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Den Schulabschluss in der Tasche und die Welt steht offen. Dabei können die Möglichkeiten, die nach der Schule auf Absolventen einprasseln, oftmals ganz schön überfordernd sein. Studium, Ausbildung oder ein freiwilliges Jahr sind für viele die gängigsten Wege. Auch seit ein paar Jahren auf dem Vormarsch ist das duale Studium. Aber was ist so besonders an dieser Ausbildungsart? Was unterscheidet ein duales Studium von der klassischen Ausbildung oder dem klassischen Studium? Und auf welche Rahmenbedingungen, zum Beispiel Absicherungen, müssen duale Studenten beachten? In diesem Beitrag geben wir die Antworten.

Wir bei der Generali bieten jungen Menschen auch die Möglichkeit, über ein duales Studium in den Arbeitsalltag zu finden.

Was ist ein duales Studium?

Wie der Begriff schon verdeutlicht, setzt sich ein duales Studium aus zwei Komponenten zusammen: Der Theorie und der Praxis. Das duale Studium verbindet das, was du in der Hochschule lernst, mit Praxisphasen in einem Unternehmen. Immer endet ein duales Studium mit dem Bachelorabschluss oder wird in einem Masterstudiengang fortgesetzt. Manchmal absolvierst du aber auch gleichzeitig eine anerkannte Berufsausbildung.

Diese unterschiedlichen Abschlüsse geben dem dualen Studium unterschiedliche Formen und Namen. Wir unterscheiden zwischen vier Modellen:

Was ist ein praxisintegriertes duale Studium?

Das praxisintegrierte duales Studium endet mit dem Bachelor- bzw. Masterabschluss. Zeitgleich zum Studium gehst du einer Tätigkeit in einem Unternehmen nach. Hier bist du zum Beispiel als Praktikant, Volontär, als Student oder sogar im Rahmen eines Arbeitsvertrags beschäftigt. Mit Abschluss deines Studiums hast du keine zusätzliche abgeschlossene Ausbildung. Ein praxisintegriertes duales Studium dauert in der Regel drei bis vier Jahre.

Achtung: Neben der Tatsache, dass für praxisintegrierte duale Studiengänge keine Vergütungspflicht besteht, greift die Unfallversicherungspflicht über den Betrieb nur in Praxisphasen. Sichere dich daher auch außerhalb der Praxisphasen mit der Unfallversicherung von Generali ab.

Was ist ein ausbildungsintegriertes duales Studium?

Beim ausbildungsintegrierten dualen Studium absolvierst du zeitgleich eine Ausbildung und den Bachelorabschluss. Du besuchst den Ausbildungsbetrieb, die Hochschule oder die Berufsschule im Wechsel. Am Ende deines dualen Studiums hast du damit sowohl einen Hochschulabschluss als auch einen Gesellenbrief oder einen anderen anerkannten Berufsabschluss in der Tasche.

Ein ausbildungsintegriertes duales Bachelorstudium dauert zwischen drei und fünf Jahren. Wenn du dich also für diesen Weg des dualen Studiums entscheidest, dann ist das hier vielleicht etwas für dich.

Was ist ein berufsintegriertes duales Studium?

Das berufsintegrierte duale Studium ist in erster Linie an diejenigen gerichtet, die sich bereits im Berufsleben befinden. Merkst du hier, dass du dein Wissen in einem bestimmten Bereich noch vertiefen möchtest, kannst du ein berufsbegleitendes Studium absolvieren. Dann arbeitest du weiterhin in deiner Anstellung in Teilzeit und nutzt die verbliebene Zeit für deine Studieninhalte. Meist haben vor allem große Unternehmen bestimmte Partnerhochschulen, die bereits in der Zusammenarbeit mit ihnen sind. Möglicherweise auch mit dem Unternehmen indem du arbeitest. Viele Unternehmen sind auch bereit, einen Teil der Studienkosten zu übernehmen. Du solltest also unbedingt vorab mit deinem Arbeitgeber über Chancen und Möglichkeiten sprechen. Ein berufsintegriertes duales Studium dauert in der Regel drei bis vier Jahre.

Was ist ein berufsbegleitendes duales Studium?

Auch beim berufsbegleitenden dualen Studium hast du bereits einen Abschluss absolviert und befindest dich in einer Anstellung. Wenn du weiterhin in Vollzeit arbeiten möchtest, ist das die einzige Möglichkeit, ein vollwertiges Studium zu erlangen. Diese Art von dualem Studium ist häufig vergleichbar mit einem Fernstudium, erfordert aber viel Engagement und enge Absprachen mit dem Arbeitgeber. Denn für die Prüfungen musst du natürlich in deinem Beruf freigestellt sein. Auch hier beteiligen Unternehmen sich in der Regel an den Studiengebühren, sodass diese ihre Kandidaten sorgfältig auswählen. Das berufsbegleitende duale Studium dauert drei bis vier Jahre im Bachelor. Den Master schließt du in der Regel innerhalb von zwei Jahren ab.

Welche Bereiche eigenen sich für ein duales Studium?

Inzwischen gibt es ein großes Angebot an dualen Studiengängen. Ob Betriebswirtschaft, Maschinenbau, ob Tourismusmanagement, Soziale Arbeit oder Verwaltung – die Möglichkeiten sind enorm. Prinzipiell lohnt es sich, das Angebot der Fachhochschulen, der Berufsakademien und der eigens dafür eingerichteten Dualen Hochschulen unter die Lupe zu nehmen. Dort erfährst du, welche breitgefächerten Studiengängen sie für ein duales Studium anbieten.

Voraussetzungen: Was brauchst du, um dich für ein duales Studium zu bewerben?

Wie bereits beschrieben, gibt es unterschiedliche Anforderungen für die unterschiedlichen dualen Studiengänge. Bei allen benötigst du aber mindestens die Fachhochschulreife, die deine Studierfähigkeit nachweist. Je nach Art deines dualen Studiums brauchst du auch eine bereits abgeschlossene Ausbildung oder einen Betrieb, der dein duales Studium mitträgt.

Bewerbung duales Studium: Wann musst du dich für ein duales Studium bewerben?

Wenn du dich für ein duales Studium entschieden hast, musst du dich früh um einen Platz bemühen. Denn in der Regel finden die Bewerbungsphasen bereits ein Jahr vor Beginn des dualen Studiums statt. Große Firmen planen langfristig. Bei kleinen liegen die Bewerbungsphasen teilweise etwas näher am Studienbeginn. Möchtest du beispielsweise nach deinem Schulabschluss im Jahr 2022 ein duales Studium machen, solltest du dich bereits im Sommer 2021 dafür bewerben.

Zu beachten ist jedoch, dass Hochschule und Unternehmen im Regelfall bis zu einem gewissen Grad gesondert darüber entscheiden, wen sie aufnehmen. Das bedeutet, dass du dich sowohl bei deinem Wunschunternehmen als auch bei einer Hochschule bewerben musst. Informiere dich deshalb vorab darüber, ob das Unternehmen mit einer speziellen Einrichtung kooperiert. So kannst du dir die Suche nach einer passenden Hochschule erleichtern.

Wie viel kostet ein duales Studium? Wann bekommst du ein Gehalt?

Die Kosten fallen je nach Branche sehr unterschiedlich aus, deswegen lässt sich diese Frage schwer beantworten. Grundsätzlich entscheidet deine Praxisstelle darüber, welches Gehalt sie dir zahlen und ob sie sich beispielsweise an den Studienkosten beteiligen. Bei einem dualen Ingenieursstudium beispielsweise verdienen die Studenten manchmal sogar schon rund 1000 Euro monatlich während des Bachelors. Dagegen werden in anderen Bereichen nur wenige Hundert Euro gezahlt, wobei Studiengebühren und Lebenshaltungskosten noch nicht mitinbegriffen sind. Eine finanzielle Absicherung ist somit besonders wichtig.

Duales Studium und Versicherung: Wer zahlt die Krankenversicherung?

Im dualen Studium bist du grundsätzlich verpflichtet, dich gesetzlich zu versichern. Während „normale“ Studenten sich noch von der Versicherungspflicht befreien können und damit in der Familienversicherung unterkommen, gilt das für dich nicht. Du verdienst nämlich mehr als 450 Euro monatlich.

Die Krankenvollversicherung von Generali bietet dir eine Auswahl an individuellen Versicherungen, die optimal auf deine Bedürfnisse abgestimmt sind.

Was sind die Vorteile und was die Nachteile eines Dualen Studiums?

Die Vorteile eines dualen Studiums liegen auf der Hand: Du sammelst schon früh Berufserfahrung und hebst dich deswegen später bei der Stellensuche von anderen Bewerbern ab. Dadurch hast du auch eine andere Verhandlungsgrundlage bei deinem Gehalt und verdienst nach Abschluss deines dualen Studiums in der Regel besser.

Der praktische Anteil des Studiums sorgt darüber hinaus für Abwechslung im Lernalltag. Es verbindet theoretische Inhalte aus deinem Studium direkt mit der Praxis. Oftmals musst du dich nach einem dualen Studium nicht einmal auf Jobsuche begeben. Das Unternehmen hat während deines Studiums in dich und deine Ausbildung viel Zeit und Geld investiert. Folglich möchte es dich sehr wahrscheinlich auch über das Studium hinaus als Mitarbeiter beschäftigen.

Der Nachteil eines dualen Studiums ist vor allem für alldiejenigen gegeben, die sich eine wissenschaftliche Karriere wünschen. Du studierst an einer Hochschule und nicht an einer Universität, das Thema Forschung findet dadurch kaum Raum. Auch die hohe Belastung und das frühe Festlegen auf einen Arbeitsbereich sind sicherlich Nachteile: Nur wenn du wirklich bereit bist, ein paar Jahre engagiert und diszipliniert am Ball zu bleiben, eignet sich das duale Studium für dich. Du solltest bereits früh wissen, in welcher Branche du einmal Fuß fassen möchtest. Denn ein Studienwechsel ist in einem dualen Studium fast nicht möglich beziehungsweise nur mit hohen Kosten verbunden.

Fazit: Duales Studium als Alternative zum klassischen Weg

Grundsätzlich gilt: Es ist immer sinnvoll, sich über ein duales Studium zu informieren. Entscheidest du dich dagegen, hast du nach einer Ausbildung immer noch die Möglichkeit, ein Studium berufsbegleitend oder berufsintegriert nachzuholen. Wichtig ist, dass du dich auf diesem Weg nicht verlierst und für dich selbst einen sicheren Rahmen schaffst. Um diesen Rahmen zu schaffen, können wir dir mit der notwendigen Vorsorge helfen.

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