Rundum-Schutz
Für die Generation der 18- bis 32-Jährigen ist die eigene Zukunft kein abstraktes Gedankenspiel mehr, das sie auf „irgendwann später“ verschieben kann. In einer Welt, die von Dauerkrisen, Debatten über wackelige Rentensysteme und explodierenden Lebenshaltungskosten geprägt ist, ist die Frage nach der finanziellen Sicherheit längst im Hier und Jetzt angekommen.
Das bestätigt auch die Generali-Umfrage 2025, für die 1.000 junge Menschen zwischen 18 und 32 Jahren repräsentativ befragt wurden: Das Bewusstsein für die Altersvorsorge ist vorhanden. Die jungen Erwachsenen haben verstanden, dass sie handeln müssen. Doch zwischen dieser Erkenntnis und dem tatsächlichen ersten Investment tut sich oft ein tiefer Graben auf.
Da die Fragestellungen der Studie fast identisch mit der Vorläufer-Befragung aus dem Jahr 2020 sind, lassen sich Entwicklungen präzise nachvollziehen: Im direkten Vergleich wird sichtbar, wie massiv sich das Wissen, aber auch das Unsicherheitsgefühl in den letzten fünf Jahren verändert haben.
Das Wichtigste in Kürze:
- Wissen allein reicht nicht: Trotz deutlich gestiegenem Bewusstsein für die Rentenlücke sinkt die tatsächliche Sparquote, vor allem bei den ganz Jungen.
- Sorgen blockieren: Die massiv gewachsene Zukunftsangst wirkt oft lähmend statt motivierend, wobei junge Frauen besonders unter finanziellem Druck leiden.
- Neues Sparverhalten: Kapitalmarkt-Lösungen wie ETFs überholen die Immobilie, doch mangelndes Finanzwissen bleibt die größte Einstiegshürde.
Dass die Altersvorsorge bereits in jungen Jahren beginnen sollte, haben inzwischen fast alle verstanden. Laut der aktuellen Generali-Studie stufen 77 % der Befragten das Thema als bedeutsam ein – ein massiver Zuwachs seit 2020. Doch obwohl das Bewusstsein für die Rentenlücke schlagartig gewachsen ist, tritt die tatsächliche Sparrate auf der Stelle. Nur 55 % legen wirklich Geld zurück – sogar noch etwas weniger als vor fünf Jahren (57 %).
Besonders alarmierend ist die Entwicklung bei den ganz Jungen. In der Gruppe der 18- bis 22-Jährigen ist die Vorsorgequote von 49 % im Jahr 2020 auf nur noch 41 % in 2025 abgestürzt. Das mag nach wenig klingen, hat aber finanziell massive Auswirkungen. Warum? Weil genau in diesen frühen Jahren der Zinseszinseffekt seine volle Kraft entfaltet. Wer hier den Anschluss verpasst, muss später doppelt so viel investieren, um dieselbe Lücke zu schließen.
Es ist eine der brisantesten Erkenntnisse der Untersuchung: Im gleichen Maße wie das Bewusstsein für die eigene Vorsorge wächst auch die psychische Belastung. Mittlerweile leben 71 % der jungen Erwachsenen mit der konkreten Furcht, im Alter nicht ausreichend Geld zur Verfügung zu haben – ein massiver Anstieg im Vergleich zum Jahr 2020. Dabei ist eine deutliche Kluft zwischen den Geschlechtern zu beobachten: Während 61 % der Männer besorgt sind, blicken erschreckende 82 % der jungen Frauen mit Unbehagen auf ihre finanzielle Zukunft.
Diese Werte kommen nicht von ungefähr, sondern sind das Echo der vergangenen Jahre. Globale Konflikte, politische Instabilität und wirtschaftliche Turbulenzen haben den Zukunftsoptimismus einer ganzen Generation spürbar gedämpft. Fast drei Viertel der Befragten geben an, dass sie heute deutlich sorgenvoller in die Welt blicken als noch vor ein paar Jahren.
Man könnte meinen, dass große Angst automatisch zu mehr Vorsorgeaktivität führt, doch die Realität sieht anders aus. Es entsteht eine gefährliche Kettenreaktion, bei der die Sorge den Einstieg oft eher hemmt als fördert. Wer fürchtet, eine fatale Fehlentscheidung beim Investieren zu treffen, entscheidet sich am Ende häufig erst einmal gar nicht. Besonders Menschen mit wenig finanziellem Spielraum empfinden jede zusätzliche Belastung für Vorsorge-Maßnahmen als Überforderung. Das führt unweigerlich in eine psychische Sackgasse: Die Sorge ist mittlerweile groß genug, um permanenten Druck zu erzeugen, aber oft nicht klar genug strukturiert, um daraus konkrete Handlungsschritte abzuleiten.
Alle Ergebnisse der Befragung
Quelle: Generali Befragung „Junge Menschen und Altersvorsorge“ von 2025
Beim Thema Finanzwissen zeigt die Studie ein deutliches Muster. Gut die Hälfte der jungen Erwachsenen schätzt ihr eigenes Wissen zur Altersvorsorge als eher schlecht ein. Nur 13 % fühlen sich sehr gut informiert.
Dabei ist dieses fehlende Wissen keineswegs nur ein akademisches Problem – es hat handfeste Konsequenzen für den Kontostand. Wer sich unsicher fühlt, neigt dazu, wichtige Entscheidungen auf die lange Bank zu schieben oder greift frustriert zu vermeintlich „sicheren“ Lösungen, die am Ende kaum Rendite abwerfen. Selbst kleine Wissenslücken können so dazu führen, dass wertvolle Jahre für den Vermögensaufbau ungenutzt verstreichen.
Dabei zeigt der Blick in die Daten einen weiteren wiederkehrenden Befund: Das Gender Gap beim Finanzwissen ist real. Mehr als die Hälfte der jungen Frauen bewertet ihr Wissen als unzureichend. Gleichzeitig trauen sich Männer deutlich häufiger zu, gute Entscheidungen treffen zu können – selbst dann, wenn ihre objektiven Kenntnisse kaum höher sind. Die Folge: Männer starten früher mit der Vorsorge und sparen im Durchschnitt konsequenter.
Ein neuer Trend zeichnet sich ab: Die junge Generation verabschiedet sich vom Fokus auf Immobilien (17 %) und setzt verstärkt auf die Kapitalmärkte. Für 30 % der Befragten sind ETF- und Fondssparpläne mittlerweile die überzeugendste Lösung für den langfristigen Aufbau von Vermögen. Diese Entwicklung spiegelt ein modernes Verständnis von Vorsorge wider, das auf Eigenverantwortung und digitaler Zugänglichkeit basiert. Eine große Herausforderung bleibt jedoch die bestehende Unsicherheit: 22 % der jungen Erwachsenen geben an, keine passende Vorsorgeform für sich identifizieren zu können.
Viele junge Erwachsene suchen heute keinen starren, lebenslangen Finanzplan, sondern einen greifbaren und machbaren Startpunkt. Eine Lösung, die in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen hat, sind flexible Vorsorgemodelle, die sich dem jeweiligen Lebensabschnitt anpassen und bereits mit sehr geringen monatlichen Beiträgen beginnen.
Solche Konzepte greifen das Bedürfnis der jungen Generation nach Transparenz, Einfachheit und persönlicher Kontrolle auf. Sie bieten einen unkomplizierten Weg, um die Brücke zwischen theoretischem Wissen und echtem Handeln zu schlagen – mit Lösungen, die mit den eigenen Möglichkeiten mitwachsen und finanzielle Sicherheit von Anfang an erlebbar machen.
Die Generali hat eine private Rentenversicherung speziell für junge Leute entwickelt: Vermögensaufbau4you ermöglicht mit einer flexiblen Starterphase einen besonders leichten Einstieg, der mit den eigenen finanziellen Möglichkeiten schrittweise mitwächst und so den Grundstein für eine langfristige Absicherung legt.
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