Es klingt ja schon fast etwas abgedroschen, wenn ich dir erzähle, dass Sport gesund ist. Ich erzähle dir lieber die Gründe, wieso ich mich, als blutiger Laufanfänger, dazu entschieden habe, mit dem Laufen anzufangen.

Mein Motto: "Klar möchte ich etwas für meine Fitness tun, aber Laufen hasse ich - ich habe keinen Cardiokörper, das was du hier siehst, ist eher so ein Wellnessding.“

 

Abnehmen und Fitness

Wenn ich vom „Wellnessding“ rede, betitele ich meinen Körper damit sehr wohlwollend.
In Wirklichkeit muss ich die Augen öffnen und sehe im Spiegel den Körper eines Vierzigjährigen, der die letzten Jahren sportlich vernachlässigt und mit sehr gutem Essen gefüttert wurde. Es wird also höchste Zeit, diesen Zustand wieder zu verbessern.

Laufen formt nicht nur den Körper, es trainiert auch das Denken - und du lernst viel über den eigenen Körper. Bei meinem ersten Lauf, den du auf Instagram-Stories im Account von @generali_deutschland verfolgen konntest, lernte ich beispielsweise, dass ich fit wie ne Wurst bin. Die Weinbergschnecken zogen an mir in Blitzgeschwindigkeit vorbei. So kam es mir zumindest vor.

Aber in dieser Stunde „Laufen“, die mehr oder weniger daraus bestand zwei Minuten zu Joggen und zwei Minuten zu Gehen, verbrannte ich ca. 600 Kalorien. Ein erster Erfolg.
Pro Stunde verbrennst du beim Laufen – je nach Gewicht und Fitnesslevel – etwa 400-900 Kalorien: Es lohnt sich also wirklich!

Es gibt sicher auch andere Möglichkeiten sportlich Gewicht zu reduzieren, aber die Kombination aus Laufen, Muskeltraining und gesunder Ernährung ist sicher eine der effektivsten.

 

Sportlicher Ausgleich

Ich möchte nicht nur fit werden und meine Ausdauer erhöhen, ich brauche auch einen sportlichen Ausgleich zu meiner Bürotätigkeit.
Ich sitze acht bis zwölf Stunden auf meinem Bürostuhl in einer gekrümmten Position, über die sich der Glöckner von Notre Dame scheckig lachen würden. Die einzige Bewegung, die ich vollziehe ist die, wenn ich mit dem Stuhl rückwärts zum Drucker rolle um dort Dokumente abzuholen.

Seit dem ich angefangen habe, morgens zu laufen, komme ich nach einer erfrischenden Dusche ganz anders ins Büro: leicht schlapp, aber mit dem richtig guten Gefühl, schon vor der Arbeit etwas für meinen Körper getan zu haben. Das beeinflusst meinen ganzen kommenden Tag. Ich genieße die Kleinigkeiten viel mehr, bin enthusiastischer bei der Arbeit, ich habe neue frische Ideen und bin nicht in eingefahrenen Mustern unterwegs. Ich genieße meinen Tag und die Arbeit viel mehr, da ich weiß, dass es auch noch etwas anderes gibt - frische Luft, Natur, Wälder, zwitschernde Vögel und die plätschernden Bäche auf meiner Waldjoggingstrecke.

 

Sport verlängert dein Leben

Eine wichtige Sportwissenschaftler und Professoren für Herzkrankheiten vertreten die Meinung, dass man durch körperliche Aktivität seine Lebenszeit um drei bis sieben Jahre verlängern kann. Außerdem wirkt ein sportlicher Lebensstil als Antidepressivum, hat positive Einflüsse auf die Entstehung von Demenz und verbessert die kognitiven Fähigkeiten.

Ob der Sport nun tatsächlich das halten kann, was die Studien versprechen, sei mal dahin gestellt und kommt sicher auf den Einzelfall an, aber in jedem Fall stärkt Ausdauertraining das Herz und kräftigt den Körper im Ganzen. Das kann sich nur positiv auf das Lebensalter auswirken.

 

Medizinische Gründe

Wie im letzten Abschnitt bereits angesprochen, wird die  Herzmuskulatur gestärkt. Ein starkes Herz arbeitet besser und länger, weil es besser durchblutet wird und Bluthochdruck reduziert.

Der Energie- und Kalorienumsatz wird auf einem guten Level gehalten. Volkskrankheiten, die aus Übergewicht und Adipositas entstehen können, werden vorgebeugt.

Laufen ist gut für die Knochensubstanzneubildung.  Wenn ich heute schon der Osteoporose (Knochenschwund) im Alter vorbeugen kann - ja ok wieso eigentlich nicht.

Durch das Laufen wird der Cholesterinspiegel gesenkt. Du bist nicht mehr so anfällig für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall.

Beim Laufen greift der Körper auf Kohlenhydrate und Fette als Energielieferant zurück. Der Zucker im Blut wird verbraucht, der Blutzuckerspiegel wird gesenkt und somit auch das Risiko an Diabetes zu erkranken.

 

Pausen und Schlaf

Pausen sind beim Laufen, wie auch bei anderen Sportarten sehr wichtig. Der Körper muss sich nicht nur in der Anfangszeit an die neue Belastung gewöhnen - er braucht auch eine Regenerationsphase für die Muskeln. Pausen schützen außerdem die Gelenke und Sehnen vor Überlastung.

Wer läuft hat aber auch einen gesünderen Schlaf - zumindest schlafe ich abends leichter ein, habe eine längere Tiefschlafphase und wache nachts nicht mehr auf. Ich fühle mich viel erholter.

 

Abschalten, glücklich sein und weitermachen

Längeres Lauftraining versetzt in einen meditativen Zustand. Gut, zugegeben - in dieser Phase befinde ich mich noch nicht. Ich habe nicht den sogenannten „Tunnelblick“ und meditiere beim Laufen.

Was ich allerdings bemerkt habe, ist dass mir meine Waldläufe, wenn sie auch am Anfang in den Beinen schmerzen, beim Abschalten vom Alltagsstress helfen. Ich bekomme den Kopf frei - Schuhe an…Musik auf die Ohren und ab geht die Luzie.

Es soll Menschen geben, die bei einer Packung Chips und einem kühlen Blonden wunderbar auf der Couch herunterkommen - ich bevorzuge tatsächlich die aktivere Variante.
Ich liebe es in der Natur zu sein, um anschließend wieder voller Tatendrang weiterzumachen.

Ich hasse aber auch diese schmerzliche Gefühlsachterbahn, wenn nach den ersten Kilometern die Beine anfangen zu brennen und man am liebsten seinen Körper auf das nasse Waldmoos legen möchte.

Das ist der Punkt an dem man weitermachen muss - den inneren Schweinebär besiegen - man legt Meter für Meter zurück. Der Zustand der inneren Glückseligkeit tritt bei mir dann erst unter der erfrischenden Dusche ein und gibt mir ein gutes Gefühl, etwas geschafft zu haben.

 

Wir schaffen das!

Mit dem Laufe bringe ich meinen Körper an seine Grenzen, gebe ihm Belastungen, die ich so bisher nicht kenne. Ja Ja Ja…ich fluche beim Laufen.

Ich lerne aber dabei, nicht aufzugeben. Wenn ich es schaffe, meinen Körper über seine Grenzen zu bringen und den inneren Schweinebär zu besiegen, kann ich auch ganz andere Dinge. Es stärkt mein Selbstbewusstsein und ich baue mentale Stärke auf.

Du und ich können entweder den Kopf in den Sand stecken und sagen, dass wir dieses oder jenes nie schaffen werden. Wir können aber auch einen Weg suchen, mit dem wir unser, ergo du dein und ich mein Ziel erreichen können.

Stell dich einer Herausforderung, dann wirst du daran wachsen und ein stärker belastbarerer Mensch sein. Schieb nichts mehr vor dir her. Heute und jetzt ist genau der richtige Augenblick etwas zu machen, was du schon immer tun wolltest.

Das schwierigste am Laufen ist tatsächlich der erste Schritt. Worauf wartest du noch? Schnür deine Laufschuhe und los geht’s! Lauf mit mir und #GeneralibewegtDeutschland

 

Über Jens – Fitnessfoodblog Kochhelden.TV

Jens Glatz ist nicht nur Foodblogger, sondern vor allem Ernährungs- und Fitnesscoach. Auf seinem Fitnessfoodblog Kochhelden.TV kocht der studierte Betriebswirt leckere Gerichte, die gesund sind und Lust auf mehr machen. Regelmäßig erweitert Jens mit seiner Art zu Kochen den geschmacklichen Horizont seiner Leser und Zuschauer. Mit seinem Mix aus leckeren Gerichten, Reisen, Bildern und Videos gepaart mit seiner fröhlichen Art ist Jens eine feste Größe im deutschsprachigen Foodblogger-Kosmos. Doch jetzt steht Jens vor neuen Herausforderungen. Auf den Generali Kanälen wird er an seine Grenzen gehen, das Laufen in seinen Alltag integrieren und euch auf seine Reise mitnehmen! Das große Ziel vor Augen: eine Laufdistanz beim Marathon in München mitlaufen.