Mit zunehmendem Alter wächst das Risiko, an Demenz zu erkranken. Wir sind geistig nicht mehr so fit, wie wir es einmal waren, und vergessen schneller Dinge. So muss es jedoch nicht kommen. Laut Forschern gibt es unzählige Dinge, die wir tun können, um den Abbau der kognitiven Fähigkeiten in späteren Lebensjahren zu verhindern beziehungsweise zu verlangsamen. Dazu zählen auch die folgenden Spiele und Übungen, die einen entscheidenden Unterschied machen können. In diesem Artikel stellen wir Dir die Ergebnisse jüngster Studien vor und zeigen Dir, mit welchen Aktivitäten Du Dein Gehirn fit hältst. So kannst Du noch heute mit dem Gehirntraining beginnen.

1. Schach

Studien zufolge haben Menschen, die taktisch anspruchsvolle Spiele spielen, ein zweieinhalb Mal niedrigeres Alzheimer-Risiko als Menschen, die ihr Gehirn nicht auf diese Weise trainieren. Schach eignet sich besonders gut dafür. Es ist einfach zu erlernen und jede Partie ist eine neue Herausforderung. Das Brettspiel Go aus dem alten China ist eine noch anspruchsvollere Möglichkeit, unsere grauen Zellen zu trainieren.

2. Briefe schreiben

Neurologische Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Menschen, die in späteren Lebensjahren Briefe schreiben, ein verlangsamter Abbau der mentalen Fähigkeiten zu beobachten ist. Briefe schreiben und bekommen wirkt sich auch positiv bei Menschen aus, die bereits erste Anzeichen von Demenz zeigen. Dadurch bleiben nicht nur Erinnerungen erhalten, es wird auch die Beziehung zu geliebten Menschen gestärkt.

3. Yoga

Eine Studie der University of California aus dem Jahr 2014 hat ergeben, dass Yoga und Meditation im Rahmen eines speziellen therapeutischen Programms den Gedächtnisverlust umkehren können. Yoga kann mit der Zeit Stress reduzieren und das Gehirn effektiv trainieren. Diese Wirkung wird darauf zurückgeführt, dass man sich bestimmte Positionen merken und sich auf Atmung, Bewegungsabläufe und Visualisierung konzentrieren muss. Körperliches Training ist generell gut für unsere kognitiven Fähigkeiten. Wenn Du mehr Bewegung in Deinen Alltag einbaust, kannst Du also nicht nur Deinen Körper, sondern auch Dein Gehirn trainieren. Wenn Du gleichzeitig Deine sozialen Kontakte pflegen möchtest, kannst Du zum Beispiel einen Tanzkurs machen. Auch hier muss man sich bestimmte Abläufe einprägen. Durch den ständigen Lernprozess bleibt unser Gehirn jung und fit.

4. Musik hören

Musik hören, singen oder ein Instrument spielen hat sich als äußerst effektives Mittel bei der Bewältigung und Reduzierung von Alzheimer-Symptomen erwiesen. Eine Studie der West Virginia University aus dem Jahr 2017 konnte dies mithilfe von MRT-Scans nachweisen. Dabei waren mehr Aktivität und Verknüpfungen im Gehirn von Patienten zu erkennen, die ihre Lieblingsmusik hörten, als bei der Vergleichsgruppe. Stelle Dir also eine Playlist mit Deinen Lieblingssongs zusammen und höre sie so häufig wie möglich. Oder noch besser: Spiele beziehungsweise erlerne ein Instrument und singe nach Lust und Laune. Einen ähnlichen Effekt hat übrigens auch das Erlernen einer neuen Sprache.

5. Lesen

Eine Studie des Rush University Medical Centers von 2013 konnte zeigen, dass bei Menschen, die in ihrer Freizeit gerne lesen und/oder Kreuzworträtsel lösen, ein deutlich geringeres Risiko für einen Abbau der mentalen Fähigkeiten besteht. Besuche doch wieder einmal die örtliche Bibliothek oder gründe eine Lesegruppe – so kannst Du Lesen und das Pflegen sozialer Kontakte miteinander verbinden.