Verwandt mit dem Rechtsfahrgebot ist die Vorgabe, Fahrzeuge am rechten Fahrbahnrand in Fahrtrichtung zu parken. Dort sind alle Parkplätze belegt, während links noch viel frei ist? Die StVO sieht zwei Ausnahmefälle vor, in denen Parken entgegen der Fahrtrichtung doch erlaubt ist.

§ 12 StVO: Bußgeld und Abschleppgefahr für Linksparker

§ 12 StVO ist eindeutig: „Zum Parken ist der rechte Seitenstreifen, dazu gehören auch entlang der Fahrbahn angelegte Parkstreifen, zu benutzen, wenn er dazu ausreichend befestigt ist, sonst ist an den rechten Fahrbahnrand heranzufahren. 2Das gilt in der Regel auch, wenn man nur halten will; jedenfalls muss man auch dazu auf der rechten Fahrbahnseite rechts bleiben“.

Wer gegen die StVO verstößt und entgegen der Fahrtrichtung auf der linken Fahrbahnseite parkt, riskiert ein Bußgeld. Schlimmer noch: Werden durch das haltende oder parkende Fahrzeug Zufahrten blockiert oder andere Verkehrsteilnehmer behindert, kann das Fahrzeug abgeschleppt werden. Dann fallen zusätzlicher Aufwand und weiter Kosten an.

Die Vorgabe der Straßenverkehrsordnung dient auch zur Vermeidung von Unfällen. Parken Sie links, müssten Sie beim Ein- und Ausparken beide Fahrspuren beobachten. Entdecken Sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine freie Parklücke, können Sie wenden und dann regelkonform einparken.

Zwei Ausnahmen: Hier dürfen Sie links parken

Keine Regel ohne Ausnahme: § 12 Abs. 4 StVO kennt zwei Fälle, in denen Sie gegen die Fahrtrichtung parken dürfen. Erstens: Sie dürfen links parken, wenn rechts Schienen verlaufen. Zweitens: Links parken ist auch in Einbahnstraßen, die als solche gekennzeichnet sind (Zeichen 220). Hier parken Sie allerdings strenggenommen nicht entgegen der Fahrtrichtung. In sehr engen Einbahnstraßen wird allerdings regelmäßig durch zusätzliche Hinweise das Parken auf einer der beiden Seiten untersagt, damit andere Fahrzeuge ungehindert passieren können.

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