Rund acht Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Diabetes. Diese Zahl wird sich in den kommenden zehn Jahren sogar verdoppeln, schätzen Experten. Dabei lässt sich die Krankheit sehr einfach überwinden.

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Jeden Tag erhalten in Deutschland 700 Patienten von ihrem Arzt eine unangenehme Diagnose – Diabetes Typ 2, auch Alterszucker genannt. Auch wenn der Name anderes suggeriert - jüngere Menschen sind immer häufiger von der Krankheit betroffen. Rund acht Millionen Menschen in Deutschland leben bereits mit einem dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel. In rund zehn Jahren sollen es doppelt so viele sein, schätzen Experten. Hinzu kommen zahllose unentdeckte Fälle der Krankheit.

Eine klassische Zivilisationskrankheit

Diabetes Typ 2 ist eine klassische Zivilisationskrankheit. Das zeigen die Gründe für den rasanten Anstieg der Patientenzahlen: Zum einen bringen die Deutschen immer mehr auf die Waage, weil sie so gerne zu Junk-Food wie Burger, Pommes oder Pizza greifen. Und zum anderen bewegen sie sich zu wenig. Ein weiterer Punkt für den Anstieg der Krankenzahlen: Die Deutschen werden immer älter. „Typ-2-Diabetiker sind meistens übergewichtig, haben Bluthochdruck und erhöhte Blutfette“, schildert Professor Dr. Stephan Martin, Chefarzt Diabetologie im Verbund der Katholischen Kliniken Düsseldorf (VKKD) die Folgen.

Zu viel Zucker belastet den Körper

Rund um die Uhr benötigt der Körper Energie für Herzschlag, Atmung, Muskelaktivität oder Stoffwechselprozesse. Diese Energie bekommt er, in dem er Nahrungsbestandteile in Blutzucker umwandelt. Werden über einen längeren Zeitraum dem Körper mehr Kalorien zugeführt, als er verbraucht, speichert er die überschüssige Energie mithilfe des Hormons Insulin als lokale Zucker- oder Fettdepots. Hält das dauerhafte Energieüberangebot über Jahre an, wird die Aufnahmebereitschaft der Energiedepots geringer und der Körper muss mehr Insulin bereitstellen, um den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. Diese Phase nennt man Insulinresistenz, es ist der Beginn des Typ-2 Diabetes.

Folgen bis zum Herzinfarkt

Mehr als 48 Milliarden Euro kostet die Behandlung von Diabetikern in Deutschland jedes Jahr. Ein Großteil der Behandlungskosten entsteht durch Begleiterscheinungen und Komplikationen. Denn vielen Diabetikern sind die regelmäßig auftretenden Folgeerkrankungen ihrer Krankheit nicht bewusst: Nierenschäden, Erblindung, Fußamputationen oder Herzinfarkte sind nur einige Beispiele.

Krankheit lässt sich aus eigener Kraft überwinden

Dabei ist eine Behandlung von Diabetes eigentlich ganz „einfach“. Ändern Betroffene ihren Lebensstil, treten solche Folgeerkrankungen meistens sehr viel später oder gar nicht auf. „Es gibt kaum eine Krankheit, die nachweislich in so hohem Maße durch den Lebensstil – insbesondere Bewegung und Ernährung – bestimmt wird, wie Diabetes Typ 2“, erklärt Prof. Dr. Stephan Martin, auch Chefarzt und Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums. So können Diabetiker schon mit kleinen Veränderungen im Alltag große Effekte erzielen. Vor allem regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung beeinflussen den Krankheitsverlauf positiv.

Umstellung der Lebensgewohnheiten

Dabei muss es nicht einmal dazu kommen. Schließlich kann der Diabetiker den Krankheitsverlauf selber beeinflussen. Die wichtigsten Punkte: Gesunde Ernährung und regemäßige Bewegung. Also Gemüse und Salate statt Burger und Pommes. Und lieber zu Fuß oder mit dem Fahrrad ins Büro, statt mit Auto und Bahn. Dazu lange Spaziergänge an der frischen Luft statt die aktuellste Netflix-Serie auf dem heimischen Sofa schauen. Auch wenn das zu Beginn vielleicht mühsam ist. Der Aufwand lohnt sich. „Typ-2-Diabetiker können mit einer konsequenten Lebensweise die Erkrankung ohne Medikamente behandeln und sogar besiegen“, sagt Dr. Stephan Martin.

Generali-Tipp:  Greifen Sie zu Gemüse und pflanzlichen Fetten wie Olivenöl oder Nüssen. Vermeiden Sie zu viele zuckerhaltige Limonaden und zu viele Kohlenhydrate. Nehmen Sie die Treppe anstelle des Aufzugs. Damit reduzieren Sie deutlich ihr Risiko, an Diabetes zu erkranken. Der Krankenversicherer der Generali, die Central Krankenversicherung AG, hat für seine Kunden ein Versorgungsprogramm für vollversicherte Kunden entwickelt, das genau an den Lebensgewohnheiten ansetzt.