Endlich frei - letzter Schultag ist geschafft und der Prüfungsstress endlich vorbei. Die Freizeit kehrt für viele wieder zurück und freuen sich auf den schönen langen Sommer, bevor der Ernst des Lebens beginnt, das Studium oder der erste Ausbildungstag. Viele Schüler nutzen diese Übergangsphase zwischen Schule und Studium oder Ausbildung, um ein Praktikum zu machen und Erfahrungen im Ausland zu sammeln.

Oft steht dabei auch eine wichtige Frage im Raum: Müssen sich die nicht-mehr-Schüler und noch-nicht-Arbeitenden arbeitslos melden? Schließlich arbeiten sie ja nach der Schule nicht. Diese Frage ist auch für die Eltern sehr wichtig, denn davon hängt die Weiterzahlung des Kindergeldes ab.

Regelung erlaubt bis zu vier Monate zwischen zwei Ausbildungsabschnitten

Wenn Schüler innerhalb von vier Monaten nach dem Ende Ihrer Schulzeit ein Studium, eine Ausbildung oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr machen, dann müssen sich diese Menschen nicht arbeitslos melden. Der Anspruch auf Kindergeld bleibt bestehen, und zwar bis zum 25. Geburtstag. Weiterhin kann ein Zeitraum von bis zu vier Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten für die Rentenanwartschaft anerkannt werden, ohne dass man sich beim Jobcenter arbeitssuchend melden muss.

Alle Bewerbungen dokumentieren

Schulabgänger, die innerhalb der vier Monate keinen Ausbildungsplatz oder Platz an der Uni gefunden habe, müssen belegen, dass sie seriöse Bemühungen unternommen haben, sich um einen Platz zu bemühen. Ein Tipp ist sich sämtliche Bewerbungen und Absagen sorgfältig aufzubewahren. Die Bewerbungsversuche sollten so ausführlich wie möglich schriftlich dokumentiert werden. Sind die vier Monate überschritten, so haben die Schulabgänger die Pflicht sich beim Jobcenter arbeitslos zu melden. So können sie spätere leistungsrechtliche Nachteile vermeiden.