Bei einer Schwangerschaft fragen sich viele Frauen, ob sie den Arbeitgeber informieren müssen. Weiterhin ist die Frage, ob überhaupt eine gesetzliche Mitteilungspflicht besteht. Aufgrund des Mutterschutzgesetzes sind schwangere Frauen und junge Mütter während des Berufes geschützt. Sie dürfen nicht mehr schwer arbeiten, wenn sie sich in einer Schwangerschaft befinden und der Arbeitgeber darf ab Beginn einer Schwangerschaft keine Kündigung mehr aussprechen. Damit diese Vorschriften auch eingehalten werden können, muss die Arbeitnehmerin den Arbeitgeber aber über ihre Schwangerschaft informieren.

Keine grundsätzliche Mitteilungspflicht laut Mutterschutzgesetz

Es besteht keine grundsätzliche Mitteilungspflicht gegenüber dem Arbeitgeber, wenn eine Angestellte schwanger wird. Im Mutterschutzgesetz ist stattdessen aber eine Soll-Vorschrift enthalte, da eine solche Mitteilung sehr empfehlenswert ist. Nur dann kann der Arbeitgeber nämlich entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen und den Kündigungsschutz beachten, der für werdende Mütter gilt. Mit der Mitteilung über die Schwangerschaft sollte auch der mutmaßliche Tag der Entbindung angegeben werden. Der Arbeitgeber muss dann die zuständige Aufsichtsbehörde informieren, darf aber keine Dritten wie zum Beispiel andere Kollegen in Kenntnis setzen.

Ausnahmen zur Mitteilungspflicht

Es kann sich aber trotzdem die Pflicht ergeben, bei einer Schwangerschaft den Arbeitgeber zu informieren. Dies geschieht insbesondere dann, wenn die Treuepflicht der Arbeitnehmerin verletzt werden würde. In bestimmten Fällen ist es sehr wichtig für den Arbeitgeber, über eine Schwangerschaft seiner Angestellten informiert zu sein. Dies ist insbesondere wichtig, wenn die Arbeit mit besonderen Risiken verbunden ist oder wenn die Suche nach einem passenden Ersatz zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde, weil die Arbeit sehr komplex ist. Der Arbeitgeber muss dann rechtzeitig vor Beginn des Mutterschutz-Zeitraums mit der Suche beginnen.

Wie bei Schwangerschaft den Arbeitgeber informieren?

Sollte der Verdacht aufkommen, dass Sie sich in einer Schwangerschaft befinden, so sollten Sie dies Ihrem Arbeitgeber so schnell wie möglich kommunizieren. Dies können Sie also mündlich, telefonisch, per Brief oder per E-Mail machen. Da die schriftliche Form viel besser nachgewiesen werden kann, ist sie auch empfehlenswerter. Beispielsweise kann man bei der Post den Brief als Einschreiben versenden. Zumindest ist man dann auf der sicheren Seite.