Corona stellt die gesamte Gesellschaft auf die Probe. Mehr denn je ist nun der Partnerschaftsgedanke wichtig, die Solidarität untereinander und ein starker Zusammenhalt. Während manche das letzte Toilettenpapier hamstern, fragen sich andere: Wie kann ich Mitmenschen, die jetzt besonders Hilfe benötigen, meine Hilfe anbieten und im Gegenzug selbst Hilfe bekommen? Es liegt dabei nahe, diejenigen Menschen im unmittelbaren Umfeld zu unterstützen und Nachbarschaftshilfe zu leisten. Doch auch Nachbarschaftshilfe sollte gezielt und geplant stattfinden. Wir haben hier einige Anregungen zusammengetragen, wie du mit deinem Einsatz unterstützen und dich gewinnbringend in die Nachbarschaft einbringen kannst.

Effektive Nachbarschaftshilfe: Das kannst du tun

Am sinnvollsten ist es immer, Menschen, denen man seine Hilfe anbieten möchte, zunächst zu fragen, ob sie das überhaupt möchten und wenn ja, in welcher Form. Überlege dir also, wer in deiner Nachbarschaft Hilfe brauchen könnte und frage die betreffenden Personen dann, inwiefern du ihnen behilflich sein kannst. Vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke und Behinderte haben in der Regel einen höheren Bedarf an Unterstützung durch andere.

Hier einige Vorschläge, welche Hilfe du ihnen anbieten kannst:

  • Einkaufen gehen: Panik- und Hamsterkäufe führen dazu, dass manche Lebensmittel für den täglichen Gebrauch immer wieder ausverkauft sind. Ausgangsbeschränkungen tun das Übrige. Und wer hat das Nachsehen? Das sind natürlich diejenigen, die gebrechlich und krank sind und deswegen nicht schnell genug waren. Biete also Menschen, die möglicherweise hier einen Bedarf haben an, für sie einkaufen zu gehen, zum Beispiel einmal die Woche.
  • Rezepte beim Arzt und Medikamente in der Apotheke abholen: Bestimmte Personengruppen wie Ältere oder chronisch Kranke haben einen höheren Bedarf an ärztlichen Rezepten und Medikamenten. Biete an, regelmäßig Rezepte für sie beim Arzt zu holen und sie in der Apotheke einzulösen.
  • In Kontakt bleiben: In Zeiten von social distancing ist mancher noch einsamer als zuvor. Alternativen zu Besuchen sind Telefonate, Skype-Gespräche, WhatsApp etc. Erkundige dich bei Menschen, von denen du weißt, dass sie einsam sind, regelmäßig auf diesem Wege nach ihrem Befinden.
  • Kinderbetreuung: Schulen und Kitas sind geschlossen und manche Eltern stehen vor dem Problem, dass sie eine Kinderbetreuung benötigen. Stundenweise Kinder zu beaufsichtigen ist also auch eine Möglichkeit, Nachbarschaftshilfe zu leisten. Achte dabei aber auf die jeweiligen Vorschriften und Regelungen.
  • Fahrservice: Manche Menschen können nicht selbst fahren und können nun auch nicht mehr wie gewohnt auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen. Besuche beim Arzt etc. können aber dennoch notwendig sein. Biete also deine Fahrdienste an.
  • Den Hund ausführen: Wenn Betroffene dies nicht mehr selbst leisten können oder dürfen, kannst du auch dadurch ein gutes Werk tun, indem du ihre Vierbeiner regelmäßig ausführst.

Nachbarschaftshilfe bündeln und planen

Wie du siehst – schon mit einem minimalen Einsatz kannst du anderen Menschen helfen, ihnen ihre Sorgen nehmen und sie mit deiner Unterstützung im Alltag entlasten. Wenn du gleich loslegen und deine Hilfe anbieten möchtest, kannst du das ganz einfach unter wirhelfen.eu machen. Dort kannst du Menschen in deiner unmittelbaren Nähe unterstützen, selbst Hilfe in Anspruch nehmen und dich gleichzeitig noch fit halten. Werde jetzt Teil der Community, denn gemeinsam können wir mehr bewegen!

Nachbarschaftshilfe ist umso effektiver, je geplanter und organisierter sie angeboten wird. Eine weitere Möglichkeit Möglichkeit besteht darin, sich bei renommierten Organisationen wie der Diakonie, der Caritas oder der Arbeiterwohlfahrt zu erkundigen, wie du dich in deinem unmittelbaren Umfeld einsetzen kannst. Der Caritas Bundesverband hat etwa eine Liste mit Tipps veröffentlicht, wie du helfen kannst. In dieser Liste steht beispielsweise, dass du in Heimarbeit Behelfsmasken für Caritas-Dienste nähen kannst, denn Mundschutzmasken sind aktuell überall Mangelware.

Ebenfalls eine Idee sind örtliche Vereine: Da derzeit Menschenansammlungen verboten sind und das Vereinsleben überall brach liegt, könnt ihr euch innerhalb eures Vereins online oder per Telefon kurzschließen, ob ihr zusammen Hilfsaktionen für die Nachbarschaft auf die Beine stellt. Ein Verein bedeutet, dass funktionierende organisatorische Strukturen bereits vorhanden sind. Diese kann man in der Coronakrise nutzen und sich gemeinsam für das Gemeinwohl einsetzen.

Nicht zuletzt haben viele Hilfsorganisationen wie zum Beispiel ehrenamtliche Tafeln derzeit damit zu kämpfen, dass Spenden ausbleiben und ältere Mitarbeiter nach Hause geschickt werden müssen. In der Folge gibt es weniger Angebote für Bedürftige oder die Einrichtungen leiden an akutem Personalmangel. Auch das ist ein mögliches Betätigungsfeld: entweder selbst Hand anlegen in einer solchen Einrichtung oder etwa Lebensmittel und andere Gebrauchsgüter wie Desinfektionsmittel sammeln und spenden.

Gemeinsam stark sein: Jetzt ist Zusammenhalt gefragt

In Krisenzeiten ist es umso wichtiger, dass man sich gegenseitig unterstützt und zusammenhält. Das gilt nicht nur für eine Nachbarschaft, sondern auch für verantwortungsvolle Partner. Deshalb richtet die Generali Deutschland AG einen Nothilfefonds in Höhe von 30 Mio. € ein und wird mit konkreten Initiativen ihre Kunden und Geschäftspartner in Deutschland unterstützen, die von der Covid-19-Pandemie besonders schwer betroffen sind und sofortige Hilfe benötigen.

Giovanni Liverani, der CEO der Generali Deutschland AG, sagt: „Wir als Generali sind der Life-time Partner für unsere Kunden und Vertriebspartner. In diesen herausfordernden Zeiten werden wir mit einem Nothilfefonds konkret helfen und kleinen Unternehmen wie Restaurants und Hotels sowie unseren jungen Geschäftspartnern, die von Sperrmaßnahmen betroffen sind, eine außerordentliche finanzielle Unterstützung zukommen lassen und damit zu deren Erhalt und zum Wohlergehen der Gemeinschaft beitragen.

Hilfsbereitschaft, Solidarität und Zusammenhalt ─ nur mit diesen Werten lässt sich eine Krise wie die aktuelle gemeinsam bewältigen. Deshalb: Bringe dich ein, unterstütze Hilfsbedürftige und natürlich: Bleib gesund!

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