In der warmen Jahreszeit packen viele ihren Grill im Garten aus, um im Kreis netter Menschen unbeschwerte Abende zu genießen. Wenn Würstchen brutzeln und der Duft von geröstetem Gemüse oder von leckeren Folienkartoffeln die Luft durchzieht, dann wird es an lauen Sommerabenden erst richtig gemütlich.

Aber gegrilltes Fleisch ist sehr kalorienreich und im Übrigen soll Grillen generell nicht sehr gesund, möchten manche jetzt einwenden. Doch was ist beim Grillen eigentlich ungesund und warum entstehen gesundheitsschädliche Stoffe? Tatsächlich steht einem unbeschwerten Grillvergnügen nichts im Wege, wenn man ein paar Grundsätze beachtet.

Generali verrät hier, worauf Du beim Grillen achten solltest, damit sich gegrillte Köstlichkeiten nicht in Form von Hüftgold niederschlagen. Außerdem kann man mit ein paar einfachen Tricks Gefahren für die Gesundheit vermeiden.

Die richtige Wahl beim Grillen

Würstchen, Kasseler oder Schinken – all dies schmeckt zwar gut, ist aber auch kalorienreich. Zudem wird ohnehin empfohlen, den Fleischkonsum der Gesundheit zuliebe einzuschränken. Beim Grillen ist außerdem zu beachten, dass bei der Erhitzung von Proteinen (woraus Fleisch hauptsächlich besteht) spezielle Amine und Kohlenwasserstoffe entstehen, die gesundheitsschädlich sein können. Dies gilt dann, wenn zu lange oder zu heiß gegrillt wird.

Vorteilhafter ist es, gesund zu grillen und zu knackigem Gemüse wie Auberginen, Paprika oder Zucchini zu greifen. Gewürzt mit den richtigen Kräutern (zum Beispiel aromatischen Kräutern der Provence) kann Gemüse auf diese Art zu einem kulinarischen Hochgenuss werden. Außerdem ist es kalorienarm, so dass du gesund und fettarm grillen und dabei mit Genuss abnehmen kannst.

Sehr gut geeignet sind auch Fischsorten wie Thunfisch, Lachs oder Forelle, da hierbei nicht die gesundheitsschädlichen Stoffe beim wie beim Grillen von Fleisch entstehen. Der Grund ist, dass Fischproteine beim Grillen andere Veränderungen durchlaufen als Fleischproteine. Grillen ohne Fleisch kann ausgesprochen lecker sein!

Wenn Du auf Fleisch nicht verzichten magst, dann vermeide zumindest Gepökeltes wie Leberkäse oder Fleischwürste, da beim Grillen hierbei giftige Nitrosamine als Abfallprodukte entstehen. Vorteilhafter sind Rinderhüftsteaks, Nackenkoteletts oder Weißwürste und im Allgemeinen mageres Fleisch wie Hähnchenbrustfilet. Hervorragend schmecken können auch Tofuwürstchen oder Sojasteaks.

Gesund grillen – gewusst wie

Nach Möglichkeit sollte ein Elektro- oder Gasgrill verwendet werden, denn vor allem die Rauchentwicklung beim Grillen über offenem Feuer ist ungünstig. Wenn Du einen Kohlegrill hast, dann lass die Kohle gut durchglühen, bevor Du startest, damit möglichst wenig Rauch entsteht. Nach Möglichkeit sollte dann zu Holzkohle oder Holzkohlebriketts gegriffen werden, weil das Verbrennen von harzreichem Holz, Papier oder Kiefernzapfen ebenfalls gifte Stoffe absondert und überdies die übermäßige Qualmentwicklung dazu führen kann, dass sich die Nachbarn beschweren. Holzkohle sollte vor dem Grillen gut durchglühen.

Ein Gasgrill sollte fast rauchfrei sein. Doch wie vermeide ich Rauch beim Gasgrill konsequent? Ein Gasgrill fängt entweder dann an zu qualmen, wenn Bratensaft oder Fett auf die heißen Brenner tropft oder wenn Verschmutzungen vorhanden sind, die beim Grillen beginnen zu verbrennen. Fettschienen, Fettfangschalen und eine regelmäßige Reinigung, damit sich kein Schmutz festsetzen kann, können hier Abhilfe schaffen.
Bitte beachte, dass verbrannte Teile des Grillguts konsequent weggeschnitten werden sollten. Gegrilltes sollte nicht verkohlt sein, da Verbranntes gesundheitsschädliche Stoffe enthält. Im Idealfall grillt man gar nicht zu heiß.

Richtig grillen – Die Checkliste

Anbei findest Du eine Übersicht der wichtigsten Grill-Tipps:

  • Wenn möglich, grillen ohne Fleisch: Gemüse kann auch sehr lecker sein. Auf diese Art kannst Du gesund und fettarm grillen.
  • Wenn Du zu Fleisch greifst, dann zu ungepökelten Sorten, die nicht verarbeitet sind: Rinderhüftsteaks bieten sich zum Beispiel an und generell magere Fleischsorten.
  • Fisch oder fleischfreie Produkte wie Tofu oder Soja sind zu bevorzugen.
  • Verwende nach Möglichkeit einen Elektro- oder Gasgrill und achte darauf, dass kein Bratensaft oder Fett auf die Brenner tropft. Hierzu gibt es Fettauffangschalen.
  • Säubere den Grill vor Gebrauch.
  • Wenn Du einen Holzkohlegrill hast, verwenden Holzkohle oder Holzkohlebriketts, aber kein Papier oder harzreiches Holz.
  • Vermeide zu heißes Grillen. Schadstoffe entstehen ab 130 Grad. Verkohltes und Verbranntes schneidest Du am besten großzügig ab.
  • Zu viele Kalorien, Rauch, zu viel Fett und gesundheitsschädliche Stoffe, die beim Verbrennen entstehen: Das sind die Dinge, die dafür sorgen, dass Grillen ungesund wird. Wenn Du darauf ein Auge hast, kannst Du hingegen unbeschwert genießen.

Auf diese Weise vorbereitet, steht dem Grillvergnügen nichts mehr im Wege. Sieh dir am besten auch hier unsere Tipps an, wie man Unfälle beim Grillen vermeiden kann! Generali wünscht viel Spaß dabei!

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