Eine Frau um die 40 denkt nach

Altersvorsorge ab 40: Handeln, bevor es zu spät ist

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Lesezeit: 5-6 Minuten

Alters­vor­sorge ab 40: Han­deln, bevor es zu spät ist

Ob Familie, Beruf oder Wohnen – mit 40 haben die meisten Menschen viele wichtige Weichen in ihrem Leben gestellt. Das Thema Rente sollte dazugehören. Ist das bei dir nicht der Fall, ist das noch kein Grund zur Panik, aber allerhöchste Zeit etwas zu tun. Wir erklären, warum das so ist. Und geben dir erste Handlungstipps, damit du deinem Lebensabend entspannter entgegensehen kannst.

Warum du beim Thema Rente aktiv werden musst

Einmal im Jahr legt die Bundesregierung den sogenannten Rentenversicherungsbericht vor. Hinter dem sperrigen Titel verbirgt sich ein Dokument, mit dem du in deine Zukunft als Rentner sehen kannst. Denn dieser offizielle Bericht gibt an, wie hoch die gesetzlichen Renten in Deutschland in den nächsten Jahren voraussichtlich ausfallen werden. Um diesen Wert vergleichbar zu machen, gibt es eine Kennzahl: das Rentenniveau. Das Rentenniveau drückt aus, wie hoch die gesetzliche Rente im Verhältnis zu den Löhnen ohne Abzug der Einkommenssteuer in Prozent ausfällt.

Nach dem aktuellen Bericht der Bunderegierung aus dem Jahr 2021 soll das Rentenniveau im Jahr 2023 bei etwa 51 Prozent liegen. Was das bedeutet? Nehmen wir an, ein Angestellter mit einem durchschnittlichen Einkommen hat 45 Jahre in die gesetzliche Rente eingezahlt. Dann bekommt er im Jahr 2023 als Rentner eine monatliche Rente ausgezahlt, die vor Steuern 51 Prozent des durchschnittlichen Einkommens beträgt.

Dieser Wert von 51 Prozent zählt für die Menschen, die 2023 in Rente gehen werden. Der Rentenversicherungsbericht errechnet die Veränderung des Rentenniveaus nur bis ins Jahr 2034, also für die Jahrgänge ab 1967. Und schon für diese Jahrgänge wird das Rentenniveau auf nur noch 46 Prozent abfallen. Für die Generation der heute 40- bis 50-Jährigen gibt es noch keinen solchen Prognosewert. Die Politik ist sich aber sicher, dass das Rentenniveau in den Jahren danach eher weiter fallen als steigen wird.  

Wie kann ich im Alter meinen Lebensstandard halten?

Was bedeutet das Absinken des Rentenniveaus für die Altersvorsorge ab 40? Für die Generation der Jahrgänge ab 1981 wird es zunehmend schwieriger mit der gesetzlichen Rente im Alter ihren Lebensstandard zu halten. Der Grund dafür ist der demografische Wandel. In unserer Gesellschaft gibt es immer weniger junge Menschen, die in die Rente einzahlen, dafür immer mehr alte, die Leistungen aus dem Topf der gesetzlichen Rente beziehen. Die Versorgungslücke, das ist der Unterschied zwischen deinem Einkommen als Arbeitnehmer und deiner gesetzlichen Rente, wird deshalb immer größer.
 
Du musst dir für deine Rente also eine breitere Basis schaffen. Wie funktioniert das? Die Grundlage deiner Rente bleibt die gesetzliche Rentenversicherung. Sie dient auch in Zukunft als ein gutes Fundament für die Altersvorsorge ab 40. Du musst sie aber um eine private Altersvorsorge ergänzen, die genau auf deine individuellen Bedingungen zugeschnitten ist. Bevor wir erklären, wie das geht, zeigen wir dir zuerst, welche Möglichkeiten du bei der privaten Altersvorsorge hast.

Welche Möglichkeiten habe ich bei der privaten Altersvorsorge ab 40?

Die private Altersvorsorge ist flexibler als die gesetzliche Rente. Das bedeutet, du hast mehr Wahlmöglichkeiten, wie du für das Alter vorsorgen kannst. Es ist sogar sinnvoll, verschiedene Arten der Altersvorsorge miteinander zu kombinieren. Dies sind die wichtigsten Anlagemöglichkeiten für die private Altersvorsorge ab 40:

  • Die private Rente eignet sich für die Altersvorsorge ab 40 besonders gut. Denn mit Hilfe der privaten Rente kannst du deine Rentenlücke sehr gezielt schließen, weil sie dir bei der Höhe der Beiträge, Formen der Geldanlage sowie Renditechancen die meisten Möglichkeiten bietet.
  • Wenn du Arbeitnehmer bist, solltest du auch einen Blick auf die Riester-Rente werfen. Sie kann für dich besonders attraktiv sein, weil die Beiträge zur Riester-Rente steuerlich gefördert werden. Von den Steuervorteilen der Riester-Rente profitieren Familien mit Kindern und höherem Einkommen besonders stark. Es ist außerdem praktisch, dass du sie bei Bedarf auch zur Finanzierung eines Eigenheims verwenden kannst.
  • Für Arbeitnehmer ist neben der Riester-Rente auch die betriebliche Altersvorsorge eine Option. Sie ist für Arbeitnehmer attraktiv, weil sie durch den Arbeitgeber, Steuervorteile oder Zulagen zusätzlich finanzielle Vorteile erbringen kann.
  • Wenn du selbstständig bist, solltest du dich mit der Rürup-Rente vertraut machen. Sie funktioniert ähnlich wie die Riester-Rente, ist aber auf die Bedürfnisse von Selbstständigen zugeschnitten. Als Selbstständiger profitierst du bei der Rürup-Rente von Steuervorteilen und du kannst sie mit einer steuerbegünstigten Berufsunfähigkeitsabsicherung ergänzen.

Wie plane ich meine private Altersvorsorge ab 40?

Am Anfang der Planung steht ein Kassensturz, um festzustellen, wie groß deine individuelle Rentenlücke ist. Dazu musst du zuerst ermitteln, wie hoch deine gesetzliche Altersvorsorge ausfallen wird. Das siehst du auf den Bescheiden von der gesetzlichen Rentenversicherung. Auf ihnen wird genau angegeben, wie hoch deine Rente nach derzeitigem Stand ausfallen wird. Neben dem Rentenbescheid musst du alle weiteren Einkünfte heranziehen, die dir nach heutigem Stand im Alter zur Verfügung stehen werden. Dazu zählen neben einer eventuell vorhandenen betrieblichen Altersvorsorge, einer Riester- oder Rürup-Rente auch alle zusätzlichen Geldanlagen wie Lebensversicherungen, Aktien, Fonds oder Immobilen, sofern sie dir im Alter als regelmäßige Einkünfte zur Verfügung stehen.

In einem zweiten Schritt ermittelst du, auf welchen Betrag in Euro du als Rentner voraussichtlich zurückgreifen kannst. Das ist für viele Menschen ab 40, die ihre Altersvorsorge planen, relativ genau möglich. Die Differenz dieses Betrags zu deinem jetzigen Einkommen ist deine individuelle Rentenlücke. Da im Alter die Ausgaben generell zurückgehen, muss diese Rentenlücke im Alter nicht komplett geschlossen werden. Als Faustformel gilt, dass deine Altersvorsorge insgesamt etwa 80 Prozent deines letzten Nettoeinkommens ausmachen sollte. Mit diesem Wert wirst du alle Kosten abdecken und deinen Lebensstandard im Alter weiterhin beibehalten.

Fazit für die Altersvorsorge ab 40: Warte nicht zu lang!

Bei der gesetzlichen Altersvorsorge ist die Zeit, die du in die Rentenversicherung eingezahlt hast, ein wichtiger Faktor für die Höhe deiner monatlichen Rente. Bei der privaten Altersvorsorge spielt dieser Zeitfaktor eine noch viel größere Rolle. Der Grund liegt darin, dass die private Altersvorsorge nicht über Umlagen, sondern über Renditen funktioniert. Bei dieser Anlageform profitierst du sehr stark vom Zinseszinseffekt. Das bedeutet, je früher du in die private Altersvorsorge einsteigst, desto mehr bekommst du für einen entspannten Lebensabend heraus.

Zusammenfassung:

Bei der Altersvorsorge ab 40 kannst du dich nicht mehr allein auf die gesetzliche Rente verlassen. Um deine Rentenlücke zu schließen, musst du die gesetzliche Rente mit einer privaten Altersvorsorge ergänzen, die auf deine individuelle Situation zugeschnitten ist.

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