Rundum-Schutz
Viele Kolleginnen und Kollegen bei der Generali Deutschland AG haben ihre Laufbahn vor mehr als vierzig Jahren als Auszubildende begonnen. Ein beeindruckendes Jubiläum und eine gute Gelegenheit, innezuhalten und zurückzublicken.
Wie begann ihre Karriere damals? Welche Erfahrungen haben sie geprägt? Und wie erleben junge Menschen ihre Ausbildung heute, in einer Arbeitswelt, die sich schneller verändert als jemals zuvor?
Um diese Fragen zu beantworten, treffen zwei Generationen aufeinander.
Werner begann 1984 in Aachen seine Ausbildung zum Versicherungskaufmann, absolvierte später den Versicherungsfachwirt und arbeitet heute im Kraftfahrtbereich.
Alara startete 2024 ein ausbildungsintegriertes Studium. Sie kombiniert die Ausbildung zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen mit dem Bachelorstudium Risk and Insurance.
Ihre Geschichten zeigen, wie stark sich Ausbildung verändert hat. Und was trotzdem gleichgeblieben ist.
Werner erinnert sich noch genau an seinen ersten Arbeitstag. Statt eines strukturierten Einstiegs bekam er einen Ordner mit alten Mitarbeiterzeitschriften in die Hand gedrückt. „Lesen Sie mal“, hieß es. Darin ging es um Agenturjubiläen aus Orten, die er noch nie gehört hatte. „Ich habe mich ehrlich gefragt, ob ich hier überhaupt richtig bin“, erzählt er heute schmunzelnd. Onboarding, Mentorenprogramme oder Einführungsworkshops gab es damals nicht. Orientierung mussten sich viele Auszubildende selbst erarbeiten.
Für Alara war der Einstieg eine ganz andere Erfahrung. Ihr Ausbildungsstart war klar strukturiert. Sie lernte Teams und Abteilungen kennen, bekam feste Ansprechpartner und wurde Schritt für Schritt an ihre Aufgaben herangeführt. „Mir wurde von Anfang an vermittelt, dass meine Rolle wichtig ist und dass ich herausfinden soll, welche Bereiche am besten zu mir passen.“
Wo Werner sich zunächst ein wenig verloren fühlte, erlebte Alara ihren Start als Einladung in eine moderne Ausbildungswelt.
„Ich kann Schwerpunkte setzen, Abteilungs-Aufenthalte verlängern oder neue Bereiche kennenlernen. Dadurch entwickelt sich der Weg viel individueller.“
Alara
Young LION 2024
In den achtziger Jahren waren Ausbildungsstationen strikt vorgegeben. Sechs Wochen pro Abteilung, unabhängig von persönlichen Interessen. Manche Stationen waren spannend, andere weniger.
Werner erinnert sich mit einem Augenzwinkern: „In manchen Abteilungen haben wir viel gelernt. In anderen war es so ruhig, dass Kolleginnen unter dem Tisch Pullover gestrickt haben.“ Trotzdem gab es Momente, die prägend wurden. Einmal durfte er eigenständig einen komplexen Kundenbrief bearbeiten. Dafür bekam er einen Kommentarband und eine Woche Zeit. „Da habe ich gemerkt, wie spannend versicherungsrechtliche Sonderfälle sein können.“
Heute sind Ausbildungswege deutlich flexibler. Abteilungsstationen dauern meist mehrere Monate. So bleibt mehr Zeit, Themen wirklich zu vertiefen. Alara kann ihre Stationen teilweise selbst mitgestalten. „Ich kann Schwerpunkte setzen, Aufenthalte verlängern oder neue Bereiche kennenlernen. Dadurch entwickelt sich der Weg viel individueller.“
Die Arbeitsmittel von damals wirken heute fast nostalgisch. Werner arbeitete mit Stift, Lineal, Tipp-Ex, Stempelkissen und dicken Papierakten. In vielen Büros stand nur ein einziges Telefon. Computer waren selten und eher einfache Terminals. „Das erste Faxgerät stand hinter verschlossener Tür beim Vorstand“, erinnert er sich. „Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.“ Die Digitalisierung war damals noch Zukunftsmusik.
Für Alara ist eine digitale Arbeitsumgebung selbstverständlich. Laptop, Headset, digitale Lernplattformen, Share Points und virtuelle Meetings gehören zum Alltag. „Wir arbeiten viel vernetzter. Informationen sind jederzeit verfügbar und Zusammenarbeit funktioniert auch über Standorte hinweg.“ Wenn beide Generationen ihre Arbeitswelt vergleichen, wird deutlich, wie tiefgreifend sich der Arbeitsalltag in wenigen Jahrzehnten verändert hat.
Auch die Art zu lernen hat sich gewandelt. Werner verbrachte in manchen Abteilungen viel Zeit mit Zuschauen, Kopieren oder Routineaufgaben. Eigeninitiative war wichtig, um wirklich etwas zu lernen. Bei Alara ist aktives Mitgestalten Teil der Ausbildung. „Ich erstelle Tarifvergleiche, analysiere Angebote und begleite Projekte. Dadurch verstehe ich schnell, wie unsere Arbeit funktioniert.“ Schon nach kurzer Zeit übernimmt sie eigene Aufgaben und erhält regelmäßiges Feedback.
Mit den neuen Möglichkeiten steigt allerdings auch der Anspruch an junge Talente. Deshalb unterstützt die Generali ihre Nachwuchskräfte von Anfang an gezielt, etwa durch Angebote im Bereich Gesundheit und Mental Wellbeing.
Auch die Feedbackkultur hat sich stark verändert. Bei Werner gab es zwar Beurteilungen in den Abteilungen. Wie hilfreich diese waren, hing jedoch stark von einzelnen Personen ab. „Manche haben sich viel Zeit genommen. Andere weniger.“ Heute ist Feedback ein fester Bestandteil der Ausbildung. Regelmäßige Gespräche, Unterstützung in Prüfungsphasen und offene Fragen gehören für Alara ganz selbstverständlich dazu. Die Ausbildung ist heute stärker als gemeinsamer Lernprozess angelegt.
„Ende dieses Jahres gehe ich mit einem guten Gefühl. Nicht ganz ohne Wehmut, aber sehr erfüllt.“
Werner Consten
Senior Experte Versicherungstechnik Komposit
Werner blickt auf ein langes Berufsleben zurück, das mit seiner Ausbildung begann. Die Grundlagen von damals haben ihn über Jahrzehnte begleitet. Trotz neuer Technologien, neuer Gesetze und vieler Veränderungen. „Ende dieses Jahres gehe ich mit einem guten Gefühl. Nicht ganz ohne Wehmut, aber sehr erfüllt.“ Seinen Platz wird bald eine neue Generation übernehmen.
Alara schaut in die Zukunft. Für ihre Generation eröffnen sich viele Wege. Neue Rollen, neue Technologien und neue Formen der Zusammenarbeit. Flexibilität ist dabei ein wichtiger Teil ihrer beruflichen Identität.
Die Erfahrungen beider Generationen zeigen, wie wertvoll unterschiedliche Perspektiven sind. Frühere Ausbildungsjahrgänge stehen für Disziplin, Genauigkeit und eine beeindruckende Loyalität gegenüber ihrem Unternehmen. Die junge Generation bringt digitale Kompetenz, Flexibilität und eine hohe Eigenständigkeit mit. Am stärksten wird diese Kombination, wenn beides zusammenkommt. Wenn Erfahrung auf Neugier trifft. Wenn Stabilität auf Veränderungsbereitschaft trifft. Dann entsteht eine Verbindung aus Tradition und Innovation. Und genau diese Mischung macht starke Teams aus.
Ob Ausbildung oder duales Studium. Auch deine Geschichte kann hier beginnen.
Du möchtest praktische Erfahrungen sammeln, Verantwortung übernehmen und gleichzeitig lernen? Du willst Teil eines Teams werden, das dich unterstützt und dir Raum gibt, dich zu entwickeln?
Dann starte deine Karriere bei der Generali Deutschland AG. Werde Teil der nächsten Generation und gestalte die Arbeitswelt von morgen aktiv mit.
Alle Infos zu unseren Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen sowie zur Bewerbung findest du auf unserer Karriereseite.