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Was ist Elektroschrott?

Bei Elektroschrott handelt es sich um sämtliche elektronisch betriebenen Geräte oder Bauteile, die nicht mehr zum Einsatz kommen. Sie müssen nicht zwangsläufig einen irreparablen Schaden haben. Das können Küchengeräte wie Küchenmaschinen, Mixer, Toaster, Waschmaschinen, Kühlschränke oder Elektroherde sein. Aber auch Bohrmaschinen, Drucker, Fernseher, Föhne, Laptops, Staubsauger sowie Handys gehören zum Elektroschrott. All diese Geräte haben nichts im Hausmüll zu suchen! Sie dürfen nicht in der gelben Tonne entsorgt werden. Bei falscher Entsorgung drohen dem Einzelnen Bußgelder.

Was ist kein Elektroschrott?

Akkus, Batterien, Klimageräte, Beleuchtungen, medizinische Geräte sowie Warmwassergeräte fallen nicht unter Elektroschrott. Batterien und Akkus können zum Händler zurückgebracht werden, der diese dann fachgerecht entsorgt. Es gibt in Drogerien, Supermärlten oder Elektronikgeschäften dafür vorgesehene Sammelstellen oder Behälter. Gleiches gilt für Tinten- oder Druckerpatronen. Leuchtmittel wie Glühlampen oder Halogenleuchten dürfen im Restmüll entsorgt werden.

Wo kann man Elektroschrott entsorgen?

Beim Händler

Seit 2018 ist die Entsorgung von Elektro und Elektroschrott neuen Regeln unterworfen. Demnach darf man Elektroschrott nicht mehr in den Hausmüll werfen, da zahlreiche Rohstoffe wiederverwertet werden können.

Sowohl Onlineshops als auch Elektronikmärkte vor Ort sind dazu verpflichtet, alte Geräte kostenlos zurückzunehmen. Dies gilt für stationäre Händler, die eine Verkaufsfläche von mindestens 400 Quadratmeter besitzen. Bei Online-Händlern zählt die Versand- und Lagerfläche. Das zu entsorgende Altgerät darf eine Größe von 25 Zentimetern nicht überschreiten. Diese Abmessung trifft beispielsweise auf Föhne, Lockenstäbe oder Mixer zu.

Elektrogeräte über 25 Zenti­meter wie Mikrowellen, Staubsauger oder Waschmaschinen müssen stationäre Händler sowie Online-Händler ebenfalls zurücknehmen. Jedoch nur, wenn zugleich ein neues Gerät erworben wird. Das Altgerät wird dann entweder direkt im Geschäft entgegengenommen oder bei Lieferung gegen das neue Gerät eingetauscht. Du solltest bei der Bestellung des Neugeräts angeben, dass du ein altes Elektronikgerät entsorgen lassen willst.

Auf dem Recyclinghof oder bei Sammelstellen

Du musst vorhandenen Elektroschrott nicht zwingend beim Händler entsorgen, sondern kannst den Elektromüll wahlweise beim nächstgelegenen Recyclinghof kostenlos abgeben. Informiere dich vorher über die entsprechenden Öffnungszeiten, da eine Ablage außerhalb der Höfe verboten ist.

Es gibt kommunale Sammelstellen, die Elektromüll oftmals kostenfrei entgegennehmen. Sollen die elektronischen Altgeräte als Sperrmüll bei dir Zuhause abgeholt werden, musst du die Abholung bestellen. Unter Umständen fallen Gebühren für die Abholung und Entsorgung an.

Wenn du dir nicht ganz sicher bist, wo du deinen Elektroschrott entsorgen kannst, informiere dich auf der Website deiner Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für das Smartphone gibt es die App „eSchrott“. Ebenso kannst du Elektronikschrott teilweise bei Schrott- oder Altwarenhändlern abgeben, wo dieser recycelt wird.

Du hast 5 Möglichkeiten:

  • Kostenlose Rücknahme kleiner Altgeräte bis 25 Zentimeter auch ohne Kauf eines neuen Gerätes im stationären Handel oder beim Online-Händler.
  • Kostenlose Rücknahme großer Altgeräte über 25 Zentimeter beim Kauf eines gleichwertigen Produkts im stationären Handel oder beim Online-Händler.
  • Kostenlose Entsorgung auf entsprechenden Recyclinghöfen während der Öffnungszeiten sowie bei kommunalen Sammelstellen.
  • Entsorgung und Abholung des Elektromülls durch die Stadt oder Gemeinde.
  • Abgabe an Schrott- und Altwarenhändler

Was geschieht mit dem Elektroschrott?

Grundsätzlich nehmen Recyclinghöfe in Deutschland alte elektronische Geräte kostenlos zum Entsorgen an. Hierbei erfolgt das Trennen der Altgeräte nach Materialien, welche dann von Mitarbeitern entweder weiterverarbeitet oder fachgerecht entsorgt werden. Momentan kann für jedes fünfte Elektroteil eine Wiederverwendung gefunden werden. Deshalb sind diverse Händler dazu verpflichtet, Elektroschrott kostenlos für das Recycling zurückzunehmen und den Recyclingprozess zu unterstützen.

Gehörst du zu den Menschen, die stets das neueste Smartphone besitzen müssen und daher eine Schublade voll alter Geräte haben? Dabei funktioniert das alte Handy noch, du nutzt es nur nicht mehr? Dadurch liegt eine Vielzahl noch funktionstüchtiger Handys ungenutzt herum. Statistiken zufolge legen sich die meisten Smartphone-Besitzer nach 18 Monaten ein neues Mobiltelefon zu. In den Geräten befinden sich Rohstoffe, die dank Recycling wieder in neuen Handys verbaut werden können. Diese Art der Rohstoffgewinnung wird Urban Mining genannt.

Wenn du dein altes Handy also nicht mehr benötigst, hast du die Möglichkeit dieses in eine Sammelbox einzuwerfen. Ist diese voll, entnimmt entsprechendes Personal allen Mobiltelefonen die wertvollen Rohstoffe. Diese kommen erneut bei der Produktion neuer Handys zum Einsatz. Nimmst du eine der genannten Möglichkeiten in Anspruch, trägst du nachhaltig dazu bei, Ressourcen zu schonen.

Elektromüll vermeiden oder richtig entsorgen – 3 Tipps

Da sich Elektroschrott zu einem zunehmenden Problem entwickelt, sollte man darüber nachzudenken, ob elektronische Gegenstände immer gleich ersetzt oder entsorgt werden müssen.

Die nachfolgenden Tipps helfen dir bei der Entscheidungsfindung:

1. Reparatur statt Wegwurf

Frage dich vor dem Kauf eines neuen Gerätes, ob dieser wirklich notwendig ist. Vielleicht erfüllt das alte Smartphone noch seinen Zweck, auch wenn es ein paar kleinere Mängel hat? Viele Mängel lassen sich zudem leicht beheben. Ob Hobbybastler oder der nächstgelegene Reparaturservice – es findet sich sicher jemand, der dir bei der Reparatur behilflich ist. So nutzt du die Lebensdauer deiner Geräte optimal aus und es entsteht zugleich weniger Elektromüll. Das schont die Umwelt.

2. Tauschen, verschenken oder verkaufen

Bevor du alte Geräte als Elektroschrott entsorgst, überlege dir, ob du noch funktionsfähige Elektrogeräte nicht lieber verschenken oder eintauschen möchtest. Mittlerweile gibt es viele Tauschbörsen auf denen du sicherlich etwas für einen fairen Tausch findest. Oftmals lagern alte Elektrogeräte in Schränken oder im Keller. Sie sind als Ersatz gedacht, falls mal etwas kaputt geht. Ein Verkauf ist häufig die bessere Alternative. Das Gerät wird genutzt und verkümmert nicht in einer Schublade. Akkubetriebene Geräte werden beispielsweise bei jahrelanger Nichtnutzung tiefentladen. Sie sind beschädigt oder gehen gar kaputt. Sie eignen sich oftmals nur noch als Ersatzteilspender oder für Bastlerzwecke. Eine bessere Lösung stellt somit der Verkauf des Geräts an jemanden dar, der dieses aktiv nutzen möchte. Zusätzlich verdienst du dir mit dem Verkauf alter Elektrogeräte eventuell den ein oder anderen Euro dazu.

3. Was gehört in den Elektromüll?

Wenn du dir unsicher bist, was zur Elektronik gehört, denke daran: Alles, was durch Akkus, Batterien oder via Stromkabel betrieben wird, hat im Restmüll nichts verloren. Auch Lichtschalter oder Steckdosen sind tabu. An neueren Geräten wird dies durch eine durchgestrichene Mülltonne symbolisiert. So weiß jeder, dass es sich um Elektroschrott handelt.

Fazit – Elektroschrott vermeiden

In einer perfekten Welt ließen sich Elektrogeräte gänzlich recyceln und deren Bestandteile wiederverwenden. Davon könnte die Umwelt profitieren und Ressourcen ließen sich schonen. Bis wir soweit sind, bleibt uns nur das stetige Einsammeln von Altgeräten und das Bemühen um Entsorgungsstellen. Deshalb ist es besser, Elektroschrott möglichst nicht erst entstehen zu lassen oder wenigstens zu vermeiden. Müssen wir doch mal Elektromüll entsorgen, gilt es darauf zu achten, dass die Entsorgung fachgerecht geschieht. Nur so schonst du die Umwelt.

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