Die alte Eiche im Garten wirft schon lange einen Schatten auf die eigene Terrasse oder Garten des Nachbarn? Das kann gewaltig auf die Nerven gehen, insbesondere im Sommer wünscht man sich mehr Sonne zu bekommen. Und den Nachbarn kann das natürlich auch stören. Da hilft nur eines. Die Eiche muss weg. Doch ist es nicht so einfach einen Baum zu fällen. Man muss sich dazu eine amtliche Genehmigung einholen, weil man ansonsten Ärger mit den Behörden bekommt.

Baumschutzverordnung ist Sache der Städte und Gemeinden

Viele Städte und Gemeinden haben eine sogenannte Baumschutzverordnung erlassen. Denn das Fällen oder Zurückschneiden von Bäumen ab einer bestimmten Größe oder einem bestimmten Alter ist grundsätzlich verboten. Die Baumschutzverordnung ist bundesweit nicht einheitlich, und die einzelnen Städten und Gemeinden gestalten die Baumschutzverordnung eigenständig. Daher muss man sich auch an die Baumschutzverordnung wenden, die für das entsprechende Bundesamt oder für die Gemeinde zuständig ist.

Die Regelungen beinhalten Stammumfänge und Höhen. So dürfen Bäume mit einem Umfang von 80 Zentimeter und einem Meter Höhe nicht ohne Genehmigung gefällt werden.

Sehr wichtig ist der Paragraph 39 des Bundesnaturschutzgesetzes. Dieser besagt, dass das Fällen von Bäumen im Sinne des Bestandschutzes von wild lebenden Tieren und Pflanzen zwischen dem 1. März und 30. September verboten ist.

Baum fällen auf dem eigenen Grundstück: Genehmigung einholen

Sofern Sie einen Baum fällen wollen, müssen Sie sich bei der zuständigen Naturschutzbehörde melden und eine entsprechende Genehmigung einholen. Sofern Sie einen Baum fällen möchten, weil dieser im Falle eines Sturmes oder Blitzeinschlages eine Gefahr für die Bewohner darstellt, so sollten Sie sich beim Ordnungsamt oder beim Katastrophendienst melden.

Grundsätzlich gilt, dass Sie stets nachfragen sollten, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie eine Genehmigung zum Fällen Ihres Baumes brauchen. Widerrechtliches Fällen kann ein hohes Ordnungsgeld zur Folge haben. Sofern eine friedliche Einigung aber aussichtslos erscheint, dann kann ein Rechtsschutz sinnvoll sein.

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