Nahaufnahme eines Fahrrads mit Fahrradschloss.

Fahrraddiebstahl vorbeugen: Tipps zum Schutz vor Radklau

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Lesezeit: 4-5 Minuten

Fahr­r­ad­dieb­stahl vor­beu­gen: Tipps zum Schutz vor Rad­klau

Es passiert jeden Tag: Fahrraddiebstahl ist weit verbreitet. Grundsätzlich schützt dich deine Hausratversicherung gegen Fahrraddiebstähle. Voraussetzung ist, dass du wichtige Informationen über dein Rad nennen kannst und es richtig abschließt. Apps machen dir vieles einfacher.

Fahrraddiebstahl: Mehr als jeder vierte Radfahrer hat es schon erlebt

Als Radfahrer bist du bei schönem Frühlings- und Sommerwetter in der Stadt nicht nur schneller, sondern auch kostengünstig und umweltfreundlich unterwegs. Dein Rad solltest du allerdings gegen Diebstahl schützen: Besonders in Städten kommt Fahrraddiebstahl häufig vor.

Der Polizeilichen Kriminalstatistik zufolge wurden 2019 in Deutschland fast 280.000 Fahrräder gestohlen. Daten und Zahlen belegen, dass die Aufklärungsquote gering ist: Sie liegt bei mageren 9,20 %. Das elektronische Informationssystem des Bundeskriminalamts (Inpol) enthält Informationen zu rund 1,5 Millionen Fahrrädern, die durch ihre Besitzer als gestohlen gemeldet wurden. Ein Problem bei der Aufklärung ist, dass den Behörden bisher keine grenzüberschreitenden Melde- und Informationssysteme zur Verfügung stehen.

Die meisten Fahrrad-Diebstähle in Deutschland gibt es mit 1.700 Fällen pro 100.000 Einwohner übrigens in Leipzig. Auch Göttingen (1.444 Fälle), Münster (1.374 Fälle) und Osnabrück (1.203 Fälle) sind überdurchschnittlich stark betroffen. Deutschlandweit war bereits mehr als jeder vierte Radfahrer von einem Diebstahl betroffen. Dazu tragen auch nachlässige Schutzmaßnahmen bei.

Trotz der hohen Zahl der Fahrraddiebstähle ist die Situation nicht aussichtslos. Die Polizei rät: Mache es Fahrraddieben so schwer wie möglich. Benötigen Diebe länger als drei Minuten um an Räder zu gelangen, lassen sie häufig davon ab. Es lohnt sich, in die Sicherheit deines Rades zu investieren und ein hochwertiges Fahrradschloss zu kaufen.

Das richtige Fahrradschloss

Um das Risiko für Fahrraddiebstahl zu verringern, solltest du dein Fahrrad richtig abschließen. Dazu benötigst du ein gutes Fahrradschloss. Hier gibt es erhebliche Unterschiede. Laut Stiftung Warentest überzeugt nicht jedes Schloss oder jeder Kette.

Gute Fahrradschlösser müssen der Untersuchung zufolge nicht zwingend teuer sein. Die Sicherheit eines Schlosses wird über die Sicherheitsstufe ausgedrückt, die von den Herstellern angegeben wird. Umso höher sie ist, desto besser ist dein Fahrrad geschützt. Schließe dein Fahrrad außerdem immer mit Rahmen und Rad an einem festen, unverrückbaren Gegenstand an. Achte auch darauf, dass ein Kinderfahrradsitz oder Fahrradanhänger fest mit dem Rad oder einem festen Gegenstand verbunden ist.

Ein Tipp: Mach mit deinem Smartphone ein Foto vom abgeschlossen Rad. So kannst du später leicht nachweisen, dass du dein Fahrrad abgeschlossen hast. Achte darauf, dass der Abstellort auf dem Foto zu erkennen ist.

Weitere technische Hilfsmittel zur Abwehr von Fahrraddieben helfen dabei, dein Rad vor Diebstahl zu schützen. Dazu gehören GPS-Tracker. Diese bringst du versteckt am Fahrrad an. Die Geräte ermöglichen dir die Ortung deines Rades mittels Smartphones. Manche der Geräte verfügen über eine Notfallfunktion. Mit dieser kannst du den Standort deines Fahrrades beispielsweise an eine Behörde übermitteln. Es ist aber manchmal schwierig, die Geräte versteckt am Rad zu montieren, sodass Diebe sie nicht finden.

Abstellanlagen und Fahrradregistrierung

Stelle dein Rad sicher ab. Dazu gibt es mittlerweile in immer mehr Städten Fahrradabstellanlagen. Dies gilt besonders häufig für Tourismusregionen mit vielen Radfahrern. Die Anlagen sind gesichert und meist auch bewacht. Allerdings musst du hier mit Abstellgebühren rechnen.

Zudem ist es möglich, Fahrräder zu registrieren und einen Fahrradpass zu führen. Mithilfe einer kostenlosen Fahrradpass-App kannst du alle wichtigen Merkmale deines Fahrrads verwalten. Im Falle eines Diebstahls werden diese elektronisch an Polizei und Versicherung weitergeleitet. Die App hilft der Polizei nicht nur bei der Identifikation gestohlener Fahrräder. Taucht dein gestohlenes Fahrrad auf, kann die Polizei es dir auch leichter zuordnen. In der App werden zum Beispiel Angaben zum Radtyp, die Rahmen- und Codiernummer, Hersteller und Modell sowie Fotos hinterlegt.

Die App gibt es zum einfachen Herunterladen auf der offiziellen Website der Polizei.

Unser Tipp für alle Generali-Kunden: Die „MeinFahrrad“-App der Generali (powered by CyBike) bietet dir neben der Speicherung deines Fahrradpasses weitere attraktive Services. Du hast eine Panne? Lass dir über die App Fahrradgeschäfte, Schlauchautomaten und E-Bike Ladesäulen in deiner Nähe anzeigen und dich dorthin navigieren. Du bist im fremden Gelände unterwegs? Plane fahrradspezifische Routen vorab oder lass dich über die Navigation zu deinem Zielort führen. Wo ist mein Fahrrad? Speichere die aktuelle Position deines geparkten Fahrrads ab und finde es so schneller. Wann ist die nächste Inspektion fällig? Lass dich über die Erinnerungsfunktion an deinen nächsten Werkstatttermin erinnern und speichere alle Daten zu den durchgeführten Checks in der App ab. Das Thema Nachhaltigkeit ist dir wichtig? Errechne deinen eingesparten Co²-Verbrauch. Über die App erhältst du außerdem individuelle Mitteilungen und Informationen der Generali rund um das Thema Fahrrad wie z.B. Tipps zum Diebstahlschutz oder hilfreiche Videos zu Wartung und Reparatur sowie aktuelle Neuigkeiten zum Thema Fahrrad aus Fahrradzeitschriften. Die „MeinFahrrad App“ ist also ein absolutes Muss für alle Radliebhaber − hier herunterladen.

Fahrrad gestohlen: Was tun?

Den Fahrraddiebstahl musst du der Polizei melden und zur Anzeige bringen, damit die Versicherung zahlt. Die Polizei benötigt dazu Informationen wie die Rahmennummer, Rahmengröße, Modell, Farbe und besondere Merkmale des Fahrrads. Außerdem braucht sie einem Nachweis über dein Eigentum an dem Rad. Für Letzteres eignet sich die Originalrechnung oder gegebenenfalls ein Kaufvertrag. Liegen diese Daten bereits in einer App vor, geht es schneller.

Nach der Anzeige bei der Polizei meldest du den Fahrraddiebstahl der Versicherung. Hier solltest du keine Zeit verstreichen lassen: Je länger du wartest, desto eher lehnt die Versicherung die Zahlung ab. Die Versicherung benötigt die Anzeigennummer der Polizei, einen Eigentumsnachweis und idealerweise einen Fahrradpass.

Wann zahlt die Versicherung bei Fahrraddiebstahl?

Dein Fahrrad ist grundsätzlich durch die Hausratversicherung gegen Diebstahl geschützt. Die Versicherung zahlt, wenn dein Rad nach einem gemeldeten Diebstahl nicht wieder auftaucht.

Achte jedoch auf das Kleingedruckte. Manchmal gilt der Versicherungsschutz nicht rund um die Uhr. Berücksichtige auch Erstattungsobergrenzen für Fahrraddiebstahl sowie deine Selbstbeteiligung.

Vandalismus ist in der Regel nicht versichert. Es sei denn, der Vandalismus findet nach einem Einbruch in deine Wohnung statt. Die Versicherung wird zudem nur zahlen, wenn das Fahrrad mit einem Schloss gesichert und abgeschlossen war.

Tipp: Betrachte eine gute Diebstahlprävention als Bestandteil der Sicherheit – genauso wie die regelmäßige Fahrradinspektion, das Fahren mit Helm und generelle Maßnahmen zum sicheren Radfahren.

Fazit

Mit einer Hausratversicherung bist du grundsätzlich gegen Fahrraddiebstahl versichert. Als Radfahrer solltest du auf eine Versicherung achten, die den Schutz für Fahrraddiebstähle möglichst wenig einschränkt. Erfahre hier, worauf es beim Versicherungsschutz im Detail ankommt. Damit der Versicherungsschutz gilt, muss dein Fahrrad abgeschlossen sein und der Diebstahl bei der Polizei gemeldet.  Nutze gute Schlösser, Apps zur elektronischen Übermittlung von Informationen und vielleicht auch einen GPS-Sender, um dich gegen Radklau zu schützen. Gute Fahrt!

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