Zwischen Arbeit, familiären Verpflichtungen und alltäglichen Aufgaben ist es manchmal schwierig, noch Zeit zum Trainieren zu finden. Wenn Sie jedoch einen Hund haben, können Sie durch gemeinsames Joggen geschickt Ihr Workout mit dem Gassigehen verbinden. Außerdem kann dadurch die Bindung zwischen Mensch und Hund gestärkt werden. Wie bei jeder neuen Aktivität ist es wichtig, schrittweise zu beginnen. Hier erfahren Sie mehr über die optimalen Laufbedingungen und wie Sie und Ihr Vierbeiner die Vorteile des gemeinsamen Joggens genießen können.

Planung

Die Strecke, die Sie mit Ihrem Hund zurücklegen können, hängt stark von Rasse, Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand Ihres Vierbeiners ab. Viele Hunde sind fantastische Ausdauerläufer. Kurzbeinige oder große, schwere Hunde haben mit längeren Distanzen jedoch Probleme. Auch bei sehr jungen Hunden, die noch nicht vollständig ausgewachsen sind, und bei älteren Hunden ist Lauftraining möglicherweise nicht das Richtige.

Klären Sie am besten mit Ihrem Tierarzt ab, welche Distanzen und welche Geländearten für Ihren Hund geeignet sind und ob es irgendwelche gesundheitlichen oder altersbedingten Faktoren wie Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Hüftprobleme zu berücksichtigen gilt. Lassen Sie sich am besten auch gleich zum Thema Zeckenschutz beraten, wenn Sie beim Tierarzt sind. Achten Sie bei sich selbst darauf, lange Kleidung zu tragen, und laufen Sie am besten nicht durch hohes Gras.

Dass Ihr Hund auf grundlegende Befehle hört und gut an der Leine läuft, sind weitere Voraussetzungen für das gemeinsame Joggen. Falls Sie Schwierigkeiten haben, Ihrem Hund Befehle oder das Laufen an der Leine beizubringen, können Sie einen Hundetrainer zurate ziehen.

Es ist weder für Mensch noch Tier empfehlenswert, vor dem Training zu viel zu essen. Um Magenprobleme zu vermeiden, sollte Ihr Hund mindestens zwei Stunden vor dem Laufen nichts mehr zu fressen bekommen und auch nicht zwischendurch mit Leckerlis gefüttert werden.

Ausrüstung

Es lohnt sich, in eine spezielle Joggingleine zu investieren, die am Körper befestigt wird und mit der Sie stets die Hände frei haben. Die meisten Joggingleinen sind lang und elastisch, sodass auch Ihr Hund mehr Flexibilität genießen kann. Außerdem sollten Sie einen tragbaren Wassernapf und natürlich ausreichend Wasser dabeihaben, damit Ihr Hund während des Trainings etwas trinken kann. Und: Hundekotbeutel nicht vergessen!

Schrittweise Steigerung

Es empfiehlt sich, mit einem flotten Spaziergang zu beginnen, um sowohl Ihre Muskeln als auch die Ihres Hundes aufzuwärmen und sich vor Verletzungen zu schützen. Steigern Sie schrittweise die Dauer und Intensität des Lauftrainings, damit sich Ihr Hund an das gemeinsame Joggen an der Leine gewöhnen kann. Achten Sie darauf, wann Ihr Hund müde wird bzw. anfängt zu hecheln oder langsamer läuft. In diesem Fall sollten Sie die Geschwindigkeit reduzieren, eine Trinkpause einlegen oder das Training beenden.

Laufbedingungen

Prüfen Sie vorab, ob die Wetterbedingungen zum Laufen geeignet sind. Nicht alle Hunde kommen gut mit Hitze klar. Da sie nicht schwitzen, kann ihr Körper schnell überhitzen. Außerdem können sich Hunde auf heißen Untergründen wie Asphalt oder Sand leicht die Pfoten verbrennen. Verlegen Sie das Training an sonnigen Tagen also besser in den Schatten. Bei besonders hohen Temperaturen sollten Sie sich das Training ersparen. Im Sommer bietet es sich an, in den frühen Morgenstunden oder am Abend joggen zu gehen, wenn die Temperaturen für Sie und Ihren Hund noch erträglich sind. Wenn Sie zurückkehren, sollten Sie Ihren Hund stets auf Zecken, Schnitte und andere Verletzungen, insbesondere an den Pfoten, untersuchen. Achten Sie zudem auf Anzeichen von Krankheit oder Überanstrengung. Kontaktieren Sie im Zweifel Ihren Tierarzt.

Zusammen joggen zu gehen, wirkt sich positiv auf Mensch und Tier aus. Zudem verleiht der Hund an der Seite ein Gefühl von Sicherheit, was besonders angenehm beim Training im Wald oder Park sein kann. Wir wünschen Ihnen und Ihrem Vierbeiner viel Freude beim gemeinsamen Laufen!

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