Sie sind unsichtbar. Sie lauern überall. Keime, Bakterien und Viren. Um eine Ansteckung mit ihnen zu verhindern, hilft gründliches und regelmäßiges Händewaschen. Jeder dritte Deutsche aber wäscht sich die Hände falsch! Aktuell mit der Ausbreitung des Coronavirus kann dies eine Infektion mit dem Virus begünstigen. Lies hier deshalb, wie du deine Hände richtig wäschst und warum Hygiene so wichtig ist.

Keime sind überall: Sie finden  sich auf Türklinken, Smartphones, Geländern und Aufzugknöpfen. Die Computertastatur ist eine oft beschriebene „Keim-Hölle“. Auch alle anderen Gegenstände, die wir berühren, bergen Gefahren. Der Mensch befindet sich im täglichen Kampf gegen Krankheitserreger. Händewaschen hilft – aber wie geht es richtig? Mit Seife oder ohne? Wie lange? Mit welchen Bewegungen? Und das Trocknen hinterher: Besser mit Papierhandtuch oder heißer Luft? Wir klären auf.

Bei 80 Prozent aller Infektionskrankheiten sind die Hände im Spiel

20-30 Sekunden Zeit, ein wenig Wasser, Seife und ein sauberes Handtuch reichen aus, um sich im Alltag vor Krankheitserregern, wie zum Beispiel Grippeviren oder dem Coronavirus SARS-CoV-2, zu schützen: Nach Angaben der World Health Organization (WHO) werden bis zu 80 Prozent aller Infektionskrankheiten wie beispielsweise Erkältungen, Influenza, COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) oder andere ansteckende Magen-Darm-Infektionen über die Hände übertragen. 

Wichtig ist die richtige Methode beim Händewaschen: Nur die Kombination aus Einseifen, Reiben, Abspülen und Trocknen erzielt die gewünschte Wirkung und hilft dabei, sich vor einer Ansteckung mit Keimen, Bakterien und Viren zu schützen.

150 verschiedene Bakterien-Arten auf einer Hand

Diese Zahl ist verblüffend: Auf einer menschlichen Hand sammeln sich täglich rund 150 Bakterien-Arten. Viele davon sind harmlos, allerdings befinden sich darunter auch Krankheitserreger. So auch das Coronavirus. Händewaschen ist eine einfache und wirkungsvolle Methode, um Krankheiten vorzubeugen – wenn man es häufig und gründlich genug macht. Schnupfen oder Grippe sind klassische Beispiele für Krankheiten, die über Handkontakte übertragen werden. Händewaschen verringert diese Gefahr massiv, da die Keimzahl um mehr als 99 Prozent verringert werden kann.

Wie oft soll ich meine Hände waschen?

Mit diesen sieben Tipps bist Du auf der sicheren Seite:

1. Wasche Deine Hände immer, wenn Du von draußen kommst.
2. Nach dem Toilettengang.
3. Vor und während der Essenszubereitung.
4. Vor dem Essen.
5. Vor und nach dem Kontakt mit kranken Menschen und nach jedem Husten oder Niesen.
6. Erkältete sollten alternativ in die Armbeuge oder in ein Taschentuch niesen, um einen „Keimregen“ zu vermeiden.
7. Nach dem Kontakt mit Tieren.

So geht Händewaschen richtig

Nur schnell mal die Hände unters fließende Wasser zu halten, hilft wenig. Wichtig sind Ausdauer und Seife. So geht Hände waschen richtig:

  • Halte deine Hände zunächst unter fließendes Wasser.
  • Nimm dir dann Seife und reibe sie mindestens 20-30 Sekunden lang mit Seife ein.

Die Seife muss dabei auf die Fingerspitzen kommen und in den Finger-Zwischenräumen verteilt werden. Denk auch an die Fingernägel. Geduld wird belohnt: Je länger und gründlicher das Einseifen ist, desto weniger Keime bleiben auf der Haut zurück. Experten raten zu einem kleinen Trick: Wenn Du laut oder in Gedanken zweimal das Lied „Happy Birthday“ summst, ist die Zeit fürs Händewaschen perfekt.

  • Danach die Hände wieder unter fließendem Wasser abspülen.
  • Anschließend die Hände gründlich abtrocknen.

Achte beim Abtrocknen darauf, dass du ein sauberes Handtuch verwendest. Chinesische Wissenschaftler fanden heraus, dass Papierhandtücher die hygienischste Methode sind, um Hände abzutrocknen. Außerdem sind Flüssigseifen hygienischer als feste Seifen, vor allem in öffentlichen Räumen.

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