Warnstufe rot — wie Cybersicher sind deutsche Unternehmen?

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buon appe­tito @ gene­rali DIGI­TAL am 5. April 2022

Es besteht definitiv eine erhöhte Gefährdungslage durch Cyberangriffe in Deutschland.

Andreas Könen, Abteilungsleiter IT- und Cybersicherheit im Bundesministerium des Innern und für Heimat

Zunehmende Cyberangriffe

„Es besteht definitiv eine erhöhte Gefährdungslage durch Cyberangriffe in Deutschland“, warnte Andreas Könen, Abteilungsleiter IT- und Cybersicherheit im Bundesministerium des Innern und für Heimat anlässlich von buon appetito @generali DIGITAL zum Thema „Warnstufe rot. Wie cybersicher sind deutsche Unternehmen?“ Der Krieg in der Ukraine bringe mehr Unsicherheit als je zuvor. Obwohl der Spillover von Cyberangriffen in der Ukraine zurzeit begrenzt sei, müsse man sehr vorsichtig bleiben, so der Cyberexperte der Bundesregierung. Auch Dr. Rainer Sommer, Chief Operating Officer bei der Generali Deutschland AG, zeigte sich „sehr besorgt“. Es sei „jetzt mehr denn je zuvor die Zeit, extrem wachsam zu sei in Sachen Cyber“.

Sommer sieht als Beleg für die wachsende Bedrohungslage die „deutlich erhöhte Aktivität von Cyberangriffen“ auch bei der Generali Deutschland AG. 

Das Home Office erhöhe die Gefahr, weil sich Hacker zum Beispiel als Mitarbeiter der IT-Abteilung des eigenen Unternehmens vorstellen und so Login-Daten von Angestellten erhalten. Die größte Gefahr bzw. das größte Einfallstor ergäbe sich aus mangelndem Risikobewusstsein der eigenen Belegschaft. Die Sorge um das wachsende Cyberrisiko der Experten wurde von den Teilnehmern der Veranstaltung geteilt. Mehr als 80% der Teilnehmer zeigten sich mindestens „besorgt“, darunter 27% als „höchst besorgt“ (siehe rechts).

Was kann dagegen getan werden?

Auf die Frage, wie sich Unternehmen gegen die wachsende Gefahr besser schützen können, verwies Sommer auf die Generali: Sie stärkt ihre Resilienz, indem sie unter anderem ihre Mitarbeiter kontinuierlich schult und damit sensibilisiert. Auch „Testmails“ und fingierte Phishing-Versuche seien geeignet, um das Bewusstsein im eigenen Unternehmen zu erhöhen. Andreas Könen verwies auf das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 und die Cybersicherheitsstrategie der Bundesregierung, die hier einen regulatorischen Rahmen schaffe. Der Cybergefahr müsse zudem auf europäischer Ebene begegnet werden. Die Richtlinie zur Gewährleistung einer hohen Netzwerk- und Informationssicherheit 2.0 (NIS-Richtlinie) und der Cyber Resilience Act seien wichtige Schritte, um nationale Regelungen zu harmonisieren und in allen EU-Ländern ein gleichwertiges Schutzniveau zu garantieren.


v. l. n. r. Dr. Andrea Timmesfeld (Head of Public & EU Affairs und Leiterin des Hauptstadtbüros der Generali Deutschland AG), Andreas Könen (Abteilungsleiter IT- und Cybersicherheit im Bundesministerium des Innern und für Heimat), Dr. Rainer Sommer (Chief Operating Officer bei der Generali Deutschland AG)

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