Rundum-Schutz
[Übersetzung aus dem Englischen - Es gilt die Original-Pressemitteilung der Generali Group, hier als Download]
Brüssel – Nachhaltigkeit ist nicht länger eine vorübergehende Reaktion auf externen Druck, sondern ein zunehmend fester Bestandteil dessen, wie europäische kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Risiken managen, Resilienz aufbauen und wettbewerbsfähige langfristige Strategien gestalten. Die 5. Ausgabe des SME EnterPRIZE, Generalis Flaggschiff-Initiative zur Förderung von Nachhaltigkeit bei europäischen KMU, und die damit verbundene Jubiläumsausgabe des gemeinsam mit dem SDA Bocconi – Sustainability Lab erarbeiteten White Papers, die heute in Brüssel vorgestellt wurden. Sie zeigen, dass trotz wirtschaftlicher Volatilität, regulatorischer Komplexität und zunehmender Klimaauswirkungen mehr als 40% der KMU Nachhaltigkeit weiterhin in ihre unternehmerischen Entscheidungen integrieren, während 68% dies als Wettbewerbsvorteil betrachten.
Die Veranstaltung würdigt zudem herausragende Leistungen in der Praxis und ehrt die 11 „Sustainability Heroes“, die aus über 8.500 KMU in ganz Europa ausgewählt wurden, weil sie es geschafft haben, Nachhaltigkeit in messbare Wirkung und langfristigen Wert umzusetzen.
Philippe Donnet, Group CEO der Generali, sagte: „Auch nach fünf Jahren spiegelt der SME EnterPRIZE die langfristige Überzeugung der Generali wider, dass kleine und mittlere Unternehmen für das nachhaltige Wachstum und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit Europas von entscheidender Bedeutung sind. Wir bei Generali setzen uns entschlossen dafür ein, KMU dabei zu unterstützen, die Auswirkungen des Klimawandels und den allgemeinen Nachhaltigkeitswandel zu bewältigen. In einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld ist die Stärkung der Widerstandsfähigkeit von KMU nicht nur eine Notwendigkeit – sie ist eine strategische Priorität für unsere Volkswirtschaften und unsere Gesellschaften. Der SME EnterPRIZE wurde ins Leben gerufen, um den Dialog und die gemeinsame Verantwortung zwischen Unternehmen, politischen Entscheidungsträgern und Finanzinstituten zu fördern, denn langfristige Wettbewerbsfähigkeit kann nur gemeinsam aufgebaut werden. Dieser Wandel wird Zeit brauchen, aber die Richtung ist klar, und wir sind weiterhin entschlossen, die Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit von KMU als kollektive Investition in den Wohlstand und das Wohlergehen von uns allen zu unterstützen.“
Marco Sesana, General Manager der Generali Group, erklärte: „Europäische KMU halten auch in einem schwierigen wirtschaftlichen und regulatorischen Umfeld an ihrem Engagement für Nachhaltigkeit fest. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, wo Unterstützung am dringendsten benötigt wird – insbesondere bei der Stärkung der Klimaresilienz und der Schließung der nach wie vor erheblichen Versicherungslücke, da 59% der KMU nach wie vor nicht gegen Extremereignisse versichert sind. Diese Erkenntnisse bestätigen die Bedeutung eines integrierten Ansatzes, der Aufklärung, Finanzlösungen und Risikoschutz miteinander verbindet. Bei Generali wollen wir als echte Transformationspartner für KMU fungieren und ihnen maßgeschneiderte Beratung, engagierte Unterstützung sowie Finanzierungs- und Versicherungslösungen bieten, damit sie Nachhaltigkeit zu einem Motor für Resilienz und langfristige Wettbewerbsfähigkeit machen können.“
Neben der Auszeichnung der „Sustainability Heroes“ des SME EnterPRIZE umfasst das Veranstaltungsprogramm Reden von Martin Hojsík, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Jessika Roswall, EU-Kommissarin für Umwelt, Wasserresilienz und eine wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft, Roberto Viola, Generaldirektor der GD CONNECT (Generaldirektion Kommunikation, Netze, Inhalte und Technologie) bei der Europäischen Kommission, und Stijn Vermoote, Leiter der Abteilung für Partnerschaften und Engagement beim Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen, sowie das Führungsteam von Generali.
EINE AUSGEREIFTE NACHHALTIGKEITSLANDSCHAFT UND EIN IMMER ÜBERZEUGENDERER BUSINESS CASE
Das White Paper, das auf einer Umfrage unter 1.100 KMU aus ganz Europa basiert, bestätigt, dass Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil der europäischen KMU-Landschaft geworden ist, und hebt gleichzeitig Bereiche hervor, die gezielte Unterstützung erfordern, darunter Informationslücken und institutionelle Hindernisse. Der kombinierte Anteil der KMU, die Nachhaltigkeitsstrategien umgesetzt haben oder gerade umsetzen – „Heroes“ und „Soon-to-be“ – liegt im Jahr 2026 bei 41%. Dies entspricht einem nachhaltigen Anstieg gegenüber 34% im Jahr 2020 und zeigt, dass die Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen trotz der wirtschaftlichen und geopolitischen Turbulenzen der letzten Jahre stabil geblieben ist.
Zwar hat sich das Wachstumstempo in den letzten fünf Jahren leicht verlangsamt, doch bleibt der Kern der engagierten KMU strukturell widerstandsfähig. Auf nationaler Ebene setzt sich die langfristige Konvergenz fort, wobei einige Länder besonders hervorstechen: Italien (+27 Prozentpunkte seit 2020), Spanien (+13 Prozentpunkte), Frankreich (+10 Prozentpunkte) und Ungarn (+8 Prozentpunkte) verzeichnen die stärksten Verbesserungen seit 2020. Gleichzeitig wird die Unternehmensgröße als wesentlicher Faktor für die Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen hervorgehoben: Größere KMU (50 - 249 Mitarbeiter) liegen mit einer kombinierten Umsetzungsquote von 56% (Heroes + Soon to be) an der Spitze, gegenüber 37% bei kleineren Unternehmen (10 - 19 Mitarbeiter).
Für KMU, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben, werden die Vorteile immer deutlicher. Die wirtschaftlichen Argumente für Nachhaltigkeit sind ausgereift, und Wettbewerbsvorteile werden nun mit 68% (+18 Prozentpunkte seit 2022) als der am schnellsten wachsende Nutzen angesehen. Auch bessere Versicherungs- und Kreditbedingungen haben an Bedeutung gewonnen, mit 62% bzw. 57% (+14 und +15 Prozentpunkten seit 2022), was die wachsende Erkenntnis widerspiegelt, dass Nachhaltigkeit konkrete finanzielle Vorteile für KMU mit sich bringt.
INSTITUTIONELLE HINDERNISSE ALS HAUPTHINDERNIS
Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus dem White Paper ist die Verschiebung der Hindernisse für die Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Zum ersten Mal seit 2020 sind institutionelle – und nicht finanzielle – Hindernisse das größte Hemmnis für die Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen in KMU. Als wichtigste wahrgenommene Hindernisse werden mangelnde institutionelle Unterstützung, fehlende Anreize und unklare Rechtsvorschriften genannt (53 - 56%), während wirtschaftliche und interne Zwänge gegenüber ihren Höchstständen im Jahr 2025 nachgelassen haben. Diese Herausforderung wird am stärksten von Unternehmen wahrgenommen, die aktiv versuchen, Nachhaltigkeitsstrategien umzusetzen. Während der Übergangsphase sehen sich Unternehmen mit fragmentierten Vorschriften, unklaren Anforderungen und sich überschneidenden Verpflichtungen konfrontiert, die die Umsetzung verlangsamen und die Unsicherheit erhöhen. Sobald sich Nachhaltigkeitspraktiken hingegen etabliert haben, nehmen die wahrgenommenen Hindernisse tendenziell ab.
KLIMARISIKO: WACHSENDES BEWUSSTSEIN, BEGRENZTER SCHUTZ
Der Klimawandel hat sich für viele europäische KMU von einem langfristigen Anliegen zu einem direkten Geschäftsrisiko entwickelt. Während das Bewusstsein für Klimarisiken seit dem letzten Jahr von 50% auf 55% gestiegen ist, bleibt die Deckungslücke groß: 59% der KMU sind nach wie vor nicht gegen Extremereignisse versichert, und 74% verfügen über keinen Versicherungsschutz bei Betriebsunterbrechungen. Die Branchen Bauwesen, Industrie und Handel weisen das höchste Bewusstsein auf, während im Dienstleistungssektor im Vergleich zum Vorjahr keine Fortschritte zu verzeichnen waren. Traditionelle Klimaversicherungen nehmen zu (Schadenversicherung +10 Prozentpunkte auf 41%; Betriebsunterbrechung +10 Prozentpunkte auf 26%), doch eine Deckungslücke bleibt bestehen, und innovative Mechanismen starten von einem niedrigen Niveau aus.
WAS KMU BRAUCHEN, UM VORANZUKOMMEN
KMU signalisieren deutlich, was ihnen helfen würde, den Übergang zu beschleunigen. Finanzielle Anreize, öffentliche Fördermittel und eine Vereinfachung der Regulierung werden durchweg als die wirksamsten Faktoren genannt. Das White Paper hebt hervor, dass der Fortschritt zunehmend durch institutionelle Reibungsverluste behindert wird: 53 - 56% der KMU nennen Hindernisse wie unzureichende öffentliche Anreize (56%), mangelnde institutionelle Unterstützung (56%) und das Fehlen eines klaren Rechtsrahmens (53%) – Herausforderungen, die von „zukünftigen“ Unternehmen am stärksten empfunden werden.
Um die Dynamik anzukurbeln, weisen die Ergebnisse darauf hin, dass nachhaltige steuerliche Anreize sowie EU- und nationale Fördermittel erforderlich sind, kombiniert mit günstigen Kreditbedingungen, die an Nachhaltigkeitsziele geknüpft sind, um die finanzielle Tragfähigkeit der Energiewende zu stärken. Gleichzeitig erfordert die Beschleunigung der Nachhaltigkeitsfortschritte für viele KMU den Aufbau von Kapazitäten und die Bereitstellung von Orientierungshilfen durch verstärkte Unterstützung seitens regionaler Wissenszentren, Branchenverbände und Handelskammern.
Insgesamt kommt das White Paper zu dem Schluss, dass schnellere Fortschritte von koordinierten Maßnahmen abhängen, wobei politische Entscheidungsträger die Komplexität reduzieren und angemessene Rahmenbedingungen schaffen müssen und Finanzinstitute als effektive Partner für den Wandel fungieren, indem sie Finanzierung, Risikoschutz und Fachwissen kombinieren.
Das vollständige White Paper, das detaillierte Einblicke in jedes Land enthält, das an der SME EnterPRIZE-Initiative von Generali teilnimmt, kann hier heruntergeladen werden.
FEIER DER „SUSTAINABILITY HEROES“
Die 5. SME EnterPRIZE-Veranstaltung der Generali ehrt die 11 „Sustainability Heroes“, die aus über 8.500 KMU in ganz Europa als echte Vorreiter bei der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle ausgewählt wurden. Zusammen mit einem Expertenbeirat, dem Mitglieder aus Wissenschaft, Wirtschaft und Thinktanks angehören, bewertete Generali die Bewerber anhand ihres sozialen und ökologischen Engagements, einschließlich der Umsetzung bemerkenswerter Nachhaltigkeitsinitiativen in ihren Geschäftsaktivitäten.
Die in Brüssel vorgestellten Unternehmen stammen aus den 11 europäischen Ländern, die sich der Initiative angeschlossen haben, darunter Österreich, Bulgarien, Kroatien, die Tschechische Republik, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Portugal, Slowenien und Spanien:
Darüber hinaus wird eine „Besondere Erwähnung“ für Innovationen im Bereich Nachhaltigkeit und industrielle Klimaresilienz verliehen:
Alle „Sustainability Heroes“ des Jahres 2026 sowie diejenigen aus den vergangenen Ausgaben sind hier vorgestellt.
[Übersetzung aus dem Englischen - Es gilt die Original-Pressemitteilung der Generali Group, hier als Download]
GENERALI GROUP
Die Generali ist eine der weltweit größten integrierten Versicherungs- und Vermögensverwaltungsgruppen mit einem Gesamtprämienaufkommen von 98,1 Mrd. € und einem verwalteten Vermögen von 900 Mrd. € im Jahr 2025. Die 1831 gegründete Gruppe beschäftigt über 88.000 Mitarbeiter und 163.000 Berater, die 75 Millionen Kunden betreuen. Sie nimmt eine führende Position in Europa ein und baut ihre Präsenz in Asien und Amerika kontinuierlich aus. Im Mittelpunkt der Strategie der Generali steht das Versprechen, ein „Lifetime Partner“ für die Kunden zu sein – dies wird durch innovative und personalisierte Lösungen, ein erstklassiges Kundenerlebnis und die digitalisierten globalen Vertriebskapazitäten umgesetzt. Der Konzern hat Nachhaltigkeit vollständig in alle strategischen Entscheidungen integriert, mit dem Ziel, Wert für alle Stakeholder zu schaffen und gleichzeitig eine gerechtere und widerstandsfähigere Gesellschaft aufzubauen.