Gartenwasserhahn mit Raureif

So schützt du Haus und Garten vor unnötigen, teuren Frostschäden

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So schützt du Haus und Gar­ten vor unnö­ti­gen, teu­ren Frost­schä­den

Kälte im Winter verbinden viele mit dicken Schneedecken, glänzenden Eiszapfen und funkelndem Raureif. Doch die eindrucksvollen Eiskristalle aus der Hand von Väterchen Frost können auch teure Schäden mit sich bringen. Davon sind Pflanzen im Garten, das Mauerwerk des Hauses und gerade auch die Wasserleitungen betroffen.

Auslöser der Frostschäden ist in der Regel die Anomalie des Wassers. Bei vier Grad Celsius erreicht es seine höchste Dichte und das kleinste Volumen. Bei niedrigeren oder höheren Temperaturen dehnt es sich hingegen aus. Wasser bzw. Eis kann dadurch sogar Betonmauern sowie Wasserrohre aus Metall aufbrechen. Wir erklären dir, wie du Pflanzen, Hauswände und Wasserleitungen mit ein paar Tricks und einer Wohngebäudeversicherung davor schützen kannst.

Frost schädigt die Pflanzen im Garten

Das Überraschende an Frostschäden ist, dass diese durch Wechselwirkung von Wärme und Frost entstehen. Besonders bei immergrünen Pflanzen ist das ein Problem. Wenn auf die gefrorenen Blätter die Sonne scheint, schmilzt der Frost und die Feuchtigkeit der Blätter verdunstet. Doch die Wurzeln können die Pflanze nicht mit neuem Wasser versorgen, da der Boden gefroren ist. So entsteht die sogenannte Frosttrocknis, durch die Blätter und Triebe von Stauden sowie Sträuchern absterben.

Aber nicht nur immergrüne Pflanzen, sondern auch Obst- und Ziergehölze sind durch den Frost gefährdet. An ihnen können Frostrisse entstehen. Folgt nach einer eisigen Nacht die Morgensonne, wärmt sich eine Stammseite des Baums sehr schnell auf. Die Rinde dehnt sich dabei aus, wodurch Rindenrisse im Übergangsbereich zur anderen Seite entstehen.

Frostschäden an Pflanzen und Bäumen verhindern

  • Um Frosttrocknis an empfindlichen Pflanzen zu verhindern, kannst du die Spitzen über den Winter mit Kunststoffvlies vor der Sonne schützen.
  • Gegen die Frostschäden an Obst- und Ziergehölzen hilft ein Weißanstrich oder das Umwickeln des Stammes mit Jutestoff oder Wintervlies.

Wie Frost Gestein aufbrechen kann

Wenn die Spannungen beim Vereisen des Wassers die Festigkeit des Baustoffmaterials übersteigen, entstehen Frostschäden im Mauerwerk eines Hauses. Auch hier führt ein häufiger Wechsel von Frost und Tau zu sichtbaren Rissen. Salze, Bewuchs oder Schmutz können diese Frostschäden weiter begünstigen, da sie den Wassergehalt im Baustoff erhöhen. Tatsächlich entstehen durch Frost bedingte Veränderungen im Mauerwerk vor allem in milden Wintern. Hier spielen Regengüsse gefolgt von Frostperioden eine tragende Rolle. Natürlich beeinflussen die Ausrichtung des Mauerwerks, äußere und innere Feuchtigkeitsquellen und die Möglichkeit der Sonneneinstrahlung die Schäden zusätzlich.

Das hilft gegen Frostschäden am Mauerwerk

  • Das Auftragen von Hydrophobierungsmitteln weist die Feuchtigkeit vom Baustoff ab und verhindert Schäden durch Frost.
  • Wenn bereits Frostschäden an den Außenwänden erkennbar sind, solltest du einen Experten zurate ziehen. Dieser kennt sich mit der Trockenlegung und der Nachrüstung des Mauerwerks sowie der Vorbeugung von Feuchtigkeitsschäden aus.

Frost ist stärker als Metall

Besonders fatal ist es, wenn Frost die Wasserleitungen des Hauses schädigt. Friert das Wasser in der Leitung ein, dehnt sich das Rohr aus und bricht. Diese durch Frostschäden verursachten Rohrbrüche sind sehr teuer. Selbst wenn die Versicherung einspringt, möchte man sich den Ärger und die Umstände lieber sparen. Deshalb hier ein paar wichtige Tipps, wie du deine Wasserleitungen im Winter schützt.

 

Statistik über Wasserschäden in Deutschland



Eingefrorene Leitungen durch Heizen verhindern

Bei einem Kälteeinbruch ist es wichtig, dass die Heizung auch dann läuft, wenn du nicht zu Hause bist. Vor allem Leitungen in der Garage, im Keller und auf dem Dachboden drohen im Winter einzufrieren, weil in diesen Bereichen kaum geheizt wird. Daneben sind vor allem Gebäude betroffen, die nur zeitweise bewohnt werden, zum Beispiel Ferienwohnungen oder Wochenendhäuser.

Ideal sind 15 bis 17 °C, damit die Luft im Gebäude warm bleibt und die Leitungen nicht einfrieren können. Heute gibt es sogenannte Smart-Thermostate, die dabei eine große Hilfe sind. Damit kannst du die Heizung aus der Ferne steuern und die Zeit, in der die Heizung laufen soll, vorprogrammieren.

Gegen Frostschäden vorsorgen: Leitungen dämmen

Wir empfehlen bereits während der Bauphase an eine ausreichende Dämmung der Leitungen nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) und den Bekanntmachungen im Bundesanzeiger zu denken. Andernfalls handelt es sich um einen Baumangel, für den der Eigentümer unter Umständen sogar haften muss.

Praktische Technik: Rohrbegleitheizung

Leitungen sollten im Idealfall in der Nähe einer Wärmequelle verlaufen. In kühleren Bereichen, etwa im Keller oder im Garten, können Leitungen mit einer Schaumstoffisolierung umhüllt werden. Abhilfe schafft auch eine elektrische Rohrbegleitheizung, die entlang besonders gefährdeter Leitungen angebracht wird.

Regelmäßig Wasser laufen lassen

Wenn du immer wieder einmal den Hahn aufdrehst, frieren die Leitungen nicht so leicht ein. Hier reicht es schon, ein kleines Rinnsal oder ein paar Tropfen laufen zu lassen. Dadurch gehen die Leitungen bei starken Minusgraden nicht kaputt.


Risse und Löcher im Haus reparieren

Damit die Leitungen möglichst auf Idealtemperatur bleiben, muss warme Luft im Haus zirkulieren können. Achte auf Risse und Löcher im Mauerwerk, vor allem in der Nähe von Fenster- und Türrahmen, um kalte Zugluft zu vermeiden. Falls nötig, versiegelst du sie mit dem geeigneten Füllspachtel, damit keine kalte Luft hereinzieht.

Fazit

Wenn die Leitungen doch einmal einfrieren sollten, dann versuche besser nicht, das Problem selbst zu lösen. Beim unsachgemäßen Auftauen der eingefrorenen Leitungen können Risse entstehen oder die Rohre brechen sogar ganz. Der entstehende Wasserschaden in der Wand wird meist erst später bemerkt und kann teuer werden.

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