Lesezeit: 6-7 Minuten

Der Nachwuchs ist unterwegs und braucht früher oder später einen eigenen Raum. Egal, ob du vor oder nach der Geburt mit dem Kinderzimmer einrichten beginnst: Ein paar Dinge solltest du beachten.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Kinderzimmer einrichten?

Dein Nachwuchs ist unterwegs und du beginnst dir euer zukünftiges Leben auszumalen. Auf einmal siehst du überall süße Babysachen oder bekommst ständig Werbung dafür angezeigt. Nicht alle dieser Ideen benötigst du wirklich zum Kinderzimmer einrichten. Lass dich also nicht unnötig stressen. In der Vorfreude auf den Nachwuchs macht es natürlich Spaß, wenn du schon mal das Kinderzimmer einrichten kannst. Die ersten drei Monate der Schwangerschaft wartest du aber lieber noch ab – um ganz sicher zu sein.

Spätestens zu Beginn des Mutterschutzes, sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, solltest du jedoch loslegen, wenn du vor der Geburt fertig sein willst. Denn Möbel tragen und Wände streichen wird, zumindest für die angehende Mutter, mit der Zeit immer riskanter und anstrengender. Natürlich kannst du das alles auch nach der Geburt machen. Denn für das eigene Kinderzimmer bleibt noch ein bisschen Zeit.

In der Regel schlafen Babys mindestens das erste Lebensjahr im gleichen Raum wie ihre Eltern, etwa in einem Beistellbett. Wenn sie nachts aufwachen, brauchen sie nämlich körperliche Nähe. Die bekommt dein Säugling natürlich schneller, wenn er in deiner direkten Nähe schläft. Schläft das Neugeborene nebenan, kannst du mithilfe eines Babyphones rasch auf das Weinen im Kinderzimmer reagieren. Erst ab anderthalb bis zwei Jahren können Kinder nach dem Einschlafen ohne große Probleme allein in ihrem eigenen Zimmer schlummern.

Welche Möbel brauchst du für das Kinderzimmer?

Für die Gestaltung des Kinderzimmers solltest du deine Ideen sammeln und nach Nutzen priorisieren. Da dein Baby von Tag eins an gewickelt werden muss, benötigst du natürlich einen Ort, wo du die Windeln wechseln kannst. Hier eignet sich ein Wickeltisch oder ein Aufsatz, der sich auf jede Kommode legen lässt. Wenn du beim Kinderzimmer einrichten Platz sparen willst, kannst du auch einen Wickelaufsatz nutzen, der sich auf dem Gitterbettchen anbringen lässt.

Apropos Gitterbett: Die Stäbe sollten 4,5 bis 6,5 Zentimeter auseinander liegen, damit weder der Kopf hindurchpasst noch die Hände stecken bleiben können. Vor dem harten Gitter kannst du dein Kind mit einem sogenannten Nestchen schützen: eine Art Polsterwulst oder ein dünnes mit Schaumstoff gefülltes Vlies. Wichtig ist, dass die Befestigungsschleifen außen sind, damit sie sich nicht versehentlich lösen lassen.

Für Strampler und Co. sowie Spielzeug brauchst du Schränke, Kommoden, Truhen oder Regale. Diese Möbelstücke dürfen gerne etwas größer ausfallen, damit auch in Zukunft genügend Stauraum im Kinderzimmer ist. Als Sitzgelegenheit bietet sich ein bequemer Sessel an, auf dem du dein Kind in aller Ruhe stillen kannst. Für die Beleuchtung wählst du am besten eine Lampe mit indirektem Licht, das nicht zu grell wirkt.

Wenn du in deiner aktuellen Wohnung keinen Raum als Kinderzimmer einrichten kannst, haben wir folgende Tipps: Bringe einen Wickeltisch im Badezimmer, eine Spielzeugkiste und ein Beistellbettchen im Schlafzimmer und eine Krabbel- und Spieldecke im Wohnzimmer oder in der Küche unter. Aber auch sehr kleine Räume kannst du in ein vorübergehendes Kinderzimmer verwandeln. Hier bieten sich als Einrichtung Multifunktionsmöbel an, wie Sitzgelegenheiten mit Stauraum darunter. Noch ein Clou: Mit Spiegeln wirkt das kleine Zimmer im Nu größer.

Mit diesen Tipps wird das Kinderzimmer sicher für Babys und Kleinkinder

Alles, mit dem dein Kind in Kontakt kommt, sollte schadstofffrei sein. Achte schon beim Kauf darauf, dass die Produkte nicht belastet sind. Babys nehmen nämlich gerne Gegenstände in den Mund und entdecken ihre Umwelt mit vollem Körpereinsatz. Qualitätssiegel wie Oeko-Tex-Standard 100 können dir als Orientierung helfen. Auch von verschluckbaren Kleinteilen solltest du dein Kind fernhalten.

Natürlich benötigt dein kleiner Liebling genügend Platz zum Spielen. Das sollte anfangs allerdings nur unter elterlicher Aufsicht geschehen. Erst später kannst du deine Tochter oder deinen Sohn zur Gewöhnung ab und zu für ein paar Minuten allein lassen. Um Gefahren beim Spielen zu minimieren, eignen sich spezielle Sicherungen an Steckdosen, Fenstern, Schubladen und Schranktüren.

Wenn dein Baby das Krabbeln lernt, müssen die Möbel an der Wand verankert sein – sonst besteht Umsturzgefahr, wenn sich dein Kind z.B. an einem Regal festhält. Auch Elektrogeräte können ein Risiko für die Sicherheit deines Kindes darstellen und sollten gut verstaut sein. Mit einem Kantenschutz an Möbeln schützt du dein Kind vor Verletzungen durch spitze Ecken.

Worauf außerdem zu achten ist: Die Schnüre von Jalousie oder Sonnenschutz sollten außer Reichweite hängen, damit dein Kind sich darin nicht verheddern kann. Pflanzen im Kinderzimmer sind natürlich schön, dennoch ist darauf zu achten, dass sie ungiftig sind und sich dein Nachwuchs nicht an herabhängenden Teilen hochziehen kann.

Wie du auch den Rest der Wohnung kindersicher machst, liest du hier. Tipps für passende Produkte findest du beispielsweise in Baumärkten und Elektroläden, aber auch in Onlineshops.

Die perfekte Wandfarbe für das Kinderzimmer

Am besten eignen sich für die Wandfarbe Pastelltöne. Die strahlen Ruhe aus und helfen Babys beim Einschlafen. Blau und Lila haben eine besänftigende Wirkung, Rosa und Apricot-Töne sorgen für Geborgenheit. Die Kombination mit Weiß, Grau und Beige erzeugt Kontraste, die Babys das Sehen und Erkennen erleichtern. So lernen sie besser, Entfernungen einzuschätzen und entwickeln ihr dreidimensionales Sehen. Für diesen Effekt kannst du Elemente an der Wand farbig absetzen oder Bereiche des Zimmers in einem anderen Ton gestalten. Das dient zusätzlich der Raumaufteilung.

Dekoriere mit Nutzen

Wimpelketten, Bilder, Kuscheltiere oder Accessoires fürs Kinderzimmer gibt es viele. Natürlich sorgen auch Spielzeuge wie Greifring oder Rassel für Farbakzente. Doch bis sich dein Nachwuchs dafür interessiert, wird es einige Monate dauern. In puncto Deko lässt sich das Schöne mit dem Nützlichen verbinden. Teppich oder Krabbel- und Spieldecke machen das Zimmer gemütlicher. Auch Vorhänge geben ein wohnlicheres Feeling und dunkeln zusätzlich den Raum ab, sodass dein Kind besser schlafen kann.

Ein Mobile sieht nicht nur schön aus, sondern hilft deinem Kind auch bei der Entwicklung. Denn sich bewegende Figuren, Licht- oder Toneffekte helfen den Kleinen, ihre Sinneswahrnehmung zu entfalten. Ein Mobile kann sowohl beruhigend als auch aktivierend wirken. Daher solltest du ausprobieren, ob es deinem Kind über dem Gitterbettchen beim Einschlafen hilft oder es als Ablenkung über dem Wickeltisch dient. Ideen zum Kinderzimmer einrichten findest du auch auf Instagram oder Pinterest. Dort kannst du Bilder sammeln, die dir gefallen und neue Inspiration finden.

Zusammenfassung:

Vor der Geburt hast du in Ruhe Zeit zum Kinderzimmer einrichten. Dennoch besteht kein Grund zur Eile, weil die meisten Kinder erst mit anderthalb oder zwei Jahren alleine schlafen. Mit Wickeltisch, Gitterbettchen, Kommode und einem bequemen Sessel als Einrichtung ist das Babyzimmer gut ausgestattet. Pastellfarben vermitteln je nach Ton Ruhe oder Geborgenheit und helfen so beim Wohlfühlen. Die Deko darf gerne auch knallige Farbakzente setzen. In puncto Sicherheit solltest du die Wohnung mit Steckdosen- und Kantenschutz absichern sowie Elektrogeräte und Kleinteile gut verstauen. Viele Ideen für die Gestaltung von Kinderzimmern findest du auch auf Instagram oder Pinterest.

Wir bieten dir den optimalen Unfallschutz für deine Kinder. Informiere dich hier über die Leistungen unserer Privathaftpflichtversicherung für deine Familie.

Mit der Kinderunfallversicherung die finanziellen Folgen von Unglücksfällen abfedern

Alle Journal-Artikel