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Abenteuer Alltag
Lesezeit: 4-5 Minuten

Coro­na­vi­rus im Büroall­tag aus­brem­sen

Wenn du im Büro eine Ansteckung mit dem Coronavirus vermeiden willst, brauchst du vor allem eins: Solidarität von und mit deinen Kollegen. Ihr müsst gemeinsam handeln, um euch gegenseitig zu schützen und eine ganz neue Bürokultur entwickeln. Ein Jour fixe mit zwanzig Leuten im Besprechungsraum? Das geht in Coronazeiten nicht. Die Arbeit am Projekt mit deinem Kollegen am Schreibtisch gegenüber musst du neu organisieren. Und auch ein kurzes Schwätzchen in der kleinen Teeküche ist erstmal nicht mehr drin. Jetzt heißt es, Hygieneregeln einhalten, auf Abstand gehen und trotzdem gut zusammenarbeiten.

Hygienetipps gegen das Coronavirus

Die Schutzmaßnahmen, damit du dich nicht mit dem Coronavirus infizierst, sind im Prinzip dieselben, die Ärzte zur jährlichen Grippesaison empfehlen. Das Mantra der Ärzte: Händewaschen, Händewaschen, Händewaschen. Denn außer beim Husten und Niesen verteilen Erkrankte das Virus mit ihren Händen auf Türklinken, Tische und andere Flächen, mit denen wir anschließend in Berührung kommen.

So geht Hände waschen richtig

• Wasch dir regelmäßig und gründlich die Hände inklusive der Handgelenke mit Seife. Das sollte mindestens zwanzig Sekunden dauern, also ungefähr so lange, wie du brauchst, um zweimal „Happy Birthday“ zu singen.
• Pflege deine Hände gut, indem du sie eincremst. So stellst du die natürliche Schutzbarriere der Haut schnell wieder her.
• Fass Lebensmittel, Augen und Mund nicht mit ungewaschenen Händen an.
• Wenn du ein Desinfektionsmittel benutzen möchtest, verwende bitte eins, das als viruzid gekennzeichnet ist.
• Huste oder niese in ein Papiertaschentuch oder in deine Armbeuge und nicht in die Hand.
• Wirf das gebrauchte Taschentuch umgehend in einen Mülleimer mit Deckel.

Vorbeugung ist das Beste

Zusätzlich zum Händewaschen solltest du immer zwei Meter Abstand zu deinen Kollegen halten. Das ist wichtig, weil man sich mit dem Coronavirus infizieren kann, ohne die üblichen Symptome, wie z.B. Husten und Fieber, zu entwickeln. Denn auch in diesem Fall kann man die Viren weitertragen. Kranke Kollegen gehören ins Bett und nicht ins Büro. Hustest und niest du tatsächlich, solltest du auf keinen Fall zur Arbeit kommen. Denn Vorbeugung gegen das Coronavirus funktioniert nur, wenn jeder, der krank ist, auch zuhause bleibt. In diesem Fall ruf bitte deinen Arzt an und kläre mit ihm die weitere Vorgehensweise telefonisch. Dasselbe gilt, wenn du dich krank fühlst und (noch) keine Symptome hast. So schützt du deine Kollegen und alle anderen Menschen in deinem Umfeld am besten. Gleichzeitig bekommst du gezielt Hilfe. 
  
Gutes Büroklima gegen das Coronavirus

Auch ein gutes Mikroklima kann zur Vorbeugung einer Infektion mit dem Coronavirus beitragen. Um dies zu erreichen, sollte das Büro regelmäßig gelüftet werden. Außerdem sollte die Zimmertemperatur auch in der kalten Jahreszeit nicht zu hoch sein. Hier kommen Grünpflanzen ins Spiel. Sie sind wahre Klimaschützer im Büro. Denn weil sie den Raum befeuchten, empfindest du selbst eine niedrigere Raumtemperatur als angenehm, und die feuchtere Raumluft schützt deine Atemwege. Grünpflanzen beugen auch deshalb Infekten vor, weil sie die Büroluft filtern und Staub binden. Ein weiterer unschätzbarer Bonus: Birkenfeige, Fensterblatt und Co. hellen die Stimmung im Büro auf.

Bürokultur mit Virenschutz

Guter Dinge zu sein, ist zurzeit besonders wichtig. Denn die neuen Abstandsregeln schütteln die Bürokultur zurzeit überall ordentlich durch. Wir verzichten notgedrungen auf viele liebgewonnene Gewohnheiten. Gleichzeitig arbeiten wir auf eine ganz neue Weise zusammen, zum Beispiel mit Videokonferenzen und Web-Meetings statt Face-to-Face Meetings. Viele gute Ideen aus Unternehmen und im Privatleben zeigen, dass das funktioniert.

Freundlich aus der Ferne grüßen

Wenn der morgendliche Händedruck zur Begrüßung zurzeit nicht angebracht ist, kannst du deinem Kollegen stattdessen ein freundliches Lächeln schenken und ihm zuwinken. Um den sozialen Kontakt im Büro nicht zu verlieren kannst du den Kollegen einfach morgens kurz anrufen und bei dieser Gelegenheit gleich die Tagesplanung besprechen.

Vorsicht auch in der Kantine

Um die Verbreitung des Coronavirus am Arbeitsplatz weiter einzudämmen, müssen Präventionsmaßnahmen auch in der Mittagspause gelten: Sollte dein Arbeitgeber noch nicht mit Regelungen vorgesorgt haben, kannst du selbst aktiv werden. Halte die 2 Meter Abstand auch beim Mittagessen ein und setze dich in der Firmenkantine immer mindestens mit einem Stuhl Abstand neben deine Tischnachbarn. Desinfiziere, wenn möglich, deine Hände vor und nach dem Essen. Mindestens aber solltest du deine Hände gründlich waschen.

Coronavirus sorgt für Meeting-Disziplin

Die Besprechung organisierst du am einfachsten mit einer Konferenz-Software, zu der du auch die Kollegen im Homeoffice ganz einfach einladen kannst. Sollte dein Arbeitgeber keine Firmenlösung haben, gibt es viele kostenlose Varianten, die man nutzen kann. Überprüfe, welche Meetings wirklich notwendig sind und welche vielleicht ganz entfallen können, weil sie schon lange nicht mehr zu fruchtbaren Ergebnissen führen. Nimm das Coronavirus zum Anlass, (wieder) für eine produktive Meeting-Kultur zu sorgen.

Treibe dein Projekt über eine Kollaborationsplattform voran und trage so zur Digitalisierung deines Unternehmens bei. Auf der Plattform kannst du mit deinen Kollegen am selben Dokument arbeiten, das Projekt managen und bei Bedarf auch chatten.

Sogar auf die gemeinsame Tasse Kaffee in der Pause musst du nicht verzichten, wenn du mit deinem Kollegen im Nachbarbüro dabei videotelefonierst.

Wenn wir alle die Hygieneregeln beachten, den Abstand zu unseren Kollegen wahren und offen bleiben für neue Formen der Zusammenarbeit, ist viel gewonnen. Dann bremsen wir das Coronavirus aus und schaffen eine ganz neue Bürokultur mit Virenschutz.