Das Schöne am Laufen ist ja, dass man frei in seinen Entscheidungen ist. Es gibt keine Öffnungszeiten eines Studios, an die man sich halten muss. Man muss keine Geräte in den Urlaub mitnehmen. Laufen kann man immer und überall. Wir benötigen dafür nicht einmal eine befestigte Straße.

Ich habe für dich alle möglichen Laufuntergründe getestet und hier kommen meine Gründe, wieso ich lieber im Wald laufe, als auf der Straße, dem Schotter oder dem Sand.

 

1. Sand

Starten wir mit dem Test beim Sand. Ich war diese Woche in Kiel am Strand und habe die Laufschuhe ausgepackt. Bei Sand spalten sich die Geister. Auf glattem, hartem Sand, wie zum Beispiel am Ufer eines Strandes kann man mit guten Laufschuhen, die nicht zu flexibel aber auch nicht zu arg gedämpft sind, sehr gut laufen. Wird der Sand aber weich und uneben, muss ich dir nicht sagen, was das für eine Plackerei wird. Das führt oft zu Überlastung und ist sehr kräfteraubend. Fazit: Harter Sand ja, weichen Sand meiden.

 

2. Schotterpiste

Auf harten Naturwegen und Schotterpisten unterwegs zu sein, ist nicht nur als Rallyefahrer ein Abenteuer. Schotter dämpft zwar besser als Asphalt, da mit jedem Schritt Steine wegrutschen und der Untergrund beweglich ist, aber eben darin liegt auch die Gefahr. Ein Wegrutschen birgt Verletzungsgefahr und einen hohen Kraftaufwand.

 

3. Laufband

Hochwertige Laufbänder bieten eine hochwertige Dämpfung und gleichzeitig eine hervorragende Möglichkeit ein Training bei Gewitter, Hagel und Sturmflut zu absolvieren.

Für mich ist das aber nichts. Ich kann mich nicht daran gewöhnen, dass ich auf der Stelle laufe und der Boden sich unter mir bewegt. Ich habe da immer die Bilder von Pleiten, Pech und Pannen im Hinterkopf, wenn es einen übermotivierten Laufbandjunkie in einem Moment der Unachtsamkeit rückwärts vom Band gegen die nächste Hantel-Stange schleudert. Genauso einer wäre ich.

 

4. Gras/Rasen

Gras bietet eine optimale Dämpfung gegen Einflüsse. Kein Untergrund ist angenehmer für einen Barfußlauf, als kühles Gras. Beim Barfußlaufen werden Fußgelenk und Unterschenkelmuskulatur auf eine fantastische Art und Weise trainiert.

Dies ist so lange der Fall, bis man in eine Distel, Glasscherbe oder rostige Nägel rennt. Hier ist Vorsicht geboten. Meidet diese Gegenstände, wenn ihr unterwegs seid. Ich möchte auch auf die Gefahren von Maulwurfshügeln, Mauselöchern und Baustellengruben eingehen. Umrundet diese weiträumig, es könnte zu Verletzungen durch Umknicken und Hineinstürzen kommen.

 

5. Asphalt

Die Asphaltpiste hat nicht nur Nachteile. Für Highspeed-Läufer ist der feste Untergrund bestens geeignet. Hohes Tempo und eine geringe Verletzungsgefahr sprechen für diesen Untergrund.

Der Fairness halber und das der Asphalt nicht zu schlecht wegkommt, sei erwähnt, dass der Nachteil des harten abgedämpften Untergrunds mit guten funktionalen Laufschuhen ausgeglichen werden kann, sodass ein Training für Wettkämpfe, die meistens auch auf Asphalt stattfinden mit bis zu 2 Stunden kein gesundheitliches Problem darstellen sollten. Jeder der länger läuft, hat meistens die Erfahrung und weiß, was er tut.

Für Anfänger kann der Asphalt auch ein ideales Trainingsterrain sein, da dieser Untergrund weniger Kraft fordert, als andere Untergründe.

 

6. Trail – Waldlauf

Vielfalt des Trails

Ein Waldlauf strengt mehr an, als ein Lauf auf Straße. Auf unebenen Waldboden ist der Gleichgewichtssinn mehr gefordert, als auf einer flach betonierten Asphaltfläche. Jeder Schritt will gut überlegt sein und der ganze Körper arbeitet mit. Kein Schritt gleicht dem anderen und der Körper ist von Kopf bis Fuß auf Konzentration ausgerichtet. Sowohl Bergaufläufe, als auch Bergabläufe beanspruchen nicht nur deine Konzentration, sondern auch eine Vielzahl von Muskeln.

Schönheit der Natur versus Autogestank der Straße

Es gibt wohl nicht besseres, als durch einen Wald zu laufen, den Vögeln beim Singen zuzuhören, den leichten Wind durch die Bäume zu genießen, dem Rauschen des Waldes und Plätschern des Baches zu lauschen und endlich mal nach einem harten Arbeitstag runter zu kommen. Das würde ich niemals gegen eine harte Betonstraße und den Autogestank eintauschen wollen.

I don´t like Fußgelenk-Gulasch

Letzte Woche war ich einen Tag im Wald laufen und einen Tag auf Asphalt. Schließlich muss ich mich für den Wettkampf auf dem harten Untergrund gewöhnen. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Vor Kurzem habe ich mir neue Laufschuhe gekauft, aber Asphalt und Betonböden klopfen mir ganz schön auf den Bewegungsapparat. Ich bin ja nun nicht mehr der Jüngste, aber das mir nach kurzer Zeit bei jedem Schritt die Gelenke und Knie wehtun, hatte ich nicht erwartet. Eine neue Belastung und somit wieder eine neue Herausforderung für mich.

Abenteuer Waldlauf

Ich erwähnte eben schon meinen Asphalt-Lauf. Irgendwie war das ganz schön langweilig. Die Sonne brannte mir auf den Pelz, keine Laubkrone von Bäumen, die mir vor der Hitze Schutz boten, jeder Schritt auf Schwarz. Es war öde – es machte mir keinen Spaß. Die Landschaft veränderte sich kaum und ich konnte mein Tempo schwierig einschätzen, da ich gefühlt auf der Stelle trampelte.

Das ist in meinem geliebten Wald anders. Ich fetze wie ein junger Gott über die Felsen und Wurzeln, springe wie ein Reh über Stock und Stein, winde mich wie ein Indianer durch die verschlungenen kleinen Wege des Waldes. Das ist natürlich überspitzt gezeichnet, aber im Wesentlichen habe ich einen großen Spaß im Wald und komme mir wie ein Trapper und Fährtensucher vor, der sich durch den Wald windet.

Natürlich muss man erwähnen, dass ein Trail eine höhere Verletzungsgefahr durch Umknicken birgt als eine Straße. Wem unebene Laufuntergründe Beschwerden bereiten, sollte diese eher meiden und auf flache ebene Strecken umstellen.

Fazit: Ein Trail ist ein optimaler Lauf-Rhythmus-Brecher und bringt Abwechslung. Es macht einfach mehr Spaß. Ich bin dermaßen #TeamWaldlauf, dass sollt ihr wissen. Allerdings ist ein Wechsel der Laufuntergründe absolut empfehlenswert, um so dem Körper und den Muskeln Abwechslung zu bieten.

Dein Jens

 

Über Jens – Fitnessfoodblog Kochhelden.TV

Jens Glatz ist nicht nur Foodblogger, sondern vor allem Ernährungs- und Fitnesscoach. Auf seinem Fitnessfoodblog Kochhelden.TV kocht der studierte Betriebswirt leckere Gerichte, die gesund sind und Lust auf mehr machen. Regelmäßig erweitert Jens mit seiner Art zu Kochen den geschmacklichen Horizont seiner Leser und Zuschauer. Mit seinem Mix aus leckeren Gerichten, Reisen, Bildern und Videos gepaart mit seiner fröhlichen Art ist Jens eine feste Größe im deutschsprachigen Foodblogger-Kosmos. Doch jetzt steht Jens vor neuen Herausforderungen. Auf den Generali Kanälen wird er an seine Grenzen gehen, das Laufen in seinen Alltag integrieren und euch auf seine Reise mitnehmen! Das große Ziel vor Augen: eine Laufdistanz beim Marathon in München mitlaufen.