Die Generali Wildcats

Stark im Team

Gesund bleiben
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Stark im Team

Cheerleading ist ein Teamsport. Und ein Gefühl. „Wenn ich hier durch die Tür in die Halle komme, denke ich: Okay, hier ist mein Zuhause, hier ist meine Familie. Ich würde lieber hier sein wollen, wenn ich woanders wäre.“ Das Zuhause, das ist für Lucas Böbel die Trainingshalle der Wildcats Leverkusen im Stadtteil Manfort. Die Freude nach seiner Family lässt den 29-Jährigen fast jeden Tag von Aachen nach Leverkusen fahren. Lucas Böbel ist Base seines Teams, die Basis. Bei den Wildcats Leverkusen und in der Nationalmannschaft. Der Mann, der in der Mitte der Gruppe steht und alles stabilisiert, der das Team zusammenhält. Der den Flyer in die Höhe wirft und wieder auffängt.

Der Flyer, das ist im Team der Wildcats Xplosion Jaleesa Klatzek. Auch sie kennt das Family-Feeling im Cheerleading, hat mit sieben angefangen und ist seit zwanzig Jahren dabei. „Eine Nachbarin hat mich mit zum Training geschleift. Danach wollte ich nie wieder ohne Cheerleading leben.“ Jaleesa ist Flyer und Tumbler, der dasselbe beherrscht wie ein Turner, Schrauben, Flickflacks oder Saltos. Als Midlayer steht sie auf den Bases und hält andere. Bei den Stunts steht sie ganz oben. Dann macht sie auf den Händen der Bases Handstand oder Spagat.

Cheerleading verbindet Kraft und Akrobatik mit Gymnastik, Turnen und Tanz zu Musik. Nicht ganz ungefährlich, aber ungeheuer erfüllend. Disziplin ist gefordert, absoluter Fokus und Teambereitschaft. Wer Cheer macht, hat auch Lust auf den Auftritt, zeigt gern, was er und was sie drauf hat.

Vertrauen ist essenziell, erklärt Lucas Böbel. Jaleesa Klatzek drückt es so aus: „Für mich ist Vertrauen wie atmen.“ Wer neu in ein Cheer-Team kommt, lernt Vertrauen Stück für Stück. Lernt, bewusst und kontrolliert zu fallen und ebenso zu fangen. Damit nichts schiefgeht, so wenig Verletzungen vorkommen wie möglich. Deshalb gibt es auch keine Hierarchie im Team, jede und jeder ist unersetzbar.

Wichtig beim Cheerleading: konzentriert sein. Egal ob im Training oder im Wettkampf. Alle müssen abschalten können, dürfen nicht abgelenkt sein. Das macht das Training hart. Aber auch so schön, sagt Svenja Kollek, Kotrainerin beim Team der Wildcats Xplosion. Auch sie lebt die Cheer-Family und fühlt sich im Training für die Vibes zuständig. Svenja arbeitet am Teambuilding, am Respekt, den alle füreinander brauchen. Durchhänger werden im Team bewältigt, jeder baut jeden wieder auf, mal durch gemeinsames Rufen, durch Anfeuern. Die sportlichen Ziele erreichen alle zusammen.

Das Ziel beim Cheerleading ist die Routine, englisch ausgesprochen, das Programm, das 2:30 Minuten lang durchturnen auf höchstem Niveau bedeutet. Eine Routine bildet die Abfolge von Tanz, Pyramiden, akrobatischen Stunts und Tumblings, das sind turnerische Elemente, sowie den Baskets, bei denen der Flyer in die Luft geworfen wird. Zur Routine gehört auch der Cheer, eine Einleitung, bei der Pompons, Schilder, Fahnen und Megafon zum Einsatz kommen. An einer Routine, die bei einem Auftritt gezeigt wird, kann das Team schon mal ein Dreivierteljahr arbeiten.

Dass Cheerleading als Leistungssport gesehen wird, an diesem Ziel haben die Wildcats gemeinsam mit anderen Vereinen gearbeitet. Viele haben sich als reine Cheerleading-Teams gebildet, betreiben ihren Sport nicht als Sparte unter dem Dach eines größeren Clubs. Und schon längst ist Cheerleading nicht mehr nur die Truppe von Mädels, die in den Matchpausen eines anderen Sports auftreten. Das gibt es zwar, aber Cheerleader-Clubs betreiben Trainingscamps und tragen Meisterschaften aus, die mitunter acht, neun Stunden dauern, weil sich so viele Teams um den Titel bewerben.

Die Leverkusen Wildcats Xplosion, das Team von Jaleesa Klatzek und Lucas Böbel, hat 2016 den Deutschen Meistertitel gewonnen, war 2017 Vierter, 2018 Zweiter, 2019 Dritter. 2020 machten sie den 1. Platz bei den German All Level Championships. Bei den Cheerleading Worlds in den USA sind sie 2022 zum neunten Mal dabei. An Pokalen gab es für die verschiedenen Teams der Wildcats Leverkusen Dutzende mehr. Sie alle stehen in mehreren Reihen auf den Trägern der Hallenwand. Trophäen der Cheer-Family. Wie Familienfotos.

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