Frau zieht Schublade mit ordentlich platzierter Unterwäsche, Kleidung und Accessoires heraus

Fünf Tipps zum Ausmisten

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Lesezeit: 6-7 Minuten

So ent­rüm­pelst du deine Woh­nung

Frühjahrsputz bedeutet für viele ausmisten. Es gibt viele Dinge, die wir schon lang nicht mehr benutzen oder brauchen – warum sollen sie also weiter Platz wegnehmen? Doch wovon soll man sich trennen? Wie unterscheidet man Brauchbares von Ballast? Mit diesen Tipps fällt dir das Ausmisten leicht. Das Wichtigste in Kürze:

  • Minimalismus ist in, Ausmisten ebenfalls. Der Ballast wird entsorgt. Zurück bleiben Dinge, die wir lieben und an denen wir uns erfreuen.
  • Aussortierte Kleidungsstücke müssen nicht in den Müll. Sie lassen sich spenden oder im Internet verkaufen – und bekommen so ein zweites Leben.
  • Ob als Challenge oder mit der Methode von Marie Kondo: Die Wohnung zu entrümpeln, kann ganz einfach sein. In jedem Fall macht ein ordentliches Zuhause langfristig zufriedener.

1. Die Motivation: So startest du mit dem Ausmisten

Das Entrümpeln oder Ausmisten liegt im Trend. Das „Decluttering“, wie es im Englischen genannt wird, befreit von Ballast, schafft Platz und sorgt für einen klaren Kopf. Dennoch fällt es oft schwer, sich von Dingen zu trennen. Wo soll man anfangen?

Hier haben wir ein paar Ansätze und konkrete Tipps für dich, mit denen du deine Wohnung und dein Leben Schritt für Schritt entrümpeln kannst:

  • Die 30-Tage-Aufräumchallenge: Bei dieser Methode lässt du es langsam angehen, indem du zu Beginn nur einen Gegenstand aussortierst. Dann steigerst du dich Tag für Tag. Das heißt, an Tag zwei sortierst du zwei Dinge aus, am nächsten drei und so weiter. Bist du am ersten Tag besonders motiviert, kannst du die Challenge umkehren: Nutze den Enthusiasmus und wähle gleich 30 Dinge aus, derer du dich entledigen willst. An Tag zwei dann 29 – so wird die Aufgabe zum Ende hin einfacher.
  • Nach Kategorie ausmisten: Nimm dir für den Anfang nur einen Bereich vor. Das kann eine Schublade sein, der Kleiderschrank oder ein Zimmer. Je nach Haushalt sammelt sich an unterschiedlichen Stellen Zeug an. Auch Papierkram und alte Unterlagen benötigen häufig eine größere Portion Aufmerksamkeit. Bist du unsicher, welche Dokumente du länger aufheben solltest? Hier kannst du die verschiedenen Aufbewahrungsfristen nachlesen.
  • Tabula-rasa-Methode: Hier kommt zunächst alles raus – ganz gleich ob du den Keller ausmistest, ein Regal oder deine Handtasche. Damit verschaffst du dir einen besseren Überblick. Danach wird aussortiert, weggeworfen und der Rest ordentlich wieder eingeräumt. Vorher auswischen nicht vergessen.
  • Quick und dirty: Stelle dir einen 10-Minuten-Timer, um jeden Tag ein bisschen aufzuräumen. Das macht es leichter, sich aufzuraffen und wirkt weniger überwältigend.
  • Ordnungssysteme einführen: Liegt das Spielzeug der Kinder in jedem Raum herum? Dieser Tipp kann dir einige Streitereien dazu ersparen: Stelle Spielzeugboxen in jedem Zimmer auf, abends wandert alles in die jeweilige Kiste. Oder lässt dein Teenager überall seine Kleidung auf dem Boden liegen? Dann könntest du mehrere Wäschekörbe aufstellen, im Jugendzimmer zum Beispiel einen für Getragenes und einen für Schmutzwäsche. Beachte: Getragene Kleidung sollte nicht zurück in den Schrank gelegt werden – sie ist sonst ein gefundenes Fressen für Motten. Weitere Tipps gegen tierisches Ungeziefer in der Wohnung findest du hier.
  • Jeder in sein Zimmer: Wenn du dazu neigst, beim Aufräumen den Fokus zu verlieren, kann es helfen, zuerst alle herumliegenden Gegenstände in ihren jeweiligen Raum zu bringen und erst danach Raum für Raum alles zu sortieren und einzuräumen.
  • Lieblinge zuletzt: Es ist einfacher, Gegenstände auszusortieren, an denen dein Herz nicht hängt. Elektroschrott und Batterien zu entsorgen, wird dir leichter fallen als alte Tagebücher oder Fotoalben. Lass dir für Dinge mit emotionalem Wert ruhig mehr Zeit.

2. Die schwierigste Frage beim Entrümpeln: Was kann weg?

Wer nichts wegwirft, versinkt irgendwann in seinen Habseligkeiten. Doch was kann weg und was darf bleiben? Mit dieser Checkliste fällt es dir leichter, zu entscheiden, welche Dinge den Weg in die Mülltonne oder Spende finden. Frage dich bei jedem Gegenstand:

  • Ist er kaputt?
  • Kann und will ich ihn reparieren oder reparieren lassen?
  • Habe ich ihn doppelt oder dreifach (etwa in unterschiedlichen Farben)?
  • Wenn ich diese Sache nicht schon hätte, würde ich sie noch einmal kaufen oder hat sich mein Geschmack verändert?
  • Ist der Gegenstand neu verpackt und unbenutzt?
  • Benutze ich ihn selten, nimmt er nur Platz weg?
  • Erfüllt er einen wirklichen Zweck?
  • Welche emotionale Bedeutung hat diese Sache für mich: Hängen daran gute Erinnerungen oder sogar schlechte?
  • Trage ich dieses Kleidungsstück gern?

Besonders beliebt ist inzwischen die Methode von Ordnungsprofi Marie Kondo. Im Mittelpunkt steht dabei ihr Frage, ob ein Gegenstand dir Freude bereitet. Wenn nicht, darfst du dich von ihm verabschieden.

Ein Tipp: Erkundige dich, ob es in deiner Stadt eine „Bibliothek der Dinge“ gibt. Dort können technische Geräte, aber auch Werkzeug oder Unterhaltungselektronik ausgeliehen werden, die man nur einmal oder für einen kurzen Zeitraum benötigt. Wenn das auf deinen Wohnort zutrifft, fällt es dir vielleicht leichter, Geräte auszusortieren, die zu Hause viel Platz wegnehmen und selten zum Einsatz kommen.

3. Ausmisten und putzen gehen Hand in Hand

Halte bei größeren Entrümplungsaktionen Staubsauger und Putzmittel bereit. So kannst du zum Beispiel einen Schrank auswischen, nachdem du ihn ausgeräumt hast. Fällt das Ausmisten umfangreicher aus, werden oft Möbel verschoben – das ist die Chance, um schwer zugängliche Stellen von Staub zu befreien. Möchtest du beim Saubermachen umweltfreundlich vorgehen, findest du hier ein paar Tipps für die schonende Reinigung.

Und wenn du schon mal dabei bist: Beim Entrümpeln ist der beste Zeitpunkt, den Frühjahrsputz gleich anzuschließen. So hast du am Ende ein doppelt gutes Gefühl.

Geht dir beim enthusiastischen Putzen plötzlich das Ceranfeld zu Bruch oder dir passiert anderweitig ein Missgeschick bei deiner Entrümpelung, dann ist das kein Problem: Glas und Hausrat sind bei uns bestens versichert.

4. Es ist nicht alles Müll, was wegkommt

Es kann sehr befreiend sein, jahrelang angesammelten Ballast in die Mülltonne zu verabschieden. Allerdings können viele Dinge, die du nicht mehr benutzt, noch brauchbar für andere sein. Zum Beispiel aussortierte Kleidungsstücke oder Geräte, die nach wie vor funktionieren. Damit du beim Ausmisten nicht jeden Gegenstand zweimal in die Hand nehmen musst, kannst du vorher Kisten bereitstellen. Sie helfen dir dabei, die Dinge zu sortieren, die du nicht mehr behalten willst: In die erste Kiste kommt alles, was du spenden oder verschenken möchtest. In Kiste zwei landen die Dinge, die du verkaufen kannst. Gegenstände, die nicht mehr zu gebrauchen sind, kommen in Kiste drei und werden später weggeworfen. Beachte aber: Nicht alles darf in den Haushaltsmüll. Hier erfährst du zum Beispiel, wie du Elektroschrott richtig entsorgst.

Gebrauchte Kleidung in gutem Zustand kannst du dem Roten Kreuz spenden, im Internet oder vor Ort in Secondhandläden verkaufen. Wenn es dir ernst ist mit dem Großreinemachen, lass dich jedoch nicht davon abhalten, wenn sich etwas nicht verkauft oder es niemand geschenkt haben möchte. Setze dir beispielsweise ein Zeitlimit von ein paar Wochen, in denen du Kleidung auf einer Secondhandbörse anbietest. Werden sie in diesem Zeitraum nicht gekauft, kommen sie in die Kleiderspende.

All deine aussortierten Klamotten, Dekorationsartikel oder Haushaltsgegenstände auf Freunde und Verwandte abzuschieben, zählt übrigens nicht als Entrümpeln. Oft nehmen andere solche „Geschenke“ aus schlechtem Gewissen an – und dann stehen sie in deren Haus herum. Geschirr, Möbel und Geräte finden über dein örtliches Sozialkaufhaus ein neues Zuhause. Bei sperrigen Möbeln oder Elektrogeräten bieten Gebrauchtkaufhäuser meistens sogar einen Abholdienst an.

5. Ordnung halten

Weise zu Hause jedem Gegenstand einen Platz zu. So verschwendest du beim nächsten Aufräumen oder Entrümpeln keine Zeit mehr darauf, zu überlegen, wo all die Sachen hinsollen. Deinen Haushalt kannst du einerseits nach der übergeordneten Funktion der Räume ordnen, zum Beispiel alle Kosmetikartikel im Bad unterbringen. Besser noch hat jeder Gegenstand seinen festen Platz dort, wo er wirklich gebraucht wird. Benutzt du deine Haarbürste in der Regel, kurz bevor du aus dem Haus gehst, sollte sie vielleicht besser an der Garderobe auf dich warten und nicht im Bad liegen.

Schaffe Ordnung in Schubladen und Schränken, indem du dafür sorgst, dass du immer einen guten Überblick über den Inhalt hast. Ordnungssysteme können für Schubladen mit vielen Kleinteilen helfen. Hänge Kleidung im Kleiderschrank nicht übereinander, sondern jedes Teil gut sichtbar auf einen Bügel. T-Shirts und Pullover stapelst du nach Marie Kondo am besten nicht übereinander, sondern organisierst sie vertikal, sodass du mit einem Blick in die Schublade alle Kleidungsstücke siehst statt nur das oberste.

Fazit

Egal ob du beim Ausmisten klein anfängst oder jetzt am liebsten dein ganzes Haus auf den Kopf stellen möchtest: Indem du deine Wohnung entrümpelst, Ordnung in deinen Kleiderschrank oder deine Unterlagen bringst, schaffst du Klarheit und Ruhe in deiner Umgebung. Ein gut organisierter Wohnraum hilft dabei, im Kopf klarer zu sein, und macht so langfristig Freude.

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