Wir alle wissen, dass Bewegung wichtig ist. Dadurch bleibt unser Körper in Form, unser Gehirn aktiv und unsere Laune gut. Je älter wir werden, desto anstrengender kann Sport sein – aber desto wichtiger wird es auch, sich zu bewegen! Aktiv zu sein schützt das Herz, hebt die Stimmung und kann sich positiv bei Krankheiten und Schmerzen auswirken. Eine kürzlich durchgeführte Studie hat gezeigt, dass körperliche Aktivität der wichtigste Faktor im Zusammenhang mit einer höheren Lebenserwartung ist und das Leben um Jahre verlängern kann – auch wenn man erst in fortgeschrittenem Alter damit beginnt. Ein neues Fitnessprogramm zu starten, kann viel Überwindung kosten. Lassen Sie sich jedoch nicht entmutigen, wenn Sie über 50 sind und bisher nicht trainiert haben! Hier sind vier einfache Schritte, mit denen der Einstieg ins Training garantiert funktioniert.

1. Zeitplan aufstellen

Stellen Sie sich zuerst die Frage: Wie sieht mein Tagesablauf aus? Arbeiten Sie noch oder sind Sie bereits in Rente? Führen Sie eine Woche lang – unabhängig vom Lebensstil – ein Tagebuch und halten Sie fest, wann Sie mindestens 20 Minuten Zeit zum Trainieren haben. So können Sie besser planen, wann das Training am besten in Ihre Routine passt. Ein genauer Zeitplan macht es außerdem leichter, die geplanten Trainingseinheiten einzuhalten. Mit einem Fitness-Tracker können Sie Ihre Trainingsbilanz dokumentieren und Ihre tägliche Leistungssteigerung anhand der Daten nachvollziehen. Das kann dabei helfen, sich besser zum Sport zu motivieren.

2. Trainingseinheiten festlegen

Welche Möglichkeiten haben Sie bereits, um zu trainieren? Könnten Sie häufiger Sport treiben? Auf den Aktivitäten aufzubauen, die Sie bereits ausüben, ist ein guter Start. Walking bzw. intensives Gehen ist ein einfaches, aber effektives Ausdauertraining. Dabei werden größere Muskelgruppen trainiert und die Herz-Kreislauf-Gesundheit gefördert. Gleichzeitig schont es die Gelenke. Versuchen Sie, dreimal pro Woche eine 20-minütige Walking-Einheit einzuplanen. Wenn Sie mit Freunden trainieren, können Sie außerdem herausfinden, ob Sie den sogenannten Sprechtest bestehen: Gehen Sie in einer Geschwindigkeit, bei der Sie sich noch unterhalten können.

3. Soziale Kontakte fördern

Wenn Sie jüngere Kinder oder Enkelkinder haben, können Sie sich auch gemeinsam bewegen. Gehen Sie einmal pro Woche mit ihnen schwimmen, gehen Sie eine große Runde mit dem Hund spazieren oder spielen Sie gemeinsam Fußball im Garten. Und haben Sie schon einmal über einen Tanzkurs nachgedacht? Tanzen eignet sich ebenfalls hervorragend als Ausdauertraining. Dabei haben Sie nicht nur Spaß, sondern können auch noch Ihre sozialen Kontakte pflegen oder neue Bekanntschaften machen.

4. Kleine Veränderungen im Alltag

Sanftes Dehnen am Morgen und/oder am Abend fördert die Beweglichkeit und beugt Verletzungen vor. Hatha Yoga eignet sich dafür besonders gut. Kleine Veränderungen im Alltag können sich äußerst positiv auf Ihre Fitness auswirken. Nehmen Sie die Treppe statt des Aufzugs, verbringen Sie mehr Zeit mit der Gartenarbeit, werden Sie ehrenamtlich tätig oder suchen Sie sich ein neues Heimwerkerprojekt. So werden Sie im Handumdrehen fit und gewinnen gleichzeitig an wertvoller Lebensqualität.

Durch körperliche Bewegung wird übrigens auch Ihr Gehirn trainiert. Zusätzlich können Sie spezielle Gehirntraining-Apps nutzen oder einfache Übungen in Ihren Alltag einbauen, die den Trainingseffekt verstärken. Täglich Kreuzworträtsel zu lösen macht zwar Spaß, läuft aber automatisiert ab. Haben Sie stattdessen vielleicht schon einmal daran gedacht, eine neue Sprache zu lernen oder ein Musikinstrument zu spielen? Dabei werden die grauen Zellen optimal gefordert – und gefördert!

Alle Magazin Artikel