Nahaufnahme eines mit Putzutensilien gefüllten Putzeimers, den eine Reinigungskraft in der rechten Hand hält.

Haushaltshilfe: Tipps für ein sauberes Arbeitsverhältnis

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Lesezeit: 5-6 Minuten

Haus­halts­hilfe: Tipps für ein sau­be­res Arbeits­ver­hält­nis

Ob Zeitmangel, Krankheit oder Alter – es gibt viele Gründe, eine Haushaltshilfe für die eigenen vier Wände zu engagieren. Wie viel kostet eine Reinigungskraft? Und wann muss man sie anmelden? Auf diese und viele weitere Fragen findest du hier Antwort.

Wie findet man am besten eine Haushaltshilfe?

Vor dem Einstellen kommt das Suchen und Finden. Am einfachsten gelingt dies über die regionale Tageszeitung oder Online-Kleinanzeigen. Auch Umhören im Bekanntenkreis kann helfen, denn eine zuverlässige Haushaltshilfe ist häufig im Gespräch. Wenn du auf diese Weise nicht fündig wirst, kannst du dich an spezielle Vermittlungsagenturen oder Dienstleister wie einen professionellen Reinigungsservice wenden. Hier sind Haushaltshilfen zwar in der Regel teurer, allerdings brauchst du dich nicht um die Bürokratie zu kümmern. Ist die Putzfrau krank oder in Urlaub, stellt dir der Dienstleister einen Ersatz.

Tipp:
Am günstigsten ist es für dich, wenn die Putzfrau selbstständig, also auf eigene Rechnung, tätig ist.

Haushaltshilfe einstellen – so geht’s

Wenn deine Haushaltshilfe für dich in einem Angestelltenverhältnis arbeitet, also nicht selbstständig oder über eine Agentur angestellt ist, musst du sie anmelden, damit es sich bei der Beschäftigung nicht um sogenannte Schwarzarbeit handelt, denn sonst drohen Bußgelder in Höhe von mehreren Tausend Euro.

Putzfrau bei der Minijobzentrale anmelden

Viele arbeiten neben ihrem Hauptberuf auch als Reinigungskräfte. Sie sind dann nebenberufliche Minijobber. Eine solche Haushaltshilfe meldest du bei der Minijobzentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See an und trittst hierbei als Arbeitgeber auf. Hierfür leitest du Sozialversicherungsnummer, Bankverbindung, Anschrift und Geburtsdaten weiter. Die Sozialabgaben für dich als privaten Arbeitgeber sind dabei auf niedrige 14, 99 Prozent – bei reduziertem Beitrag in die Rentenversicherung – gedeckelt. Die Minijob-Zentrale bietet hierfür einen online Haushaltsscheck-Rechner. Deine Reinigungskraft kann freiwillig zusätzliche Rentenbeiträge zahlen. Eine legale Putzfrau ist im Besitz allgemeiner Arbeitnehmerrechte und darf ein Anrecht auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie Urlaub geltend machen.

Tipp:
Du kannst bei Minijobbern 10 Prozent der Ausgaben von deiner jährlichen Steuerschuld abziehen.

Selbstständige Reinigungskräfte

Beschäftigst du eine selbstständige Putzfrau, leistet sie sämtliche Abgaben selbst und stellt Rechnungen an dich aus. Hier kannst du 20 Prozent der Kosten – maximal 600 Euro jährlich – als „haushaltsnahe Dienstleistung“ von deiner Steuerschuld abziehen.

Mit der Unfallversicherung auf der sicheren Seite

Für in Privathaushalten beschäftigte Personen gilt die gesetzliche Unfallversicherung gemäß Sozialgesetzbuch (SGB VII). Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung zahlt der Arbeitgeber nach entsprechender Anmeldung, beispielsweise bei der Minijobzentrale für Minijobber. Verletzt sich die Haushaltshilfe während der Ausübung ihrer Tätigkeit, ist sie durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Arbeitet eine Haushaltshilfe selbstständig, sollte sie eine private Unfallversicherung abschließen.

Hier findest du wichtige Informationen zu den Vorteilen einer privaten Unfallversicherung.

Haftpflicht ist für Haushaltshilfen ein Muss

Bei einer angestellten Haushaltshilfe kommt im Schadensfall die Versicherung des Arbeitgebers auf, wenn der Schaden kein Eigenschaden ist, sondern Dritten zugefügt und die Mitversicherung bereits im Voraus vertraglich festgelegt wurde. Wenn du einen Minijobber beschäftigst, ist dies ein Grund mehr für dich, haftpflichtversichert zu sein. Hier kannst du dich über die Vorteile einer privaten Haftpflichtversicherung informieren.
Jede selbstständige Haushaltshilfe sollte über eine gewerbliche Haftpflichtversicherung verfügen.

Wie viel kostet eine Haushaltshilfe?

Wer eine Haushaltshilfe via Minijob einstellt, hat sich an zwei Richtwerten zu orientieren: am Mindeststundenlohn sowie an der Einkommensgrenze für den Minijob. 9,35 Euro beträgt der Mindeststundenlohn deiner Putzfee. Bei einem Minijob darf sie insgesamt bis zu 450 Euro monatlich (5.500 Euro jährlich) verdienen. Bei mehreren Jobs als Haushaltshilfe zählt die Summe daraus. Schwankt das Einkommen, kannst du den halbjährlichen Verdienst bei der Minijob-Zentrale angeben. Übersteigt das Einkommen die Minijob-Grenze auf Dauer, wird aus dem „Nebenjob“ eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Wer hat Anspruch auf eine Haushaltshilfe?

Kranke oder ältere Menschen können unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf eine Haushaltshilfe haben. Mit Leistungen rund um den Haushalt ermöglicht unsere Assistance XXL auch nach einem schweren Unfall eine normale Lebensführung.

Putzfrau auf Rezept – Haushaltshilfe von der Krankenkasse

Wer vorübergehend – zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt oder Unfall – nicht in der Lage ist, seinen Haushalt in Ordnung zu halten, kann bei der Krankenkasse eine Servicekraft beantragen. Organisierst du die Putzfrau selbst, unterstützt die Krankenkasse dich finanziell. Der Betrag liegt in der Regel unter dem Mindeststundenlohn, du kannst deine Reinigungskraft aber selbst wählen. So kannst du das Geld beispielsweise auch Nachbarn oder Verwandten, die dich unterstützen, zukommen lassen.

Wer zahlt die Putzfrau bei Pflegegrad I bis V?

Wer in Pflegegrad 1 oder höher eingestuft ist, kann unter Umständen über die Pflegekasse eine Haushaltshilfe beantragen. Von Kochen bis zum Fensterputzen – vieles, was zu den „haushaltsnahen Dienstleistungen“ gehört, ist möglich. Allerdings kommt die Pflegekasse nur für zertifizierte Anbieter auf. Wer dazu gehört, regeln die Bundesländer unterschiedlich. So kann in dem einen Bundesland ein Gärtner akzeptiert werden, im anderen nicht. Eine weitere Möglichkeit ist, den Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro pro Monat für eine Putzkraft zu verwenden. Dieser Betrag steht jedem Pflegebedürftigen in häuslicher Pflege zu. Um ihn zu erhalten, sind die entsprechenden Rechnungen oder Belege bei der Pflegekasse einzureichen.

Fazit: Sauber? Aber sicher! Privat eine Reinigungskraft einstellen, ist mit wenig Bürokratie verbunden. Informiere dich zusätzlich bei deiner privaten Haftpflichtversicherung darüber, ob eine Reinigungskraft in deinem Vertrag tatsächlich mitversichert ist.

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