Frau bekommt Blutdruck mit Blutdruckmessgerät von Ärztin gemessen.

Bluthochdruck: Was tun?

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Lesezeit: 5-6 Minuten

Blut­hoch­druck: Was tun?

Etwa 35 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Bluthochdruck. Mit dem Alter steigt die Zahl der Betroffenen, die an Bluthochdruck erkranken. Langfristig leiden das Herz und die Nieren unter dauerhaft erhöhten Blutdruckwerten. Doch es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Bluthochdruck natürlich zu senken und mit einem gesunden Lebensstil vorzubeugen. Wie das geht, erfährst du in diesem Artikel.

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Wie entsteht Bluthochdruck?

In der Fachsprache wird Bluthochdruck Hypertonie genannt. Von Bluthochdruck wird dann gesprochen, wenn die Werte dauerhaft erhöht sind. Ständig erhöhter Bluthochdruck schädigt die Herzkranz- und Blutgefäße, was schließlich sogar zu Schlaganfällen oder Herzinfarkten führen kann. Auch die Nieren leiden unter den erhöhten Blutdruckwerten. Zudem ist bei zu hohem Blutdruck mit einer Verschlechterung der Sehleistung zu rechnen sowie mit einer Beeinträchtigung der Gehirnleistung.

Wie setzen sich eigentlich die Werte bei Bluthochdruck zusammen?

Der Blutdruck ergibt sich zunächst einmal aus zwei Werten, dem systolischen und dem diastolischen Wert. Der systolische Blutdruck ist die Phase, in der das Herz sich zusammenzieht, es drückt das Blut über die Hauptschlagader weiter in den Körper. Der zweite Wert gibt den niedrigsten Druck der Blutgefäße an, wenn der Herzmuskel wieder entspannt. Pumpt das Herz vermehrt Blut oder ist der Widerstand in den Blutgefäßen erhöht, entsteht Bluthochdruck.

Was sind die Ursachen von Bluthochdruck?

Bluthochdruck tritt besonders häufig auf, wenn bereits Eltern, Geschwister oder Tanten und Onkel ebenso darunter litten. Doch nicht immer ist Bluthochdruck erblich bedingt. Im Alter tritt Bluthochdruck häufiger auf als in jungen Jahren. Ebenso ist es möglich, dass ein ungesunder Lebensstil zu Bluthochdruck führt. Manchmal stecken aber auch andere Erkrankungen dahinter. Es ist daher immer wichtig, bei Bluthochdruck die Ursachen mit dem Arzt abzuklären.

Oft beeinflussen sich unterschiedliche Faktoren auch gegenseitig. Zu den Risiken gehören zum Beispiel:

  • Übergewicht
  • wenig körperliche Bewegung
  • eine ungesunde und salzreiche Ernährung
  • hoher Konsum von Alkohol oder Nikotin
  • chronischer Stress
  • Schlafapnoe und andere Schlafstörungen
  • Erkrankungen

Auch in der Schwangerschaft kann Bluthochdruck auftreten. Viele Medikamente gegen Bluthochdruck sind während der Schwangerschaft nicht erlaubt, da sie dem Kind schaden könnten. Doch es ist möglich, den Bluthochdruck natürlich zu senken. Tägliche Bewegung, gesundes Essen und die Reduktion von Stress können bereits viel bewirken.

Wann ist der Blutdruck zu hoch? Messwerte

Ab wann handelt es sich um Bluthochdruck? Bei einem systolischen Wert von 140/90 mmHg und höher spricht man von Bluthochdruck. Der Blutdruck kann vom Arzt überprüft werden, du kannst ihn aber auch selbst messen, zum Beispiel mit der medizinisch zertifizierten App „Manoa“ von Generali.

Die normalen Blutdruckwerte sehen wie folgt aus:

BlutdruckSystolischer WertDiastolischer Wert
optimal

unter 120 mmHg

unter 80 mmHg

normal

120 – 129 mmHg

80 – 84 mmHg

hoch-normal

130 – 139 mmHg

85 – 89 mmHg

Bluthochdruck ist jedoch nicht gleich Bluthochdruck, es gibt unterschiedliche Schweregrade, die sich medizinisch oder natürlich behandeln lassen.

GradSystolischer WertDiastolischer Wert
Leichter Bluthochdruck (Grad I)

140 – 159 mmHg

90 – 99 mmHg

Mittelschwerer Bluthochdruck (Grad II)

160 – 179 mmHg

100 – 109 mmHg

Schwerer Bluthochdruck (Grad III)

ab 180 mmHg

ab 110 mmHg

Symptome von Bluthochdruck

Anzeichen für Bluthochdruck werden oftmals nicht sofort erkannt, da sie sich vielschichtig zeigen können. Besonders häufige Symptome, die bei Bluthochdruck auftreten sind zum Beispiel Kopfschmerzen, Schwindel und Kurzatmigkeit.

Weitere Symptome bei Bluthochdruck können sein:

  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit
  • Nervosität
  • Übelkeit
  • Wassereinlagerung
  • Ohrensausen
  • Gerötetes Gesicht
  • Angina pectoris

Bluthochdruck muss man aber nicht einfach hinnehmen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um die Erkrankung zu behandeln und den Blutdruck zu senken.

Bluthochdruck senken: Tipps

Was kann ich bei Bluthochdruck tun? Nicht immer sind Tabletten nötig, um den Bluthochdruck zu senken. Medikamente gegen Bluthochdruck bringen oft unschöne Nebenwirkungen mit sich. Bei leichteren Formen von Bluthochdruck sorgen bereits natürliche Mittel für Linderung. Bei schweren Formen sind Medikamente allerdings trotzdem häufig notwendig. Im Zweifel solltest du dich immer an deinen Arzt oder Apotheker wenden. Lass dir von Generali deinen persönlichen Gesundheitsplan zusammenstellen, um in Sachen Gesundheit geschützt zu sein.


So kannst du Bluthochdruck natürlich senken:


  • Gesunde, ausgewogene Ernährung

Setze auf viel frische Früchte und Gemüse wie Brokkoli, Blumenkohl, Fenchel, Spinat, sowie Vollkornprodukte. Koche deine Mahlzeiten oft frisch und vermeide stark verarbeitete Lebensmittel oder Fertigprodukte. Sorge dafür, dass 80 Prozent deiner Nahrung aus unverarbeiteten Lebensmitteln besteht.

Sind bestimme Lebensmittel bei Bluthochdruck zu meiden? Es macht Sinn, salzarm und fettarm und weniger Fleisch zu essen. Eine Studie belegt, dass Vegetarier und Veganer seltener unter Bluthochdruck leiden. Am besten ist es, wenn du bei Bluthochdruck vollständig auf Salz verzichtest und deine Speisen stattdessen mit leckeren, mediterranen Kräutern verfeinerst.

  • Viel Sport und Bewegung

Zwar steigt der Blutdruck während körperlicher Bewegung an, anschließend sinkt er aber tiefer als vorher. Durch regelmäßige Bewegung trainierst du deine Blutgefäße, und sie werden insgesamt elastischer. Am besten eignet sich eine Kombination aus mehreren unterschiedlichen Sportarten im Kraft- und Ausdauersportbereich.

  • Weniger Alkohol und Koffein

Kaffee nimmt auf den Blutdruck weniger Einfluss als gedacht. Der Kaffee- und Teegenuss mit Koffein in Maßen bleibt also erlaubt. Personen mit sehr hohem Blutdruck sollten dennoch auf Koffein verzichten. Anders ist es bei Alkohol: Schon kleine Mengen erhöhen den Blutdruck und aktivieren das vegetative Nervensystem. Genieße daher Alkohol nur in Maßen, etwa ein- bis zweimal pro Woche ein Glas Wein oder Bier. Besser ist es allerdings, Alkohol bei Bluthochdruck komplett zu meiden.

  • Verzicht auf Nikotin

Rauchen erhöht den Blutdruck und steigert die Herzfrequenz. Dies geschieht, weil durch die Aufnahme von Nikotin die Gefäße verengen. Das Herz muss schneller pumpen, um den Körper zu versorgen. Besser ist es deshalb, das Rauchen aufzugeben.

  • Entspannungsmethoden und Stress reduzieren

Entspannende Musik, bewusstes Atmen, ein kurzer Mittagsschlaf und gezielte Entspannungstechniken tragen dazu bei, dass der Blutdruck sinkt. Hilfreich sind zudem aktive Entspannungsmethoden, wie zum Beispiel Yoga, Tai-Chi und Qi Gong. Auch Waldspaziergänge sind gut geeignet.

  • Schlaf verbessern

Sorge für besseren Schlaf, und schaffe eine angenehm ruhige Atmosphäre im Schlafzimmer. Gehe darüber hinaus am besten immer zur selben Zeit ins Bett und stehe um die gleiche Zeit auf. Verzichte auf schwere Mahlzeiten und Alkohol am Abend, und führe ein tägliches Einschlafritual vor dem Zubettgehen ein.

  • Was hilft noch gegen Bluthochdruck?

Wer unter Bluthochdruck leidet, fragt sich wahrscheinlich, ob ein schnelles Hausmittel gegen Bluthochdruck hilft. Es gibt Mittel und Wege, um den Blutdruck schnell zu senken. Akuter Bluthochdruck lässt sich beispielsweise mit entsprechenden Medikamenten regulieren. Oft entsteht die Erkrankung jedoch schleichend und tritt durch einen ungünstigen Lebensstil auf. Dann muss man langfristig umdenken, um den Bluthochdruck nachhaltig zu vertreiben. Essentiell ist hierfür eine Umstellung der Ernährung auf fettarme Lebensmittel, sowie genügend Bewegung und Entspannung.

Natürliche Hausmittel gegen Bluthochdruck

Bei Bluthochdruck ist eine gesunde Ernährung wichtig. Es gibt eine Vielzahl gesunder Lebensmittel, die als Hausmittel gegen Bluthochdruck eingesetzt werden, zum Beispiel:

  • frisches Gemüse und Obst, unter anderem Zitronen und Bananen
  • Knoblauch, Bärlauch und Zwiebeln
  • Kräuter wie Basilikum und Liebstöckel
  • pflanzliche Fette
  • frischer Fisch

Wichtig ist außerdem, dass du viel trinkst, zum Beispiel Mineralwasser und ungesüßte Kamillen-, Pfefferminz- oder Kräutertees. Wird bei dir ein Magnesiummangel festgestellt, kann es sein, dass dieser zusätzlich deinen Bluthochdruck begünstigt. Solltest du darunter leiden, hilft eventuell eine zusätzliche Magnesiumzufuhr gegen Bluthochdruck. Kläre das am besten mit deinem Arzt vorher ab. Eine Möglichkeit ist entsprechende Nahrungsergänzungsmittel zu dir zu nehmen oder dich magnesiumreich zu ernähren. In Nüssen und Kernen wie Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen, Erdnüsse und Cashewnüsse steckt viel Magnesium. Aber auch in Weizenkleie, Haferflocken und Bitterschokolade.

Wechselduschen und Kneippbäder

Zwar sind Vollbäder ungeeignet für Menschen mit Bluthochdruck, Teilbäder nach Kneipp und Wechselduschen können jedoch blutdrucksenkend wirken.

Dennoch sind natürliche Hausmittel nicht immer ausreichend, um Bluthochdruck in den Griff zu bekommen. Eine medikamentöse Therapie ist daher in vielen Fällen notwendig und sollte in Absprache mit dem Arzt erfolgen. Oft lassen sich jedoch Hausmittel und Medikamente sinnvoll kombinieren, um den Bluthochdruck langfristig zu senken.

Fazit

Bluthochdruck betrifft sehr viele Menschen, doch man kann einiges dagegen tun. Gesunde Ernährung, viel Bewegung, Entspannung und am besten kein Nikotin und Alkohol helfen dabei, den Blutdruck zu senken. Schwerer Bluthochdruck benötigt allerdings eine medikamentöse Behandlung.

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