Der Keller ist vollgelaufen oder die Toilette läuft über – bei Starkregen kann das schon mal passieren. Laut dem Deutschen Wetterdienst spricht man von Starkregen, wenn es in einer Stunde mindestens 15 Liter pro Quadratmeter oder in sechs Stunden mehr als 20 Liter pro Quadratmeter geregnet hat. Solche extreme Wetterereignisse sorgen für Hochwasser und Überschwemmungen sowie Erdrutsche – außerdem häufen sie sich. Dabei folgen sintflutartige Regenfälle auf brütende Hitze oder Eiseskälte und am Ende steht der Keller unter Wasser.

Zum Glück kannst du schon im Vorfeld verschiedene Maßnahmen ergreifen und dein Haus hochwasserfest machen. So hältst du den Schaden in Grenzen, wenn es doch zum Schlimmsten kommt. Der Notfallplan zeigt dir in neun Schritten, wie du dein Heim vor Hochwasser schützt und was du bei einer Überschwemmung tun kannst. Das sind unsere Tipps, damit du nicht im Regen stehst.

1. Vor dem Hochwasser Sandsäcke aufschichten

Wenn die Wettervorhersage ein Unwetter ankündigt, heißt es: Türen und Fenster schließen. Sandsäcke bieten einen flexiblen, einfachen Schutz, um Öffnungen abzudichten. Wenn dein Haus in einem Hochwasser-Risikogebiet steht, solltest du immer einen guten Vorrat an Sandsäcken eingelagert haben. Bei Bedarf kannst du sie gezielt einsetzen. Schütze besonders die Eingänge, wenn die Wettervorhersage nichts Gutes verspricht.

2. Wertsachen, wichtige Dokumente und Erinnerungsstücke sichern

Dinge, die durch Wasserschäden unwiederbringlich zerstört werden könnten, bringst du am besten rechtzeitig in Sicherheit. Versuche, alle wichtigen Dokumente und Erinnerungsstücke in den oberen Stockwerken zu lagern. Oder zumindest auf einem hohen Regal, wenn deine Wohnung im Erdgeschoß liegt. Ideal ist es, wenn du all diese Sachen in einem einzigen Raum oder sogar in einer einzigen Box aufbewahrst. Die kannst du dir schnell schnappen und sicher bei Freunden oder Familie unterbringen, wenn Hochwasser oder eine Überschwemmung bevorsteht.

3. Wasserempfindliche Möbel und Elektronik ins obere Stockwerk bringen

Computer, Fernseher und Designlieblinge bekommen bei einer Überschwemmung häufig mehr als nur nasse Füße. Bringe sie deshalb aus der Gefahrenzone – am besten in ein höher gelegenes Stockwerk. In Risikogebieten kannst du bereits beim Einrichten an mögliche Überschwemmungen denken. So solltest du Elektroanschlüsse mindestens 1,5 Meter über dem Boden installieren lassen. Wähle deine Einrichtung von Anfang an danach aus, dass sie wasserabweisende Eigenschaften mitbringt. Entscheide dich zum Beispiel anstatt einer Einbauküche aus mitteldichter Holzfaser, kurz MDF, für eine Modulküche mit freistehenden Elementen aus Metall, Kunststoff oder lackiertem Holz.

4. Bei Hochwasser: Gas, Wasser, Strom abstellen

Zu deiner und der allgemeinen Sicherheit müssen sämtliche Hauptanschlüsse für Gas, Wasser und Strom abgestellt werden, wenn es nach einer Überschwemmung aussieht. Kontrolliere lieber noch ein zweites Mal, dass alles zugedreht und ausgeschaltet ist. Damit du nicht im Dunkeln sitzt, solltest du Taschenlampe und Batterien parat haben.

5. Keine unnötigen Risiken eingehen

Die Versicherung kann dir vieles ersetzen, aber nicht dein Leben. Wenn du in einem Risikogebiet lebst und eine Überschwemmung droht, dann steht der Schutz deiner Familie an erster Stelle. Erst dann kommt das Haus. Im Zweifelsfall verlasse lieber das Gebiet ganz, bevor es richtig gefährlich wird. Wenn es zur behördlichen Evakuierung kommt, müsst ihr die eigenen vier Wände ohnehin verlassen.

6. Lass dich von deiner Versicherung beraten

Wie heißt es so schön? Vorsorge ist besser als Nachsicht. Deshalb: Stelle bereits lange im Voraus sicher, dass Hochwasserschäden in deiner Versicherung abgedeckt sind. Wer in Risikogebieten lebt, lässt sich am besten eingehend zum passenden Versicherungsschutz beraten. Bei der Generali Wohngebäudeversicherung ist die Absicherung gegen Überschwemmung zuwählbar.

7. Notfallausrüstung griffbereit halten

Wenn du während eines Hochwassers zu Hause bist, sind grundlegende Vorräte wichtig. Dazu gehört alles, was du für die Notfallsituation brauchst. Ein Erste-Hilfe-Koffer, Kerzen, Taschenlampen, Batterien, wasserfeste Kleidung, Decken, ein Mobiltelefon (geladen), aber auch Wasser und haltbare Essensvorräte, die kein Kochen erfordern.

8. Für die Aufräumarbeiten: Wasserpumpe

Wenn das Wasser ins Haus eindringt, solltest du mindestens eine Wasserpumpe zur Hand haben. Sie ist eine große Hilfe, wenn die Nässe bis in die Innenräume kommt. Inzwischen gibt es Geräte, die sogar bei einem Wasserpegel von nur 1 Millimeter wirksam einsetzbar sind.

9. Nach dem Hochwasser: Bilder von den Schäden machen

Das ist praktisch, wenn du eine Schadensmeldung bei deiner Versicherung machen musst. Um die Schäden zu dokumentieren, fotografierst du am besten so viel wie möglich.

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