Die wichtigsten Maßnahmen beim Verdacht auf einen Hackerangriff

  1. ALLE THEMEN IM ÜBERBLICK
  2. DIE WICHTIGSTEN MASSNAHMEN BEIM VERDACHT AUF EINEN HACKERANGRIFF
Abenteuer Alltag
Lesezeit: 3-4 Minuten

Die wich­tigs­ten Maß­nah­men beim Ver­dacht auf einen Hacke­r­an­griff

Viele von uns haben diesen Albtraum bereits erlebt: Wir melden uns in unserem Benutzerkonto an und stellen fest, dass wir gehackt wurden. Leider ist dieses Szenario heutzutage keine Seltenheit mehr, wenn man die Menge an Daten und genutzten Websites bedenkt. Auch die weltweite Entwicklung von raffinierter Hacking-Software nimmt immer weiter zu. Sollten Sie gehackt worden sein, ist schnelles Handeln gefragt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen Angriff auf Ihre Privatsphäre erkennen und wie sich zukünftig davor schützen können.

Anzeichen

Die Anzeichen hängen stark von der Art des Hacks ab. Es gibt jedoch einige allgemeine Punkte, auf die Sie achten können. Dazu gehören fragwürdige Anrufe und Nachrichten, die Erpressungsversuche oder ungerechtfertigte Zahlungsaufforderungen enthalten. Oder Warnungen, dass Ihr Laptop oder PC durch ein bestimmtes Programm mit einem Virus infiziert wurde, das Sie gar nicht besitzen oder kennen.

Unerwartete Abbuchungen vom Bankkonto oder der Kreditkarte sind weitere Warnzeichen – auch wenn der Betrag noch so klein sein mag. Manchmal prüfen Hacker durch den Kauf eines günstigen Artikels, ob Sie die Abbuchung bemerken, bevor sie anschließend größere Summen ausgeben.

Bei Online- und E-Mail-Accounts funktionieren vielleicht Ihre gewohnten Passwörter plötzlich nicht mehr oder Ihr Konto wurde gesperrt. Auch das sind Anzeichen für einen möglichen Hackerangriff.

Maßnahmen

Durch schnelles Handeln können Sie den Schaden, den der Hackerangriff verursacht hat, so gering wie möglich halten. Ändern Sie zunächst Ihre Passwörter für jedes Benutzerkonto, bei dem personenbezogene Daten oder Zahlungsinformationen hinterlegt sind. Löschen Sie anschließend alle sensiblen Daten, die in dem gehackten Konto gespeichert sind. Dazu zählen auch per E-Mail verschickte Dokumente, mit denen Ihre Identität gestohlen werden könnte. Sagen Sie Freunden und Familie so schnell wie möglich Bescheid, damit sie vor verdächtigen Nachrichten gewarnt sind, in denen zum Beispiel in Ihrem Namen Geld oder bestimmte Auskünfte gefordert werden.

Entziehen Sie auf Social-Media-Kanälen allen Apps, die mit Ihrem Konto verbunden sind, die Zugriffsberechtigung und prüfen Sie Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen auf verdächtige Abbuchungen. Sie müssen gegebenenfalls auch Ihre Bank informieren, damit im Falle verdächtiger Kontoaktivitäten schnell gehandelt werden kann. Je nach Art des Hacks sollten Sie Ihre Bankkarte und/oder Kreditkarte sicherheitshalber sperren und sich eine neue Karte ausstellen lassen. Wenn Ihr Computer gehackt wurde, sollten Sie sich ein vertrauenswürdiges Anti-Virus-Programm zulegen, Ihr IT-System scannen und fragwürdige Programme oder Dateien umgehend löschen.

Schutz

Es gibt diverse einfache Tricks, mit denen Sie das Risiko, gehackt zu werden, deutlich minimieren können. Verwenden Sie verschiedene, komplexe Passwörter für alle Ihre Online-Accounts. Sie können Ihre Passwörter auch in einem sicheren Passwort-Manager speichern, falls Sie sich nicht alle merken können. Machen Sie nach Möglichkeit Gebrauch von der Zwei-Faktor-Authentifizierung, die eine zusätzliche Sicherheitsebene bietet. Dabei geben Sie ein vertrauenswürdiges Gerät an und hinterlegen eine sichere Telefonnummer oder eine zweite E-Mail-Adresse. Wenn Sie sich in einem Benutzerkonto anmelden möchten, müssen Sie Ihr Passwort sowie den sechsstelligen Bestätigungscode eingeben, der auf Ihrem Gerät für das jeweilige Konto angezeigt wird.

Investieren Sie in ein gutes Anti-Virus-Programm und führen Sie regelmäßig Scans auf Ihrem Laptop oder PC durch. Sie sollten niemals Filme oder Musik von Torrent-Websites herunterladen, da sich in den Dateien oftmals Viren und andere Malware verstecken. Auch wenn es mühsam klingen mag – geben Sie bei jeder Bestellung Ihre Zahlungsdaten neu ein, anstatt sie zu speichern. So sind im Falle eines Hackerangriffs auf die Webseite des Onlinehändlers geschützt.

Wenn Sie vermeintliche E-Mails, SMS oder Anrufe von Ihrer Bank oder einem anderen Unternehmen erhalten, sollten Sie die Telefonnummer oder Adresse immer auf ihre Echtheit überprüfen. Rufen Sie im Zweifel die Nummer an, die auf der offiziellen Website des Unternehmens oder Ihrer Bankkarte angegeben ist, um die Situation aufzuklären. Rufen Sie nicht die in der E-Mail oder SMS genannte Nummer an.

Denken Sie daran, dass Ihre Bank Sie am Telefon niemals nach Ihrer PIN oder nach Ihrem Passwort fragen würde. Leiten Sie diese Informationen also in keinem Fall weiter. Geben Sie auf Social-Media-Kanälen so wenig private Informationen wie möglich preis. Überprüfen Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen, damit nur Ihre Freunde die Inhalte Ihres Profils sehen können.

Maßnahmen beim Verdacht auf einen Hackerangriff


Wenn Sie eine Freundschaftsanfrage von einer unbekannten Person erhalten, sollten Sie zunächst prüfen, wer dahintersteckt. Wenn auf dem Profil nur wenige oder merkwürdige Fotos zu sehen sind oder diese Person kaum Freunde oder keine gemeinsamen Freunde mit Ihnen hat, sollten Sie die Anfrage besser ablehnen.

Mit ADVOCARD-360°-PRIVAT umfassend gegen Rechtsstreitigkeiten im privaten Umfeld absichern

Unsere Emp­feh­lung

Wenn du dich über rechtliche Schritte informieren und Rat einholen möchtest, bietet dir die Rechtsschutzversicherung von Generali die Möglichkeit zu einer telefonischen Rechtsberatung.

Mehr erfahren