Auf Feiertage freut sich in der Regel jeder Arbeitnehmer, vor allem wenn Sie wie an Ostern gehäuft sind und ein schönes verlängertes Wochenende bescheren. Doch sieht die Realität leider so aus, dass viele Arbeitnehmer an diesen freien Osterfeiertagen arbeiten müssen. Gibt es für diesen Fall einen Feiertagszuschlag?

Was ist ein Lohnzuschlag im Allgemeinen?

Ein Lohnzuschlag soll Arbeitnehmer dafür entschädigen, dass sie zu einem Zeitpunkt arbeiten, wo viele andere Menschen freihaben. Bei einem Lohnzuschlag unterscheidet man drei Fälle: Zuschläge für die Nacht, sowie für Sonn- und Feiertage.

Anspruch auf Feiertagszuschlag an Ostern

Der eigene Tarif- oder Arbeitsvertrag gibt in der Regeln Auskunft für jeden Arbeitsnehmer, ob ein Anspruch auf einen solchen Zuschlag besteht oder nicht. Die gesetzlichen Regelungen sehen keinen Anspruch auf einen Feiertagszuschlag zu Ostern vor. Der Paragraf 11 Arbeitszeitgesetz hat allerdings einen Ersatzruhetag vorgeben, der entlasten und entschädigen soll. In der Praxis geben viele Firmen ihren Mitarbeitern, die an Feiertagen arbeiten, Zuschläge.

Feiertagszuschläge und Steuer

Die vom Arbeitgeber ausgezahlten Zuschläge werden zusätzlich zum Grundlohn gezahlt. Sie sind nach dem Paragrafen 3b EStG bis zu einem bestimmten Teil steuerfrei. Beispielsweise bleibt ein Zuschlag bis zu 125 Prozent des Grundlohns ohne Steuerbelastung. Weiterhin werden auch Sozialversicherungsbeiträge nicht erhoben. Die 125 Prozent gelten auch für die Osterfeiertage. Die Grenze für den Stundengrundlohn liegt bei 50 Euro.

Ostersonntag gilt nicht als gesetzlicher Feiertag

Für das Thema Lohnzuschlag an Feiertag ist es zudem wichtig, dass zwischen einem kirchlichen und gesetzlichen Feiertag unterschieden wird. Beim Karfreitag und Ostermontag auf der einen Seite, handelt es sich um gesetzliche Feiertage. Der Ostersonntag auf der anderen Seite, stellt einen kirchlichen Feiertag dar. Aus diesem Grund ist der Sonntagszuschlag auch geringer. Weiterhin ist nach Paragraf 9 des Arbeitszeitgesetzes die Sonntagsarbeit verboten. Jedoch gibt es einige Ausnahmen in verschiedenen Branchen, wo Dienste und Arbeit an einem Sonntag unverzichtbar sind.

Um sicher zu gehen, sollten Sie sich Ihren eigenen Arbeitsvertrag ganz genau anschauen. Möglicherweise gibt es bestimmte Klauseln, welche die Feiertagszuschläge regeln und offene Fragen beantworten.