Feuchtigkeit im Haus ist unschön, riecht schlecht und kann sogar gesundheitsschädigend sein. Fast alle Hausbesitzer haben jedoch irgendwann einmal damit zu kämpfen. Leider lässt sich das Problem nicht immer so einfach lösen. Oftmals stecken Baumängel dahinter, die sich nur mit einem gewissen finanziellen Aufwand beheben lassen. Es gibt jedoch einige Maßnahmen, die Du zur Vorbeugung und Minimierung von Feuchtigkeit ergreifen kannst. Wir stellen acht häufige Ursachen vor und zeigen dir, wie du Ihnen entgegenwirken kannst.

Kondensation

Übermäßiger Feuchtigkeit in Innenräumen kann oftmals durch eine gute Belüftung vorgebeugt werden. Besonders in der Küche und im Bad kann ein gutes Lüftungssystem effektiv Abhilfe schaffen. Verwende beim Kochen den Dunstabzug und lege einen Deckel auf den Topf. Schließe beim Duschen die Tür und schalte die Lüftung ein. Und vergiss  nicht, regelmäßig die Fenster zu öffnen. Zudem kann ein Luftentfeuchter in feuchten Wohnräumen regelrechte Wunder bewirken. Denke daran, das Gerät regelmäßig zu entleeren.

Sanitäre Anlagen

Selbst kleine Lecks können ein großes Feuchtigkeitsproblem verursachen. Du solltest also sicher stellen, dass alle sanitären Anlagen dicht sind und nirgends Wasser austritt. Prüfe, ob alle Hähne vollständig zugedreht werden können und dass – auch am Duschkopf – kein Wasser heraustropft. Ein professioneller Klempner kann zudem prüfen, ob sich korrodierte Wasserleitungen in der Wand oder beschädigte Abflussrohre in älteren Badezimmern befinden.

Regenrinnen

Durch undichte Regenrinnen kann sich ebenfalls Wasser ansammeln. Spritzt Wasser auf deine Wände oder Fensterbänke? Fließt Wasser auf das Dach? Wenn ja, kann die Feuchtigkeit tief in den Dachstuhl eindringen. Tausche deine Regenrinnen aus und stelle sicher, dass das Wasser richtig abfließt und nicht in dein Haus hinein fließt.

Fensterbänke und Türen

Alte Fenster und Türen sind besonders anfällig für das Eindringen von Feuchtigkeit. Möglicherweise ist die Versiegelung nicht mehr dicht, das Holz fängt an zu faulen, oder es bilden sich zunehmend Risse. Du solltest alte Fenster und Türen unabhängig vom Schaden sanieren, um sie wieder feuchtigkeitsbeständig zu machen.

Schornsteine

So schön ein Kamin auch sein mag – genau da könnte die Ursache der gefürchteten Feuchtigkeit liegen. Denn durch offene Schornsteinaufsätze kann Regenwasser in den Schacht sickern und in das Gebäude gelangen. Stelle also sicher, dass dein Schornstein wasserdicht abgedeckt ist und über eine Regenhaube verfügt.

Heizen

Wenig Heizen in Wohnräumen spart vielleicht Geld. Langfristig gesehen zahlt man jedoch einen weitaus höheren Preis. Kalte Luft nimmt weniger Feuchtigkeit auf als warme Luft, wodurch in schlecht beheizten Räumen mehr Kondensation entsteht. Große Temperaturschwankungen verursachen noch größere Probleme. Du solltest dein Zuhause daher konstant heizen und einen Timer oder ein smartes Heizungssystem verwenden. Prüfe zudem deine Heizungskosten und wechsle ggf. den Anbieter, damit Du nicht unnötig viel bezahlst.

Hygiene

In unsauberen, unordentlichen Wohnräumen kann sich schneller Schimmel bilden. Wische in feuchtigkeitsanfälligen Räumen wie Bad oder Küche mit einem milden Reinigungsmittel durch und trockne die Oberflächen mit einem sauberen Tuch ab. Lasse keine feuchten Hand- oder Geschirrtücher herumliegen. Verschimmeltes Silikon im Bad muss regelmäßig mit einem Dichtungsentferner entfernt und erneuert werden.