Antworten auf die Frage: Wie gefährlich sind Reinigungsmittel?
  • Lehne dich nie zu weit aus dem Fenster – lieber ein kleiner Schmutzfleck in der Ecke, statt in die Tiefe zu stürzen!

Spätestens, wenn es über den einfachen Frühjahrsputz hinausgeht und Ausbesserungen an elektrischen Leitungen oder dem Dach fällig sind, sind Profis gefragt. Die haben nicht nur das Know-how und die Ausrüstung, sondern auch die richtige Versicherung, falls mal etwas schiefgeht.

So schützt die Unfallversicherung

Du stolperst im Büro über das Druckerkabel und verstauchst dir den Fuß? Unangenehm, aber hier greift für Angestellte die gesetzliche Unfallversicherung. Die übernimmt teils Kosten für Physiotherapie und andere Reha-Maßnahmen, die dir wieder auf die Beine helfen. Anders sieht es bei Unfällen im Haushalt und der Freizeit aus. Diese Bereiche deckt die gesetzliche Unfallversicherung nicht ab. Gerade das eigene Haus ist der Ort, an dem es oft zu Verletzungen mit schwerwiegenden Folgen kommt. Ein Bänderriss oder Knochenbruch ist schnell passiert und braucht viel Zeit zum Heilen. Wer fängt zusätzliche Kosten und finanzielle Einbußen in dieser Zeit auf? Wer betreut die Kinder, den Hund oder pflegebedürftige Familienmitglieder? Solche Sorgen braucht gerade nach einem Unfall niemand. Ein guter Grund, rechtzeitig eine private Unfallversicherung abzuschließen.

Wer nicht als Angestellter über ein Unternehmen geschützt ist, muss besonders auf sich aufpassen. Das gilt zum Beispiel für Elternteile, deren Job die Kinder sind, und auch Senioren. Wenn ihnen zwischen Garten und Küche ein Unfall passiert, sind zwar die Leistungen der Krankenkasse eine erste Hilfe. Die reichen aber meist nicht aus, um alle Folgen abzufangen. Besonders riskant ist es für Selbstständige, wenn ihnen Unfälle passieren. Wer sich bei einem Unfall im Haushalt so verletzt, dass er zumindest für eine Weile nicht mehr arbeiten kann, steht plötzlich ohne Einkommen da. Dafür aber oft mit mehr Kosten. In so einem Fall kann die private Absicherung das Leben nicht nur leichter machen, sondern die Existenz retten.

Eine Versicherung, auch für den schlimmsten Fall

Niemand denkt gerne darüber nach, dass er beim Frühjahrsputz zum Pflegefall werden könnte. Aber schon alleine zum Schutz der eigenen Familie sollte man sich zumindest mit dem Thema auseinandersetzen und sich entsprechend absichern. Denn auch das ist eine Leistung der privaten Unfallversicherungen. Neben einmaligem Schmerzensgeld oder medizinischen Leistungen zahlen sie auch lebenslange Renten oder behindertengerechte Umbaumaßnahmen im Haus, wenn es hart auf hart kommt. Im schlimmsten Fall bekommen die Hinterbliebenen finanzielle Unterstützung. Das ist gut zu wissen. Eine vernünftige Trittleiter solltest du dann aber trotzdem anschaffen, damit Unfälle gar nicht erst passieren.

Fazit: Klar Schiff machen mit Rettungsring

Ein gründlicher Frühjahrsputz hebt die Stimmung, aber birgt auch Gefahren. Denn der eigene Haushalt ist der Ort, an dem die meisten Unfälle passieren. Mit ein paar grundlegenden Sicherheitsregeln beugst du Verletzungen vor. Falls doch mal etwas passiert, schützt dich eine private Unfallversicherung.

Sichert dich für alle (Un)Fälle ab: die private Unfallversicherung der Generali.

Ein Unfall ist schnell passiert - die Unfallversicherung der Generali schützt Sie vor den finanziellen Folgen

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