Ansicht von oben auf Frau vor Laptop mit Kreditkarte und Smartphone betreibt Online Banking.

Sicheres Online Banking: So geht es

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Abenteuer Alltag
Lesezeit: 6-7 Minuten

Siche­res Online Ban­king: So geht es

Sicheres Online Banking fängt beim Anwender an. Durch geeignete Maßnahmen kannst du das Risiko für Cyberkriminalität deutlich reduzieren. Halte deine Geräte einfach auf dem neuesten Stand, bewege dich immer in gesicherten Netzwerken und nutze sichere TAN-Verfahren. So schützt du Einkommen und Vermögen und musst dich nicht um dein Konto und Kapitalanlagen sorgen. Passiert doch etwas, kann dir unter Umständen eine Rechtsschutzversicherung helfen.

Online Banking & Sicherheit: Wie groß sind die Risiken?

Online Banking ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Im Jahr 2018 nutzten bereits 59 % der Menschen diese Methode. Die Beauftragung von Überweisungen und anderen Bankgeschäften via Internet ist praktisch, aber auch mit vielen Risiken verbunden. Bis zu 7000 Phishing Fälle pro Jahr wurden in der Vergangenheit dokumentiert. Auch Finanzmalware und mobile Banktrojaner bedrohen die Sicherheit von Bankkunden im Internet.

Auch wenn sich nicht sämtliche Risiken ausschließen lassen: Mit den richtigen Maßnahmen kannst du viel für deine eigene Sicherheit im Internet tun.

Tipps und Lösungen für mehr Sicherheit im Online Banking

Sicheres Online Banking ist möglich. Vor allem technische Maßnahmen sowie ein umsichtiges Verhalten tragen dazu bei. So solltest du zum Beispiel:

Malware Scanner einsetzen

Alle deine Endgeräte sollten stets auf dem neuesten Stand sein. Dies gilt besonders im Hinblick auf Sicherheitssoftware. Du solltest auf Android Smartphones sowie auf deinem PC/Laptop stets eine Antiviren- und Malware Software installieren und diese regelmäßig updaten. Die Antiviren-Programme erkennen schädliche Software und entfernen diese.

Passwortmanager benutzen

Ist dein Online Banking Zugang mit einem Passwort geschützt, solltest du ein sicheres Passwort auswählen. Verwende unbedingt ein Passwort, das du für keinen anderen Zugang benutzt. Achte auf die Regeln für sichere Passwörter und verwende keine Begriffe, die einen semantischen Inhalt oder einen Bezug zu dir besitzen.

Wenn es dir schwerfällt, dir verschiedene Passwörter zu merken kannst du einen Passwortmanager benutzen. Dabei handelt es sich um ein Programm, in das du Passwörter für verschiedene Zugänge zentral und sicher ablegen kannst.

Keine ungesicherten Netzwerke oder fremde Endgeräte nutzen

Sicheres Online Banking ist nur über verschlüsselte WLAN-Verbindungen möglich. Nutze für Logins und Transaktionen keine ungesicherten und öffentlichen Netzwerke. Verzichte zudem auf Online Banking über fremde Endgeräte – etwa in einem Internet Café. Sofern du solche Geräte unbedingt nutzen musst, ist der ohnehin angeratene Logout nach dem Onlinebanking besonders wichtig.

Nur geschützte Protokolle verwenden

Sicheres Online Banking ist nur über geschützte Protokolle möglich. Achte darauf, dass du stets das HTTPs Protokoll verwendest. Dies kannst du in der Adresszeile des Browsers erkennen. Dort steht statt HTTP:// dann HTTPs://.

Achte zudem auch auf Zertifikate, die in deinem Browser angezeigt werden und die Identität des Bankservers bestätigen. Im Zertifikat ist der Name der Website angegeben. Dieser muss mit der Seite deiner Bank übereinstimmen. Klicke auf das Schlosssymbol, um die Informationen des Zertifikats einzusehen.

Kontodaten nicht öffentlich preisgeben

Es versteht sich eigentlich von selbst: Deine Kontodaten solltest du niemals öffentlich preisgeben. Mitunter finden sich in sozialen Netzwerken Einträge, in denen Nutzer Konto- oder Kreditkartennummer nennen. Dies ist äußerst riskant, da die Daten auch für Unbefugte sichtbar sind.

Online Banking nie via Link ansteuern

Technische Vorkehrungen können Online Banking sicher machen. Eine große Schwachstelle bleibt jedoch der Mensch. Wahrscheinlich hast du auch schon vermeintliche E-Mails von deiner Bank erhalten, die dich auffordern, deine Zugangsdaten zu bestätigen oder Bestätigungslinks zu öffnen.

Dahinter stehen Cyberkriminelle, die versuchen, deine Daten abzuphishen. Suche das Online Banking deiner Hausbank niemals über einen Link in einer E-Mail oder auf einer anderen Webseite auf. Steuere dein Konto stattdessen ausschließlich über die Adresszeile des Browsers an.

Kontobewegungen regelmäßig prüfen

Vertrauen in die Online Banking Sicherheit ist gut, Kontrolle ist besser. Prüfe regelmäßig deine Kontobewegungen. Abbuchungen im Lastschriftverfahren sowie zulasten deiner Kreditkarte kannst du widersprechen. Haben Cyberkriminelle deiner Zugangsdaten erbeutet und Überweisungen getätigt, wird es deutlich schwieriger. Dann musst du bei deiner Bank einen Überweisungsrückruf in die Wege leiten.

Generell solltest du bei dem Verdacht auf kriminelle Handlungen stets deine Bank kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Zahlungsverkehrslimits einrichten

Zahlungsverkehrslimits können den potentiellen Schaden durch Datenmissbrauch im Online Banking verringern. Du kannst Limits für Überweisungen und Kartenzahlungen einrichten.

So könntest du zum Beispiel festlegen, dass von deinem Konto pro Tag nicht mehr als 10.000 EUR überwiesen werden können. Auch für deine Girocard sowie Kreditkarten lassen sich solche Limits festlegen – diese gelten dann auch für bargeldlose Zahlungen sowie Barverfügungen. Gut zu wissen: Kartenlimits lassen sich auch für einzelne Länder festlegen.

Sicheres TAN-Verfahren nutzen

Zum sicheren Online Banking gehört ein sicheres TAN-Verfahren. Seit September 2019 gelten hier strengere Vorgaben, die auf die Zahlungsdiensterichtlinie der EU zurückgehen. TAN-Listen auf Papier gibt es seitdem nicht mehr.

Es gibt jedoch eine Reihe weiterer Verfahren. Weit verbreitet ist mTAN – hier erhältst du eine SMS auf dein Handy. Die SMS enthält eine TAN für eine Transaktion, die du beim Online Banking anstößt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt, auf dieses Verfahren zu verzichten. Der Grund: Kriminelle könnten mTANs abfangen oder gleich dein Handy stehlen.

Als deutlich sicherer gilt die Push TAN. Hier erhältst du die TAN auf dein Handy – allerdings nicht per SMS, sondern über eine App. Die App generiert die TAN, ohne sie über das Mobilfunknetz zu versenden.

Ebenfalls sicher ist das App TAN-Verfahren. Gibst du eine Überweisung in Auftrag, musst du dich mit einem Passwort in einer App einloggen.

Sehr sicher ist auch das ChipTAN-Verfahren. Hier benötigst du einen TAN-Generator sowie deine Girocard. Der Generator erstellt eine TAN. Da der TAN Generator nicht mit dem Internet verbunden ist und mehrere Gegenstände benötigt werden, gilt dieses Verfahren als eines der empfehlenswertesten.

Isolationsmodus nutzen

Viele Entwickler von Antivirensoftware haben spezielle Lösungen für das Online Banking entwickelt. Die Software erkennt, wenn du eine Transaktion bei einer Bank durchführen möchtest – etwa eine Überweisung im Onlinebanking oder eine Transaktion über dein Kreditkartenkonto. Das Programm fragt beim Aufrufen der Bankseite, ob du in den Isolationsmodus wechseln möchtest.

Durch diesen Modus werden einige Risiken verringert. Dies gilt insbesondere für deinen Browser, der regelmäßig Sicherheitsupdates benötigt. Im Isolationsmodus verbindet sich ein gesicherter Server mit der Bank. Außerdem lässt dieser Modus nur Verbindungen zu legitimen Websites zu – Phishing durch gefälschte Webseiten ist in der Regel nicht mehr möglich. Auch Banking Trojaner werden durch dieses Verfahren recht wirksam bekämpft.

Der Isolationsmodus funktioniert nur bei Webseiten, die durch den Anbieter der Sicherheitssoftware ausdrücklich genannt werden. Viele große Banken sind dabei.

Dark Web Monitoring

Anbieter von Antivirensoftware bieten häufig weitere Dienstleistungen rund um die Sicherheit im Netz an. Dazu gehört Dark Web Monitoring. Im Dark Web werden bekanntlich persönliche Daten und sensible (Konto-) Informationen unter Kriminellen gehandelt. Dark Web Monitoring spürt personenbezogene Daten auf − etwa deine Konto- oder Kreditkartennummer und Logins für Konten.

Wie funktioniert aber Dark Web Monitoring? Websites im Dark Web sind über klassische Suchmaschinen nicht erreichbar. Mit speziellen Scans werden diese Bereiche des Internets nach Benutzernamen, Passwörtern, Konto- und Kreditkartennummern durchsucht. Erkennt ein Scan deine Daten, wirst du benachrichtigt. Du kannst so auf den Identitätsdiebstahl reagieren, bevor Kriminelle deine Daten missbrauchen.

Besondere Verhaltensregeln für Online Banking via Smartphone

Für Online Banking mit Mobilgeräten gelten einige zusätzliche Regeln über den Verzicht auf öffentliche Netzwerke hinaus. Du solltest dein Smartphone mit einem sicheren Passwort schützen, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Nutze insbesondere bei Android Smartphones auch eine aktuelle Antivirensoftware. Lade Apps nur aus autorisierten Quellen wie dem Google Play Store oder iTunes herunter. Führe alle vom Hersteller empfohlenen Sicherheitsupdates für dein mobiles Betriebssystem durch.

Fazit

Sicheres Online Banking für Zahlungsverkehr und auch viele Kapitalanlagen ist möglich. Du selbst entscheidest maßgeblich über die Risiken. Durch Malware Scanner, verschlüsselte Datenübertragung, gesicherte Netzwerke und sichere TAN-Verfahren kannst du das Risiko für Schäden durch Cyberkriminalität minimieren.

Zusätzlich kannst du Zahlungsverkehrslimits einrichten und Sicherheitseinrichtungen wie einen Isolationsmodus oder Dark Web Monitoring nutzen. Rufe das Online Banking deiner Bank stets über die Adresszeile des Browsers auf und klicke nicht auf Links, so vertrauenswürdig diese auch erscheinen mögen.

Überwache deine Kontobewegungen und erhebe gegebenenfalls Einspruch. Bedenke, dass bei mobilem Online Banking dein Smartphone durch ein Passwort und eine Antivirensoftware geschützt werden muss.

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