Ob im Sportverein, im Altersheim oder in der Flüchtlingsarbeit – viele Deutsche setzen sich ehrenamtlich für andere Menschen ein. 2016 gab es laut IfD Allensbach 14 Millionen freiwillige Helfer in der Bundesrepublik. In der Regel sind freiwillig Engagierte gesetzlich oder durch den Träger versichert, doch dies trifft nicht bei allen Tätigkeiten zu. Das trifft auch auf dich zu? Hier erfährst Du, wie sich Ehrenamtliche bei der Arbeit richtig absichern.

Genauen Tätigkeitsbereich abklären

Die Tätigkeitsbereiche im Ehrenamt sind sehr unterschiedlich. Eine Vorleseoma, eine Aushilfe im Haushalt für ältere Menschen und ein ehrenamtlicher Landschaftsgärtner haben grundlegend andere Aufgabengebiete. Wie sich eine Tätigkeit von der anderen unterscheidet, so sind auch die Anforderungen an einen passenden Versicherungsschutz teils andere.

Grundsätzlich gilt: Für die Bestimmung des bestehenden Versicherungsschutzes ist es wichtig, dass die ausgeführte Tätigkeit offiziell als ehrenamtliches Engagement anerkannt ist. Wer wissen möchte, welche Tätigkeiten in diesem Zuge gesetzlich versichert sind, findet diese in einer Broschüre des Bundesarbeitsministeriums (PDF).

In vielen Fällen haftet die Trägerorganisation

Sofern die Tätigkeit offiziell anerkannt ist, greift im Falle eines Unfalls auch die gesetzliche Unfallversicherung. Sollte im Zuge der Tätigkeiten etwas kaputt gehen oder eine andere Person zu Schaden kommen, haftet in der Regel die Haftpflichtversicherung der Trägerorganisation. Ein Beispiel hierfür sind Tätigkeiten, die im Dienst von Kommunen oder Städten durchgeführt werden.

Für freiwillige Helfer, die nicht gesetzlich oder über eine Trägerorganisation abgesichert sind, kann eine private Unfallversicherung von Nutzen sein. Hierbei kommt es natürlich auf die Art der Tätigkeit an und inwiefern mit einer Unfallwahrscheinlichkeit gerechnet werden kann. Eine Aushilfe in einer Kindertagesstätte hat möglicherweise ein anderes Risiko als ein ehrenamtlicher Helfer, der Hunde aus ehemals problematischen Verhältnissen ausführt.

Vorab genau informieren

Bei Tätigkeiten, bei denen der gesetzliche Schutz nicht greift, schließen die Trägerinstitutionen häufig sogenannte private Gruppenunfallversicherungen für ihre Mitglieder ab. Um im Falle eines Falles nicht mit unerwarteten Kosten konfrontiert zu werden, sollten vorab möglichst umfassend Informationen eingeholt werden.

Als erstes ist es wichtig zu prüfen, ob die Tätigkeit generell ehrenamtlich anerkannt wird. Das hat nicht nur auf den Versicherungsschutz Einfluss, sondern bestimmt auch die Vergütung, die Helfer für die Tätigkeit erhalten. Des Weiteren gilt es zu klären, inwieweit Versicherungen seitens des Trägers bestehen. Eine Überprüfung des eigenen Versicherungsschutzes steht am Ende dieser Überlegungen. Hier kann die zuständige Versicherungsgesellschaft am besten darüber Auskunft geben, inwieweit eine spezielle Tätigkeit über bestehende Versicherungen abgedeckt ist und welche Versicherungen möglicherweise noch zum Schutz benötigt werden.

Bei Fragen zu Ehrenamt und den Generali Versicherungsprodukten sind wir für dich da. Du erreichst uns am schnellsten über unseren Service-Bereich.

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