Digital gesund aufwachsen: So begleiten Eltern ihre Kinder

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Gesund bleiben
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Am 1.6. ist der inter­na­tio­nale Kin­der­tag

An diesem Tag startet unsere Unternehmens-Stiftung The Human Safety Net traditionell in 25 Ländern die Global Challenge. Unseren weltweiten Aktions- und Spendenmonat zugunsten der Projekte unserer Partnerorganisationen. In jedem Jahr steht der Juni im Zeichen unserer Jahreskampagne rund um Themen der frühkindlichen Entwicklung. In diesem Jahr lautet unser Jahresmotto: 

#digitalgesund2026

The Human Safety Net unterstützt Eltern dabei, die gesunde Entwicklung ihrer Kinder bestmöglich zu fördern und hat am 1. Feburar, dem Safer Internet Day, die Kampagne #digitalgesund2026 gestartet. Kinder kommen bereits vor dem 2. Lebensjahr mit digitalen Medien in Kontakt. Die Auswirkungen von unbegleitetem übermäßigem Medienkontakt in diesem Alter sind gravierend. Unsere Kampagne will Eltern und Fachkräfte befähigen, digitale Medien bewusst und gesund zu nutzen und dies den Kindern in ihrer Obhut ebenso zu ermöglichen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kinder nutzen digitale Medien immer früher – bewusste Begleitung ist entscheidend.
  • Eltern sind Vorbilder: Mitmachen wirkt besser als Kontrolle.
  • Klare Regeln und bildschirmfreie Zeit fördern gesunde Mediennutzung.

Warum digi­tale Gesund­heit für Kin­der wich­tig ist

Digitale Technologien sind längst fester Bestandteil im Alltag kleiner Kinder. Schon im Vorschulalter nutzen viele regelmäßig Tablets, Smartphones oder Smart-TVs. Laut OECD kommen Kinder durchschnittlich ab dem zweiten Lebensjahr mit digitalen Geräten in Kontakt. Bereits 83 % der Fünfjährigen verwenden mindestens einmal pro Woche digitale Medien, 42 % sogar täglich. Für Eltern stellt sich daher die zentrale Frage: Wie viel Bildschirmzeit ist gesund – und wie lässt sich die Nutzung sinnvoll begleiten?

Viele Initiativen zur digitalen Gesundheit setzen erst an, wenn Probleme bereits sichtbar sind. Doch erste Anzeichen für spätere Schwierigkeiten entstehen oft schon in den frühen Lebensjahren. Wie in allen Bereichen der kindlichen Entwicklung sind gerade die ersten Jahre entscheidend – und die Rolle der Eltern ist dabei von zentraler Bedeutung. Kinder orientieren sich stark an dem Verhalten, das ihnen vorgelebt wird.

Der eigene Medienkonsum wirkt unmittelbar: Wie oft liegt das Handy griffbereit? Wird nebenbei gescrollt, während Gespräche laufen? Im Gespräch mit unserer Digitaltrainerin Monika Rath haben wir die Ursachen für den steigenden Medienkonsum bei Erwachsenen hinterfragt und was wir dagegen tun können.

3 Fragen an Digitaltrainerin Monika Rath

Eltern als Vor­bil­der

Gerade bei älteren Kindern lohnt es sich, den eigenen Umgang bewusst zu reflektieren und transparent zu machen: Was ist berufliche Nutzung, was Entspannung, was Gewohnheit? Ebenso wichtig ist ein klarer, verantwortungsvoller Umgang mit Privatsphäre – etwa bei Familienfotos, WhatsApp-Gruppen oder Posts in sozialen Medien. Kinder beobachten sehr genau, was Erwachsene teilen und wie sorgsam sie mit persönlichen Informationen umgehen.

Mediennutzung sollte nicht kontrolliert, sondern begleitet werden. Das bedeutet: mitspielen, mitschauen, nachfragen und echtes Interesse zeigen. Wenn Kinder erklären dürfen, was sie begeistert, entsteht Austausch statt Abwehr. Bewertungen oder vorschnelle Kritik sind dabei wenig hilfreich. Entscheidend ist, informiert zu bleiben und Medien als Teil der Lebenswelt der Kinder ernst zu nehmen. So können Eltern alters- und typgerechte Inhalte auswählen und besser einschätzen, welche Bedürfnisse hinter der Nutzung stehen – Unterhaltung, Entspannung, Zugehörigkeit oder Neugier.

Medien sollten außerdem nicht als Machtinstrument eingesetzt werden. Sie sind kein Belohnungs- oder Druckmittel, sondern ein selbstverständlicher Teil der Freizeitgestaltung. Gerade bei älteren Kindern kann es sinnvoll sein, gemeinsam klare Regeln zu vereinbaren, etwa in Form eines Mediennutzungsvertrags. Solche Absprachen fördern Verantwortung, Verlässlichkeit und Augenhöhe.

Zu den zentralen Aufgaben von Eltern gehört es daher, Vorbild im Umgang mit Medien zu sein, Inhalte bewusst auszuwählen und den Medienkonsum aufmerksam zu begleiten. Gleichzeitig brauchen Kinder attraktive Alternativen: Bewegung, Kreativität, gemeinsame Zeit und Freiräume ohne Bildschirm. Eltern sollten über Risiken aufklären, Schutz bieten und dennoch Vertrauen ermöglichen. Eine begleitende Haltung auf Augenhöhe, die Medien nicht verteufelt, sondern kreativ und reflektiert nutzt, stärkt Kinder langfristig in ihrer Medienkompetenz – und damit in ihrer Selbstständigkeit.

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