Wusstest du, dass jedem Menschen pro Tag bis zu 50.000 Gedanken durch den Kopf gehen? Es ist also nicht verwunderlich, dass es den meisten Menschen schwerfällt, den überaktiven Geist zu befrieden. Hier kommt Meditation ins Spiel. Meditation wird seit Jahrtausenden von buddhistischen Mönchen praktiziert. Sie trainiert den Geist, um Konzentration, Klarheit, emotionale Positivität und innere Ruhe zu fördern. Ähnlich wie Yoga findet diese uralte Praxis heute in der modernen Welt eine breite Anwendung. Erfahre hier, wie Meditation deine Zufriedenheit und deine Gesundheit steigern kann.

Verbesserte Konzentration

Es ist leicht, sich in der heutigen hypervernetzten Welt ablenken zu lassen. Zudem kann es sich als schwierig erweisen, das Hintergrundrauschen rauszufiltern – gerade dabei kann Meditation helfen. Studien zeigen, dass sie die Aufmerksamkeit stärkt, indem sie lehrt, wie man sich konzentrieren und seine Gedanken bewusst wahrnehmen kann. Darüber hinaus erhöht Meditation den Anteil der grauen Substanz im Gehirn, insbesondere in den Bereichen, in denen Emotionen und Reaktionen gesteuert werden. Dies führt zu verbesserter Konzentration, Gedächtnisleistung und Lernfähigkeit.

Weniger Stress

Stress kann sehr großen Schaden an der körperlichen und geistigen Gesundheit anrichten. Er löst Angst aus, erhöht den Blutdruck und verursacht andere damit verbundene Erkrankungen. Glücklicherweise kann die durch Meditation ausgelöste Entspannungsreaktion helfen. Es ist erwiesen, dass diese Reaktion die Muskelspannung, den Blutdruck und die Herzfrequenz senkt, die Atmung verbessert und die Hirnströme verlangsamt.

Ein gesünderer Geist

MRT-Aufnahmen des Gehirns zeigen, dass der Stressreaktion steuernde Bereich, in dem der „Kampf-oder-Flucht“-Mechanismus ausgelöst wird, nach zwei Monaten Meditation schrumpft. Gleichzeitig wächst der präfrontale Kortex, von dem angenommen wird, dass er mit dem sozialen Verhalten und der Entscheidungsfindung verbunden ist. Dies deutet darauf hin, dass Meditation dem Geist dabei helfen kann, sich von seinem Stresszentrum – der Amygdala – zu lösen.

Besserer Schlaf

Etwa 30 % der Erwachsenen weltweit haben Schlafprobleme, die oft mit Stress und einem überaktiven Geist zusammenhängen. Meditation hilft dabei, den Geist zu beruhigen, indem sie es ermöglicht, sich auf die Gegenwart zu konzentrieren, die Gedanken zu entwirren und mehr Klarheit und Kontrolle über die eigenen Reaktionen zu erlangen. Das wiederum trägt zu einem erholsameren Schlaf bei.

Verlangsamte Hirnalterung

Studien zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen Meditation und Hirnalterung besteht. Eine Steigerung der mentalen Konzentration und Flexibilität durch Meditation kann helfen, den Geist vor kognitivem Verfall zu schützen. Andere Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung und Bildung sind zwar wichtig, aber auch das Gehirn muss regelmäßig trainiert werden!

Wie meditierst du richtig?

Jeder kann von den positiven Effekten der Meditation profitieren. Doch wo soll man beginnen? Nimm dir für den Anfang jeden Tag ein bisschen Zeit, um dich in Meditation zu üben. Suche dir einen ruhigen Ort, an dem du dich wohlfühlst. Schalte dein Handy und andere Störfaktoren aus. Zehn Minuten täglich sind für den Anfang vollkommen ausreichend. Nimm in bequemer Kleidung Platz auf einem Stuhl oder auf einem Sitzkissen am Boden. Setze dich gerade hin und schließe die Augen. Atme fünf Mal tief ein und aus. So wirst du ruhiger und dein Körper beginnt sich zu entspannen. Konzentriere dich weiter auf deinen Atem. Beobachte, wie sich dein Brustkorb hebt und senkt, fühle, wie der Atem deine Nasenspitze streift. Anfangs werden dir wahrscheinlich viele verschiedene Gedanken kommen. Du wirst an die Arbeit denken, an die Familie oder an das, was du eigentlich gerade tun musst. Versuche, dich immer wieder auf deine Atmung zurückzubesinnen. Egal, welche Gedanken dir kommen: diese zehn Minuten widmest du deinem Atem. Halte durch!

Du wirst merken: mit der Zeit fällt dir die Meditation immer leichter. Du kannst deine Gedanken besser kontrollieren und schaffst es nach und nach länger zu meditieren. Wenn du regelmäßig meditierst und sich die Ruhe der Meditation auf Situationen in deinem Alltag überträgt, profitierst du schon bald von einem ruhigeren Geist, besserer Konzentration und weniger Stress. Viel Erfolg!

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