Die ersten 9 Maßnahmen nach einem Einbruch

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Die ers­ten 9 Maß­nah­men nach einem Ein­bruch

Ein dramatisches Ereignis wie ein Einbruch in unser Zuhause kann uns ganz schön aus der Bahn werfen. Bei einem derartigen Eingriff in unsere Privatsphäre ist es schwierig, einen kühlen Kopf zu bewahren. Daher kann es hilfreich sein, die wichtigsten Schritte zu kennen, die es in dieser beängstigenden und verwirrenden Situation zu beachten gilt. So können Sie schnell handeln und wieder zur Normalität zurückkehren.

Hier sind neun Maßnahmen, die Sie nach einem Einbruch zuerst ergreifen sollten.

1. Die Polizei verständigen

Je schneller Sie die Polizei verständigen, desto besser stehen die Chancen, dass die Einbrecher gefasst werden. Falls sich die Einbrecher während Ihrer Abwesenheit Zugang zu Ihrem Zuhause verschafft haben und sich bei Ihrer Rückkehr noch dort befinden, rufen Sie umgehend den Notruf und gehen Sie nicht hinein. Begeben Sie sich an einen sicheren Ort in der Nähe oder gehen Sie zu Ihren Nachbarn, um die Situation aus der Distanz beobachten zu können. Denken Sie nicht an die Sachen, die gestohlen werden können. Ihre Sicherheit hat oberste Priorität.

2. Nichts anfassen

So groß der Wunsch nach Ordnung auch sein mag, wenn Sie in Ihr Zuhause zurückkehren – fassen Sie nichts an. Es handelt sich nun um einen Tatort. Wenn Sie vor den Ermittlungen irgendetwas verändern, könnten Sie Beweise oder Spuren vernichten, die für die Überführung der Täter wichtig sind.

3. Gestohlenes und beschädigtes Eigentum auflisten

Während Sie auf das Eintreffen der Polizei warten, können Sie bereits damit beginnen, eine detaillierte Liste des beschädigten Inventars und aller gestohlenen Dinge zu erstellen – egal, wie klein sie auch waren. Schreiben Sie nach Möglichkeit auch Seriennummern und besondere Merkmale dazu und legen Sie Kaufquittungen bei. Fotografieren Sie Beschädigungen und Orte, an denen sich die gestohlenen Gegenstände befanden. Die sogenannte Stehlgutliste wird der Polizei bei der Identifizierung Ihrer Besitztümer helfen, falls diese wieder auftauchen sollten. Ihre Hausratversicherung benötigt ebenfalls eine Kopie, um die Schadensanzeige zügig und reibungslos bearbeiten zu können.

4. Ihre Konten und Identität schützen

Damit die Einbrecher nicht noch mehr Schaden verursachen, sollten Sie so schnell wie möglich prüfen, ob noch alle wichtigen Dokumente und Bankkarten da sind. Wenn EC- oder Kreditkarten gestohlen wurden, rufen Sie umgehend die Sperrhotline des Kartenausstellers oder den einheitlichen Sperrnotruf 116 116 an. Wenn Geräte entwendet wurden, auf denen sich sensible Anmelde- oder Kontodaten befinden, können diese unter bestimmten Voraussetzungen per Fernzugriff gelöscht werden. Informieren Sie sich nach Möglichkeit am besten schon im Voraus, ob dafür vorinstallierte Programme oder aktivierte Dienste wie Bluetooth oder GPS erforderlich sind. In jedem Fall sollten Sie schnellstmöglich den Mobilfunkanbieter kontaktieren, von dem Sie Ihre SIM-Karte erhalten haben. Wenn wichtige Dokumente wie Ihr Reisepass oder Führerschein gestohlen wurden, müssen Sie neben der Polizei auch die entsprechende Behörde verständigen und Ersatz beantragen.

5. Das Aktenzeichen bei der Polizei erfragen

Nachdem Sie Anzeige bei der Polizei erstattet haben, ist es wichtig, dass Sie das Aktenzeichen erfragen, unter dem der Vorgang bearbeitet wird. Dieses Aktenzeichen wird zusammen mit der Stehlgutliste als Nachweis für die gestellte Strafanzeige an die Versicherung übermittelt.

6. Ihre Hausratversicherung informieren

Wenn Sie Ihrer Hausratversicherung einen Einbruchdiebstahl melden, sollten Sie das polizeiliche Aktenzeichen, vorhandene Quittungen für beschädigte bzw. gestohlene Gegenstände sowie die detaillierte Stehlgutliste bereithalten. Üblicherweise kommt die Versicherung für den durch Diebstahl entstandenen Schaden auf – und auch für Schäden, die durch den damit meist einhergehenden Vandalismus verursacht werden. Der Hausrat ist in der Regel zum Wiederbeschaffungswert versichert. Darüber hinaus werden oft auch weiterführende Kosten übernommen, z. B. für neue Schließvorrichtungen und andere Sicherungsvorkehrungen, die nach dem Einbruch keinen ausreichenden Schutz mehr bieten. Sie sollten jedoch am besten noch vor dem Eintreten eines Versicherungsfalls Ihre Versicherungsbedingungen und die geltenden Entschädigungsgrenzen überprüfen – damit Ihre Wertsachen gut abgesichert sind und Sie im Ernstfall nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Generell gilt: Wenn Sie große bzw. teure Wertsachen kaufen, sollten Sie Ihre Versicherungssumme entsprechend anpassen lassen.

7. Ihr Zuhause absichern

Nach einem Einbruch sollten Sie beschädigte Sicherungsvorkehrungen so schnell wie möglich reparieren bzw. ersetzen lassen. Falls auch Schlüssel gestohlen wurden, sollten Sie die dazugehörigen Schlösser schnellstmöglich austauschen. Holen Sie sich zusätzlich Rat bei der Polizei. Sie wird Ihnen sagen, welche Vorkehrungen Sie treffen können, um Ihr Zuhause sicherer zu machen.

8. Sich Unterstützung holen

Nach einem Einbruch sitzt der Schock erst einmal tief. Mit der Verletzung der eigenen Privatsphäre und Sicherheit umzugehen, kann für manche Menschen sehr schwierig sein. Zögern Sie also nicht, sich Unterstützung zu holen, um das Erlebte zu verarbeiten. Die Polizei informiert Sie eventuell über Opferhilfestellen. Falls sie dies nicht tut, suchen Sie bitte unbedingt selbst eine Beratungsstelle auf. Es gibt auch Online-Beratungen, die Sie anonym und kostenfrei kontaktieren können. Darüber hinaus sollten Sie sich auch Familie und Freunden anvertrauen. Ihre Lieben stehen Ihnen sicher gerne zur Seite.

9. Schadensersatz fordern

Werden die Einbrecher überführt und verurteilt, steht Ihnen möglicherweise Schadensersatz zu. Voraussetzung dafür ist, dass der Schaden direkt und ausschließlich durch den Einbruch verursacht wurde. Bei einem wirtschaftlich nicht messbaren Schaden kann ein Anspruch auf Schmerzensgeld bestehen – zum Beispiel, wenn als Folge des Einbruchs psychische Belastungen beim Geschädigten auftreten.
Sie können im Falle eines Einbruchs jedoch nicht gleichzeitig an alles denken. Versuchen Sie, einen kühlen Kopf zu bewahren und Schritt für Schritt vorzugehen. Sie schaffen das!

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