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10 Pflan­zen für ein bes­se­res Raum­klima

Mit Pflanzen schaffst du zu Hause ein angenehmes Ambiente. Doch Zimmerpflanzen können noch mehr: Grün in den eigenen vier Wänden tut Körper und Seele gut, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Grünpflanzen haben einen positiven Einfluss auf Stimmung und Produktivität. Es heißt, sie können sogar Schmerzen reduzieren und die Genesungsdauer nach einer Operation verkürzen. In deiner Wohnung und im Büro verbessern luftreinigende Pflanzen außerdem das Raumklima.

Schlechte Raumluft und Schadstoffe in der Wohnung

Viele Menschen verbringen einen Großteil ihres Tages in geschlossenen Räumen. Bei unzureichendem Luftaustausch zwischen innen und außen kommt es zu schlechter Raumluft. Doch auch Möbel, Teppiche und andere Bodenbeläge können ungesunde Stoffe abgeben. Zu diesen bedenklichen Substanzen gehören:

  • Formaldehyd, z. B. in Holzleim von furnierten Möbeln und in Zigarettenrauch
  • Trichlorethylen, z. B. in Druckertinte und speziellen Reinigungsmitteln
  • Benzol, z. B. in Zigarettenrauch und an verkehrsreichen Straßen
  • Xylol, z. B. in Klebstoff und Lacken
  • Toluol, z. B. in Lacken, Klebstoff, Druckertinte und Zigarettenrauch
  • Ammoniak, z. B. in Düngemitteln und an Feldern

Einige dieser Schadstoffe gelten als krebserregend. Außerdem sind sie eine mögliche Ursache für Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit sowie gereizte Schleimhäute. Aber durch regelmäßiges Lüften und luftreinigende Pflanzen kannst du das Raumklima verbessern.

10 Pflanzen, die das Raumklima verbessern



Bessere Büroluft – mehr Produktivität

Frische Luft am Arbeitsplatz ist ein absolutes Muss. Wir können uns besser konzentrieren, sind produktiver und fühlen uns insgesamt wohler. Eine Studie belegt, dass Pflanzen die Produktivität von Angestellten um etwa 15 Prozent steigern können. Zudem fühlen sich die Mitarbeiter zufriedener.

Im Gegensatz dazu macht uns schlechte Luft nicht nur müde. Auch andere Beschwerden wie Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und gereizte Schleimhäute können auftreten. Dadurch nimmt wiederum unsere Leistungsfähigkeit ab.

Neben regelmäßigem Lüften, vor allem bei trockener Heizungsluft im Winter, können luftreinigende Pflanzen Abhilfe schaffen. Sie empfehlen sich besonders in Büros mit vielen Personen, bieten sich aber auch für das Homeoffice an. Zimmerpflanzen filtern nicht nur Giftstoffe aus der Luft, sondern leiten auch über 97 Prozent des Gießwassers in die Umgebung ab, was sie zu optimalen Luftbefeuchtern macht. Gleichzeitig wandeln sie Kohlendioxid in wertvollen Sauerstoff um.

Büropflanzen für ein besseres Raumklima

Besonders beliebte Büropflanzen sind Efeu, Drachenbaum sowie Bogenhanf und Grünlilie. Großblättrige Grünpflanzen wie die Birkenfeige bieten einen weiteren Vorteil: Sie wirken schalldämpfend und reduzieren den Geräuschpegel. Dadurch sind sie besonders für Großraumbüros ideal.

Für Hunde und Katzen giftige Pflanzen

Einige beliebte Zimmerpflanzen, darunter Efeutute, Drachenbaum, Aloe vera und Gemeiner Efeu, sind giftig für Hund und Katze. Das gilt auch für den Weihnachtsstern, der im Winter gerne verschenkt wird, sowie für die meisten Schnittblumen. Darüber hinaus kann sich dein Haustier an scharfkantigen Palmenblättern, Dornen oder Stacheln verletzen. Katzen sind besonders gefährdet, weil sie problemlos auf Schränke oder Regale springen können und dort die Blumentöpfe erkunden.

Wenn eine Katze an einer Pflanze knabbert, mit einer heruntergefallenen Blüte spielt oder aus der Vase trinkt, kann dies zu schweren Vergiftungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Oft sind nicht nur Blüten und Blätter giftig, sondern auch alle anderen Pflanzenteile wie Pollen, Stiel und Wurzeln sowie Erde und Blumenwasser. Zu den Symptomen einer Vergiftung zählen Erbrechen, vermehrter Speichelfluss, Apathie und Appetitlosigkeit.

Ertappst du dein Haustier beim Knabbern an einer giftigen Pflanze oder vermutest du eine Vergiftung, solltest du schnell handeln. Bewahre einen kühlen Kopf und ruf umgehend den Tierarzt oder frage beim tierärztlichen Notdienst, was du tun kannst. Um die mögliche Gefahr für das Tier besser einschätzen zu können, bringst du am besten Pflanzenteile mit zum Tierarzt.

Ungiftige Pflanzen für deine Katze

Da du deinen Vierbeiner selbst zu Hause nicht immer im Blick haben kannst, solltest du auf giftige Pflanzen am besten ganz verzichten. Worüber sich deine Katze stattdessen freut? Katzengras, zum Beispiel Weizenkeimgras. Es regt die Verdauung an und hilft deinem Stubentiger, Haarballen auszuscheiden. Auch Katzenminze und Baldrian sind beliebt und ungiftig. Ebenfalls unbedenklich sind grundsätzlich Korbmaranten, Bananenpflanzen und Hibiskus. Dennoch gibt es ein Restrisiko durch Düngemittel und das Verschlucken langer oder faseriger Pflanzenteile.

Fazit

Zimmerpflanzen sind eine echte Bereicherung für dein Zuhause, dein Homeoffice und im Büro. Sie können das Raumklima, deine Produktivität und das allgemeine Wohlbefinden verbessern. Leben Kinder oder Haustiere im Haushalt, solltest du Pflanzen wählen, die unbedenklich für sie sind. So kannst du dich sorgenfrei daran erfreuen. Sichere dich und deine Kinder ab, falls doch jemand krank werden sollte oder ein Unfall passiert.