Verspätete Lohnzahlung: Welche Rechte Sie haben

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Ver­spä­tete Lohn­zah­lung: Wel­che Rechte Sie haben

Viele Arbeitnehmer stellt eine verspätete Lohnzahlung vor einige Probleme. Die Abbuchung der Miete, Energiepauschale, Versicherung und die monatliche Telefonrechnung geraten in Gefahr bzw. werden unmöglich. Wenn das häufig vorkommt, landet das Girokonto dauerhaft im Soll, und es drohen Rücklastschriften mit negativen Auswirkungen auf die SCHUFA. Können Raten für den Hauskredit oder das Auto nicht wie vereinbart gezahlt werden, droht die Kündigung des Kreditvertrages. Erfahren Sie bei uns, wie Sie sich gegen Zahlungsverzögerungen beim Gehalt wehren.

Gehalt zu spät überwiesen. Welche Fristen müssen Arbeitnehmer beachten?

Ist der Arbeitgeber für den Lohnverzug verantwortlich, können Sie als Arbeitnehmer gegen eine ständig verspätete oder länger ausbleibende Gehaltszahlung rechtlich vorgehen. Es gibt Fristen zu beachten, wenn Sie eine Lohn- oder Gehaltszahlung einfordern möchten. Diese können in Arbeits- oder Tarifverträgen enthalten sein. Im Allgemeinen müssen Sie sich innerhalb von drei bis sechs Monaten gegen den Zahlungsausfall wehren und die Lohn- oder Gehaltszahlung vom Arbeitgeber einfordern.

Arbeitsgeber zahlt Gehalt zu spät. Was ist konkret zu tun?

Bleibt das Gehalt bzw. der Lohn zum vereinbarten Zahlungstermin aus, fordern Sie Ihren Arbeitgeber schriftlich zur Zahlung auf. Das Schreiben sollte die geschuldete Lohn- oder Gehaltssumme und eine Zahlungsfrist enthalten.
Wenn der Arbeitgeber der Zahlungsaufforderung nicht nachkommt, reichen Sie Lohnklage beim Arbeitsgericht ein. Einklagen sollten Sie dabei das Bruttogehalt. Sie können die Klage bei den Rechtsantragstellen der Arbeitsgerichte einreichen oder einen Rechtsanwalt beauftragen. Die meisten Lohnklagen enden meist mit einem Versäumnisurteil, weil der Arbeitgeber nicht vor Gericht erscheint.

40 Euro Strafe für verspätete Lohnzahlung

Arbeitnehmer haben seit Juli 2016 einen gesetzlichen Anspruch auf einen Schadensersatz bei Lohnverzug. Der Arbeitgeber muss eine pauschale Verzugsstrafe in Höhe von 40 Euro bezahlen. Insgesamt muss Ihnen der Arbeitgeber den ausstehenden Lohn nebst Verzugszinsen plus Verzugspauschale zahlen. In Zahlungsverzug gerät der Arbeitgeber, sobald er den zugesagten Lohnzahlungstermin nicht einhält.

Verspätete Lohnzahlung. Rechtschutz kann die Kosten beim Arbeitsgericht decken

Rechtsschutzversicherungen decken nicht alle Streitigkeiten rund um das Arbeitsverhältnis ab. Nur eine Rechtsschutzversicherung mit integriertem Arbeitsrechtsschutz übernimmt die Deckung der entstehenden Kosten arbeitsrechtlicher  Auseinandersetzungen vor dem Arbeitsgericht. Ist das Arbeitsrecht versichert, übernimmt der Versicherer die Kosten bei Rechtsstreitigkeiten wegen verspäteter oder komplett ausbleibender Lohnzahlung und bei Kündigung.

Alle im Rahmen der Arbeitnehmerhaftung versehentlich angerichteten Schäden im Zusammenhang mit der Tätigkeit im Betrieb sind gleichfalls versichert. Die Kosten eines Arbeitsgerichtsprozesses werden auf der Basis eines Streitwertes in Höhe der letzten drei Bruttomonatsgehälter berechnet, sodass eine Rechtsschutzversicherung eine günstige Absicherung ist.

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