Der Gedanke an die Schultüte zur Einschulung Ihres Kindes löst bei den meisten Eltern gemischte Gefühle aus, Freude und Angst gleichzeitig. Wie wird es dem Kind in der Schule am ersten Tag gehen? Wie findet er/sie die Lehrer/in? Versteht er/sie sich von Anfang an auch gut mit den anderen Kindern?

Vorfreude auf den Schulstart

Viele Kinder haben vor dem ersten Schultag Angst. Eltern sollten daher ihrem Kind auf liebevolle Art und Weise nahebringen, dass diese Angst vollkommen unbegründet ist und versuchen, Ihnen so viele positive Seiten der Schulzeit wie möglich aufzuzeigen. Natürlich sollten die Eltern auch nicht nervös wirken, das überträgt sich auf die Kinder. Planen Sie eine kleine Feier für Ihr Kind und lassen Sie Ihr Kind mitentscheiden, wie und wo diese stattfinden soll, was es zu essen gibt, etc. Das wird die Vorfreude Ihres Kindes verstärken. Am besten freuen Sie sich gemeinsam auf diesen großartigen Einschnitt im Leben Ihres Kindes und versuchen, sich gemeinsam so gut wie möglich darauf vorzubereiten und ohne Stress zu beginnen.

Schulweg kennenlernen

Sprechen Sie den ersten Tag mit Ihrem Kind durch, dadurch fühlt es sich sicherer. Hilfreich ist auch, den Schulweg Tage vorher schon zu gehen oder zu fahren und das Schulgebäude zu besichtigen. In manchen Städten gibt es die Möglichkeit, vor Beginn des Schuljahres das ganze Gebäude zu besichtigen. Wenn Ihr Kind die Schule fußläufig erreichen kann, sollte es das sobald wie möglich tun. Begleiten Sie Ihr Kind zu Beginn lieber zu Fuß, anstatt es mit dem Auto zu fahren. So wird es den Schulweg schnell selbstständig bewältigen.

Die richtige Kleidung

Natürlich möchte man den Kindern auch eine Freude machen und nicht nur die Schultüte, die mit allen möglichen Leckereien befüllt sein wird, erheitert diesen aufregenden Tag im Leben Ihres Kindes. Ein neues Outfit für diesen Tag wird natürlich auch gesucht. Und Kinder werden es lieben, sich eines dafür aussuchen zu dürfen. Ihr Kind sollte sich nicht „verkleiden“, aber auch nicht in der Jogging-Hose in die Schule gehen – der erste Eindruck zählt. Eine Jeans mit einem hübschen Polo-Shirt oder Hemd ist immer eine gute Idee. Natürlich sind auch Kleider hübsch, aber übertreiben Sie es nicht: En Rüschenkleid kann dazu führen, dass Ihr Kind sich unwohl fühlt.

Auf die Plätze, fertig: erster Schultag!

  • Die meisten Schule teilen Ihnen vorher mit, was Ihr Kind am ersten Schultag im Gepäck haben sollte. Dazu gehören oft: Schultüte, Schulranzen, Federmäppchen, Blei- und Buntstifte, Sportsachen, Brotzeittasche, Hausschuhe, Hefte, Bücher, etc.
  • Seien Sie gut auf den ersten Schultag vorbereitet, damit dieser für Sie nicht stressig wird. Planen Sie Zeitpuffer ein.
  • Wo soll das Kind seine Hausaufgaben machen oder lernen? Denken Sie an einen Schreibtisch zuhause und einen rückengerechten Schreibtischstuhl.

Betreuung nach der Schule

Ihr Kind kommt direkt nach der Schule zu Ihnen nach Hause? Dann können Sie sich selbst um Essen und Hausaufgaben kümmern. Achten Sie von Anfang an auf feste Rituale, die zu Ihrem Kind passen. Manche Schüler brauchen eine kurze Pause, bevor Sie sich wieder auf die Hausaufgaben konzentrieren können. Andere möchten lieber direkt loslegen. Ihr Kind sollte Ruhe und nicht zu viele Ablenkungen rund um seinen Hausaufgaben-Platz haben. Tipp: Lassen Sie es die Hausaufgaben möglichst selbst erledigen, kontrollieren Sie aber gemeinsam die Ergebnisse. Manche Kinder gehen in die Ganztagsbetreuung von Schulen – hier regelt ein fester Stundenplan Essen, Spielzeiten und Arbeitsgemeinschaften sowie Hausaufgaben-Zeit. Schauen Sie sich die Hausaufgaben und Rückmeldungen der Lehrer dennoch immer an, wenn Ihr Kind aus der Betreuung nach Hause kommt.

Die ersten Wochen

Die erste Aufregung hat sich gelegt, Ihr Kind ist im Schulalltag angekommen. Die wichtigsten Schritte sind geschafft! Jetzt finden erste Elternabende statt, auf denen Sie viele weitere Tipps erhalten. Reagieren Sie auf Anmerkungen der Lehrer – meist schreiben diese Kommentare in ein Kontaktheft. Geben Sie Ihrerseits Rückmeldung, beispielsweise falls Ihr Kind Schwierigkeiten mit den Hausaufgaben hatte. So können Sie von Anfang an mögliche Stolpersteine aus dem Weg räumen.

Wir wünschen Ihrem Kind eine lehr- und freudenreiche Schulzeit!